Unvergessen
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Paul Gascoigne is swamped by England teammates after scoring their second goal during their Euro 96 clash against Scotland, at Wembley, Saturday June 15 1996. England won 2-0. (AP Photo/Adam Butler)

So berühmt wie das Tor zuvor: Gascoignes Trinker-Jubel. Bild: AP

Unvergessen

Oh Gazza! Paul Gascoigne schiesst die Schotten ab und feiert im Zahnarztstuhl

15. Juni 1996: England feiert an der Heim-EM einen Prestigesieg gegen den Erzrivalen Schottland. Beim 2:0-Sieg erzielt der geniale Spielmacher Paul Gascoigne das Tor seines Lebens.



Die Bühne könnte nicht besser sein. England richtet die EM aus: «Football is coming home» tönt es aus den Lautsprechern. Es geht gegen den Erzrivalen Schottland, an einem sonnigen Samstagnachmittag im Wembley-Stadion. Er bleibt wegen eines der spektakulärsten Tore der Fussballgeschichte ewig in Erinnerung – und auch wegen des ikonischen Jubels.

Die Engländer liegen mit 1:0 in Führung, als Schottland in der 78. Minute ein zweifelhafter Penalty zugesprochen wird. Gary McAllister tritt an – und scheitert an David Seaman. Mit dem linken Ellbogen wehrt der englische Keeper ab. Exakt 60 Sekunden später steht es nicht 1:1, sondern 2:0 für England – nach einem Geniestreich von Paul Gascoigne.

abspielen

Gazzas 2:0 gegen Schottland: Was! Für! Ein! Tor! Video: streamja

Das Markenzeichen eines Genies

Bis zu diesem Moment fällt Gascoigne höchstens durch die gebleichten Haare auf. «Seine einzige Leistung war es, dass er auch in der zweiten Hälfte noch auf dem Platz stand», erinnert sich «Guardian»-Reporter David Lacey. Doch es zeichnet Spielertypen wie Gascoigne aus, dass sie just dann einen genialen Einfall haben, wenn niemand damit rechnet.

England – Schottland 2:0

London, Wembley-Stadion. 76'864 Zuschauer. SR: Pairetto (Ita). Tore: 54. Shearer 1:0, 79. Gascoigne 2:0.

England: Seaman; G. Neville, Adams, Southgate, Pearce (48. Redknapp / 84. Campbell); Anderton, Ince (80. Stone), Gascoigne, McManaman; Sheringham, Shearer.

Schottland: Goram; Hendry, McKimmie, Calderwood, Boyd; McKinlay (83. Burley), McCall, McAllister, Collins; Durie (87. Jess), Spencer (67. McCoist).

Der bedauernswerte Colin Hendry – ein schottischer Verteidiger aus dem Bilderbuch: rothaarig und hüftsteif – ist «Gazzas» Gegenspieler. Der englische Angreifer nimmt den Ball 20 Meter vor dem Tor mit dem linken Fuss an, tippt ihn über Hendry. Der Schotte rutscht aus, Gascoigne flitzt an ihm vorbei, nimmt den Ball volley und bezwingt Goalie Andy Goram.

Bild

Gascoigne schreit seine Freude in die Welt hinaus, Sheringham herzt seinen Teamkollegen. bild: keystone

Nach dem ersten Jubel trabt Gascoigne an den beiden Gegenspielern vorbei und macht faule Sprüche. Mitspieler Teddy Sheringham schildert: «Ich vergesse nie, wie ‹Gazza› zu Goram ging und ihn fragte, wieso er nicht gehechtet sei und versucht habe, den Ball zu stoppen. Danach fragte er: ‹Wo ist Hendry? Holt er mir gerade eine Pastete?› Grandios!»

Das Aus im Halbfinal

«Ich werde oft gefragt, ob es das beste Tor meiner Karriere war», schildert Gascoigne. «Es gehört ganz sicher zu den besten. In Italien schoss ich ein, zwei genau so schöne Tore, die aber nicht im TV kamen.» Von der Bedeutung des Treffers her gesehen, schlage natürlich keiner denjenigen gegen Schottland.

