Swisscom
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Swisscom sieht in «Big Data» beträchtliches Geschäftspotenzial



Der Telekommunikationskonzern Swisscom will in Zukunft auch mit «Big Data» Geld verdienen. «Wir sehen ein Marktpotenzial in zweistelliger Millionenhöhe», sagte Iris Kornacker, Leiterin Market Initiatives, am Mittwoch an einer Medienveranstaltung in Zürich.

«Wir stehen aber noch ganz am Anfang und investieren derzeit sehr viel», räumte sie zugleich ein.

Die Swisscom nennt «Big Data» in ihrem Sprachgebrauch «Smart Data». Es geht darum, grosse Datenmengen zu verarbeiten und zu verstehen, wie Kornacker ausführte. Auf diese Weise entstünden neue Produkte. So bietet die Swisscom demnächst Städten eine neuartige Verkehrszählung an, die auf der Auswertung von aggregierten und anonymisierten Mobilfunkdaten basiert.

In den letzten Monaten lief ein entsprechender Pilotversuch in der Waadtländer Gemeinde Pully, die täglich vom Transitverkehr überflutet wird. Bislang seien dort nur alle fünf Jahr Verkehrszählungen durchgeführt worden, nun habe man Daten praktisch in Echtzeit, sagte Alexandre Bosshard von den städtischen Behörden. Zum Preis des Produkts wollte sich Kornacker nicht äussern. Es sei aber das Ziel, billiger zu sein als herkömmliche Verkehrszählungen.

Weitere Anwendungsmöglichkeiten sind laut Kornacker denkbar, zum Beispiel Auswertungen von Kundenströmen für Einkaufszentren. «Die Frage ist aber immer, ob wir es technisch können und ob es gesetzlich erlaubt und mit unseren eigenen Datenschutzrichtlinien vereinbar ist», so die Swisscom-Managerin weiter.

So würden zum Beispiel keine Aussagen gemacht, wenn der Datensatz weniger als 50 Personen umfasse, sagte sie. Die Gefahr von einer Rückverfolgbarkeit und von «Schindluderei» sei in einem solchen Fall zu gross. Ausserdem könnten Swisscom-Kunden die Verwendung der eigenen Daten verbieten, wurde betont. (sda/awp)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Themen
0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Interview

«Herr Wüthrich-Hasenböhler, wann bringt die Schweiz einen Tech-Giganten à la Facebook hervor?»

Die Swisscom fördert Tech-Start-ups und schickt aussichtsreiche Kandidaten ins Silicon Valley. Roger Wüthrich-Hasenböhler von der Konzernleitung sagt, was in der Alten Welt funktioniert und was noch besser werden muss.

Roger Wüthrich-Hasenböhler kommt mit dem Elektrovelo zum Interview. Er ist zehn Minuten zu spät, weil er sich kurz vor dem Ziel – auf der Hardstrasse in Zürich-West – verfahren hat. Ja, das kann auch einem hochrangigen Swisscom-Manager passieren. 

Der 53-Jährige ist Mitglied der Konzernleitung und verantwortet das Geschäftsfeld Kleine und Mittlere Unternehmen – das sind rund 300'000 Firmen von Lugano über Genf bis Schaffhausen. 

Der Elektroingenieur und HSG-Absolvent ist nicht nur Mister …

Artikel lesen
Link zum Artikel