Tour dur dSchwiiz
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Tour dur dSchwiiz

Valle Onsernone: Im Tal der 1000 Seilbähnli

Das Valle Onsernone ist ein Seitenarm des Maggiatals. Nie habe ich zuvor so viele Transport-Seilbähnli gesehen. Und bei fast keinem hätte ich gesagt: «Ja, doch, das sieht vertrauenswürdig aus.»



Mit dem Velo durch die Schweiz

In den kommenden knapp vier Monaten bereise ich mit dem Velo die ganze Schweiz. Auf meiner Tour dur d’Schwiiz besuche ich alle 2324 Gemeinden der Nation und werde eine Strecke von 11'000 Kilometern mit dem Velo hinter mich bringen. Dies entspricht der Distanz von Zürich nach Peking. Folge mir im Liveticker, auf Facebook und Twitter!

Die Gemeinden 180 bis 184 meiner Fahrt durch alle 2324 Gemeinden der Schweiz befinden sich im Valle Onsernone – oder im Seitental Valle di Vergeletto. Was mir im grünen Tal sofort auffällt: Die Transport-Seilbähnli.

Tour dur d'schwiiz 16. etappe

Na, wer würde seine Ware mit diesem Ding transportieren? Bild: watson

Egal ob durch den Wald, über eine Felskuppe, zum Privathaus hoch, zum Ferienhaus hinunter oder grad über das ganze Tal auf die andere Seite: Fast an jeder Ecke steht ein Transport-Bähnli bereit. Vertrauenswürdig sehen sie selten aus, aber anscheinend tun sie ihren Zweck.

Egal ob Brennholz, Koffer von Gästen oder Getränke: Alles wird mit den Dingern transportiert. Für Menschen sind sie selten geeignet. Und wenn schon, dann gleichen sie eher grad einer Standseilbahn. Oder wie in diesem Fall hier einem 20 Meter langen Ding, das ich nur allzu gerne einmal ausprobiert hätte:

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Das vielleicht allercoolste Bähnli der ganzen Schweiz. bild: watson

Darum mein Aufruf: Wenn jemand diesen Bähnli-Besitzer kennt, und dieser mich mal fahren lassen würde, bitte irgendwie bei mir melden. Ich würde vermutlich sogar nochmals mit dem Velo da hochstrampeln dafür.

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Und hier fährt die Bahn mit dem gelben Sitz hoch. bild: watson

Soweit die Bähnli im Valle Onsernone. Nach Russo kann man dann auch noch rechts in ein weiteres Seitental abbiegen, das Valle di Vergeletto. Dort – schon von weitem sichtbar – sitzt Gresso am Hang oben. Aufgrund der Lage soll es selbst im Winter bis zu sieben Sonnenstunden geben. Also mehr als im Nebel-Aargau. Was das Örtchen aber noch sympathischer macht: Oben angekommen, ist alles verkehrsfrei. Unzählige Treppenstufen führen durch das Nest:

Und dann, wenn man zurück ins Tal will, gibt es mit dem Velo diese Abfahrt – grossartig:

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Abfahrt von Gresso TI zur Hauptstrasse. YouTube/Reto Fehr

Tour dur d'Schwiiz, 15. Etappe: Origlio – Tenero-Contra

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    Alle Leser-Kommentare
  • montagna 21.07.2015 12:57
    Highlight Highlight In Nidwalden (vor allem Wolfenschiessen) gibts auch einen Haufen Seilbähnli, vielleicht etwas vertrauenswürdiger als obenstehend ;-).
  • Tatwort 21.07.2015 11:28
    Highlight Highlight Okay, das mit der Fahrt ist gebongt. Mitfahren ist zwar bei den meisten Bähnli verboten, aber das macht die Sache ja erst so richtig lustig.
    • Reto Fehr 22.07.2015 21:40
      Highlight Highlight Sehr cool. Aber verbotene Sachen würd ich nie absichtlich machen ;-)
      Ich will eigentlich nur auf das Bähnli mit dem gelben Sitz. Das ist doch extra für Personentransport, nicht?
    • Tatwort 22.07.2015 21:47
      Highlight Highlight Das ist so eine Art Rollstuhllift :-p Viel lustiger ist es quer über ein Tal.... dann stellt sich auch anständiger Nervenkitzel ein...

Tour dur dSchwiiz

Lange war Isérables nur per Bergweg erreichbar. Dann kam die Seilbahn. Und mit ihr die Autos

Fast majestätisch thront Isérables hoch über Riddes und der Rhone im Unterwallis. Der Ort war bis 1942 praktisch von der Aussenwelt abgeschnitten. Dann kam die Seilbahn.

Viele sagen, wer das urchige Wallis noch erleben will, müsse mal nach Isérables hoch. Gut 700 Meter über Riddes liegt der Ort, welcher – unten vom Tal gut sichtbar – am steilen Hang klebt.

Ich setze mich ins Restaurant, geniesse die Aussicht und frage nach Geschichten aus dem Dorf. Ich werde an drei ca. 80-jährige Frauen verwiesen, die am Stammtisch plaudern. Französisch natürlich. Deutsch haben sie nie gelernt. Alle drei sind hier aufgewachsen und haben ihr Leben hier oben verbracht. 

Das …

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