England feiert in der Folge einen 4:1-Kantersieg gegen Holland und stösst dank einem Sieg im Penaltyschiessen (!) gegen Spanien in die Halbfinals vor. Dort kommt es zum grossen Klassiker gegen Deutschland. Nach einem mitreissenden Spiel, das nach 120 Minuten 1:1 steht, kommt es erneut zu einem Penaltyschiessen. Dieses Mal verliert England: Gareth Southgate verschiesst und anschliessend trifft Andy Möller.

abspielen

Witzige Idee: 20 Jahre nach der EM 1996 blicken damals geborene Engländer auf die Turnier-Highlights zurück. Video: YouTube/BBC Sport

Die Story mit dem Zahnarztstuhl

Die Geschichte zum ikonischen Torjubel beginnt einige Wochen vorher. Englands Nationaltrainer Terry Venables will vor dem Turnier im eigenen Land dem Trubel aus dem Weg gehen und die Equipe stattdessen in China und Hong Kong vorbereiten. Der Trip beginnt damit, dass Gascoigne schon auf dem Hinflug betrunken randaliert. Mitspieler Robbie Fowler erinnert sich in seiner Biografie daran, dass der Pilot gedroht habe, die Mannschaft in Russland aus der Maschine zu werfen.

Nach einem 3:0-Sieg über China gibt Venables den Spielern einen Freipass für die Nacht. Was dabei in Hong Kong passiert, können die Fans wenig später in den Zeitungen nachlesen. In einem Nachtclub setzen sich englische Nationalspieler in einen Zahnarztstuhl, lassen sich an diesen fesseln und mit Tequila und schottischem Likör abfüllen.

Bild

Die englische Nati feiert in Hong Kong im Zahnarztstuhl. Bild: the times

Fowlers Version klingt indes ein wenig anders: «Wir tranken ein paar Bierchen, sangen einige Lieder und gingen wieder nach Hause. Kein Problem, wir waren nicht einmal sehr betrunken.» Gemäss Steve McManaman war es schon rein physikalisch nicht möglich, viel zu trinken. «Wenn andere versuchen, dir aus mehreren Flaschen Alkohol in dich zu schütten, kannst du gar nicht viel davon trinken. Die meisten hatten wohl höchstens einen Schluck und der Rest ging daneben.»

McManaman erinnert sich auch an den Heimflug: «Ich kann im Flieger nicht schlafen. Und nun hatte ich 13 Stunden vor mir, in denen ich weder Fernsehen noch etwas essen konnte.» Jemand hatte das TV-Gerät in der Rückenlehne und das Klapptischchen zerstört. Dieser Jemand war – natürlich – Gascoigne.

«Ich ging bloss wegen einer Füllung rein und kam betrunken wieder raus – das muss wohl irgendein Betäubungsmittel gewesen sein!»

Paul Gascoigne fifa.com

«Gazza ist nicht länger ein fetter, betrunkener Idiot»

Die englische Presse zeigt sich vom Verhalten der Nationalmannschaft entsetzt. Sie fordert den Kopf von Partymacher Nummer 1, Paul Gascoigne, will diesen Bruder Leichtfuss aus dem EM-Kader geschmissen sehen. Doch Trainer Venables verzeiht seinem genialen Spielmacher. Nach dem Treffer gegen Schottland schreibt der «Mirror» entschuldigend: «Gazza ist nicht länger ein fetter, betrunkener Idiot. In Tat und Wahrheit ist er ein Fussballgenie.»

Leider treffen beide Aussagen zu, auch wenn die erste äusserst harsch formuliert ist. Denn Gascoigne ist schon zu seinen besten Zeiten ein Alkoholiker und er ist es erst recht nach der Karriere. Zahlreiche Episoden sind überliefert. In seinem Buch «Being Gazza» schildert er beispielsweise: «Auf einen dreifachen Baileys machte ich Schaum. So dachten alle, ich trinke Cappuccino.»

