St Gallen

St. Gallen: Schluss mit der «kulturlosen Sparwut» – Kunstschaffende mucken auf

St. Gallen: Schluss mit der «kulturlosen Sparwut» – Kunstschaffende mucken auf

09.12.2015, 05:4209.12.2015, 05:42
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  • Der 19-Millionen-Franken-Kredit für das Klanghaus Toggenburg war ziemlich umstritten, am Ende sagte der St. Galler Kantonsrat trotzdem ja dazu – mit einer Ausnahme: Die 300'000 Franken für Kunst am Bau wurden gestrichen.
  • Eine Zweidrittelmehrheit befürwortete die Streichung. Einzig die SP-Grünen-Fraktion hatte sich dagegen gewehrt. Vergeblich. Dagegen mucken nun die Kunstschaffenden auf. So zum Beispiel dem regionalen Berufsverband visuelle Kunst (visarte.ost), wie das «St. Galler Tagblatt» schreibt.
  • «Die gegenwärtige kulturlose Sparwut auf Kosten der Künstlerinnen und Künstler sowie zum Nachteil der kunstinteressierten Bevölkerung muss endlich gestoppt werden!», sagt visarte.ost-Präsident Stefan Rohner in einem offenen Brief.
  • Auch der nationale Berufsverband wehrt sich: Kunst am Bau sei für Kunstschaffende die wichtigste Förder- und Erwerbs- möglichkeit ausserhalb des Kunstmarkts, sagt dessen Präsident Josef Felix Müller gegenüber dem «Tagblatt».
  • Der Berufsverband macht sich für einen verbindlichen Kunstkredit von einem Prozent der Bausumme von öffentlichen Bauten stark. Was im Kanton Aargau gesetzlich festgeschrie- ben ist, wäre auch in St. Gallen wünschbar, sagt Müller. Visarte hat eine entsprechende Eingabe für das neue Baugesetz gemacht. (rwy)

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