DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Konfliktherd Ostukraine

Kerry über Einsatz tschetschenischer Kämpfer in Ostukraine besorgt



epa04231547 Local people stand in front of the regional administration building in Donetsk, Ukraine, 29 May 2014. Pro-Western billionaire Petro Poroshenko was confirmed the winner of Ukraine's presidential election on 29 May amid fresh fighting in the country's east. Tensions in eastern Ukraine escalated again when pro-Russian separatists shot down a military helicopter near the embattled city of Sloviansk, killing at least 12 people.  EPA/JAKUB KAMINSKI POLAND OUT

Bild: EPA/PAP

US-Aussenminister John Kerry hat sich besorgt über Berichte geäussert, wonach über Russland trainierte Kämpfer, darunter aus Tschetschenien, in die Ostukraine eindringen, um dort auf der Seite der prorussischen Separatisten zu kämpfen.

Es gebe Hinweise, dass in Russland ausgebildete tschetschenische Milizen über die Grenze eingesickert seien, um die Spannungen weiter «anzuheizen», sagte Kerry am Donnerstag dem US-Fernsehsender PBS. Nach Angaben seines Ministeriums hatte Kerry das Problem bereits am Mittwoch in einem Telefongespräch mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow angesprochen.

Ähnlich wie Kerry hatte sich auch der deutsche Aussenminister Frank-Walter Steinmeier geäussert. Moskau müsse seinen Einfluss geltend machen, «um das weitere Einsickern von Kämpfern und Waffen über die russisch-ukrainische Grenze» zu unterbinden, sagte Steinmeier der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» vom Freitag.

Die ukrainischen Medien hatten diese Woche berichtet, dass sich tschetschenische Kämpfer in der Hochburg der Separatisten in Donezk aufhalten. Der Machthaber der russischen Kaukasusrepublik, Ramsan Kadyrow, dementierte zwar, Milizionäre zum Kämpfen in die Ostukraine gesandt zu haben. Er schloss aber nicht aus, dass diese auf eigene Faust dorthin gereist sein könnten.

Kerry rief Moskau auf, die jüngste Präsidentschaftswahl in der Ukraine zum Anlass zu nehmen, um gemeinsam daran zu arbeiten, dass «die Ukraine zur Brücke zwischen West und Ost» werde.

Positiv äusserte sich Kerry zum Abzug der russischen Soldaten von der Grenze. «Die Truppen, die sich an der Grenze aufhielten, ziehen gen Moskau ab und nicht nach Kiew», sagte der US-Aussenminister. Noch aber sei die Gefahr nicht gebannt. (sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Themen

Zwei Regierungssoldaten in der Ostukraine getötet

In der Ostukraine sind trotz geltender Waffenruhe zwischen Militär und prorussischen Separatisten erneut zwei Regierungssoldaten getötet worden.

Ein Soldat ist nach Armeeangaben in der Nacht zum Dienstag bei der Stadt Awdijiwka wenige Kilometer nördlich der Rebellenhochburg Donezk erschossen worden. Zu dem zweiten Toten gab es zunächst keine genaueren Informationen. Die Angaben der Armee liessen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.

Seit Wochen kommt es immer wieder zu tödlichen …

Artikel lesen
Link zum Artikel