Heute geht es «Gazza» wie es scheint ziemlich gut.

«Gebt diesem Mann keinen Drink aus»

Das Tor gegen Schottland ist einer der letzten Höhepunkte in der Karriere von Paul John Gascoigne aus dem nordenglischen Gateshead. Nach dem Fussball rutscht er in die Gosse. Mehr als einmal muss man sich Sorgen um sein Überleben machen. «Gebt diesem Mann keinen Drink aus», titelt die «Sun» neben einem Foto des süchtigen Gascoigne.

So genial er auf dem Feld ist, so hilflos stolpert Paul Gascoigne abseits des Rasens durchs Leben. Regelmässig wird die Öffentlichkeit Zeuge davon, wie sich ein Denkmal selber vom Sockel holt. Nächstes Jahr wird «Gazza» 53 Jahre alt. Hoffentlich.

abspielen

Der Soundtrack zur Euro 96: «Football's Coming Home» von Baddiel, Skinner und den Lightning Seeds. Video: YouTube/LightningSeedsVEVO

Unvergessen

In der Serie «Unvergessen» blicken wir jeweils am Jahrestag auf ein grosses Ereignis der Sportgeschichte zurück: Ob hervorragende Leistung, bewegendes Drama oder witzige Anekdote – alles ist dabei.
Um nichts zu verpassen, like uns auch auf Facebook!

«Gazza» und Co.: Legendäre Fussballer-Zitate

12.02.2011: Wayne Rooneys perfekter Fallrückzieher gegen ManCity lässt sogar Sir Alex schwärmen

Link zum Artikel

09.10.1996: Schottland spielt in Estland gegen sich selber und wird von der «Tartan Army» lautstark gefeiert

Link zum Artikel

25.01.1995: King Cantona flippt aus – er setzt zum legendärsten Kick der Fussball-Geschichte an

Link zum Artikel

14.04.1999: Ryan Giggs schiesst ein Wahnsinns-Tor und entblösst sein Brusthaar. Arsène Wenger hat davon noch immer Alpträume

Link zum Artikel

11.11.2011: Der estnische Ersatzspieler, der hier den Ball weitergereicht hat, ist in Wahrheit ein cleverer irischer Fussballfan

Link zum Artikel

09.11.1997: Der Windarsch kassiert in einem einzigen Fussball-Spiel gleich drei Rote Karten – und ist auch sonst ein liebenswerter Rüpel

Link zum Artikel

15.05.1974: Im Suff stecken schottische Natifussballer ihren Star in ein Boot – das sofort von der Strömung weggetrieben wird

Link zum Artikel

12.05.2013: Der Wahnsinn von Watford: «Ja, Sie haben gerade die dramatischste Schlussminute aller Zeiten gesehen!»

Link zum Artikel

21.10.2013: Pajtim Kasami hämmert «einen der schönsten Volleys überhaupt» ins Crystal-Palace-Tor und verzückt sogar Andy Murray

Link zum Artikel

26.12.1963: 10 Spiele, 66 Tore – ein Hattrick in dreieinhalb Minuten krönt die unfassbare Torflut am Boxing Day

Link zum Artikel

01.03.1980: Everton trauert um Dixie Dean – die Klublegende war so gut, dass ihm ein hässiger Verteidiger einen Hoden zerstörte

Link zum Artikel

02.01.1998: Paul Gascoigne erhält Morddrohungen, weil er einen Flötenspieler imitiert

Link zum Artikel

23.12.2006: Paul Scholes zimmert das Leder mit einer Volley-Rakete unter die Latte – und Ferguson fordert danach eine Entschuldigung von Mourinho

Link zum Artikel

14.10.2006: Petr Cech bangt nach einem üblen Zusammenprall um sein Leben und wird danach nie mehr ohne Helm im Tor stehen

Link zum Artikel

13.05.2012: Zu früh gefreut! City schnappt United den Titel im grössten Herzschlag-Finale der englischen Geschichte weg

Link zum Artikel

23.08.2003: Nach dem Traumtor von Blackpools Neil Danns jubelt der Schiedsrichter kräftig mit – oder etwa doch nicht?

Link zum Artikel

25.11.1964: Dank Bill Shanklys Geistesblitz wird aus dem FC Liverpool ein für alle Mal die Reds

Link zum Artikel

28.04.1923: Ein weisses Pferd (das gar nicht weiss war) rettet die chaotische Wembley-Eröffnung – und ist dann angeblich auch noch Schuld am Resultat

Link zum Artikel

04.02.1997: Goalie Peter Schmeichel erzielt ein Fallrückzieher-Tor – aber es endet im Drama

Link zum Artikel

01.01.2007: Schöner als beim Neujahrsspringen fliegen sie nur noch in der Premier League

Link zum Artikel

05.05.1956: «Traut the Kraut» spielt den FA-Cup-Final trotz Genickbruch zu Ende und wird vom Kriegsgefangenen zum besten City-Torhüter aller Zeiten

Link zum Artikel

28.09.2004: «Der Messias kam nach Manchester» – Wayne Rooney skort in seinem ersten Spiel für die United gleich einen Hattrick

Link zum Artikel

16.03.2002: Ein Knochenbrecher-Foul macht aus einem fast gewöhnlichen Fussballspiel die «Battle of Bramall Lane» 

Link zum Artikel

21.04.2001: Die späte Rache des Roy Keane – «Schitzo» begeht das böswilligste Foul der Fussball-Geschichte

Link zum Artikel

22.04.2006: Newcastle-Legende Alan Shearer muss abtreten – ausgerechnet wegen Erzrivale Sunderland

Link zum Artikel

22.12.2007: Arsenal-Bad-Boy Nicklas Bendtner schiesst 1,8 Sekunden nach seiner Einwechslung das schnellste Joker-Tor aller Zeiten

Link zum Artikel

23.03.2009: José «The Special One» Mourinho wird Doktor – und überrascht mit seiner Dankesrede die Fussballwelt

Link zum Artikel

Das berühmteste Mannschaftsfoto der Welt oder der Tag, an dem die Geschichte des Mannes mit den grössten Eiern beginnt

Link zum Artikel

Singen statt streiten – wie dieses magische Lied ein ganzes Stadion vereinte

Link zum Artikel

Als der «Prinz des Dribblings» den allerersten Cupwettbewerb entschied 

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

«Es ist absurd» – der Chef erklärt, was er vom Feminismus hält

Link zum Artikel

Vorsicht, jetzt kommt die Wohnmobil-Rezession!

Link zum Artikel

Du bist ein Schwing-Banause? Wir klären dich rechtzeitig fürs Eidgenössische auf

Link zum Artikel

Zug steckt während 3 Stunden zwischen Grenchen und Biel fest – Passagiere wurden evakuiert

Link zum Artikel

Apples Update-Schlamassel – gefährliche iOS-Lücke steht zurzeit wieder offen

Link zum Artikel

So viel verdient dein Lehrer – der grosse Schweizer Lohnreport 2019

Link zum Artikel

Prügelt Trump die amerikanische Wirtschaft in eine Rezession?

Link zum Artikel

Schweizer Firmen wollen keine Raucher einstellen – weil sie (angeblich) stinken

Link zum Artikel

Liam und Emma sind die beliebtesten Namen der Schweiz – wie sieht es in deinem Kanton aus?

Link zum Artikel

AfD-Politikerin Alice Weidel ist heimlich wieder in die Schweiz gezogen

Link zum Artikel

Mein Horror-Erlebnis im Militär – und was ich daraus lernte

Link zum Artikel

2 mal 3 macht 4! – Das wurde aus den Darstellern von «Pippi Langstrumpf»

Link zum Artikel

Greta Thunberg wollte Panik säen, erntet nun aber Wut

Link zum Artikel

Pasta mit Tomatensauce? OK, wir müssen kurz reden.

Link zum Artikel

«Es war die Hölle» – dieser Schweizer war am ersten Woodstock dabei

Link zum Artikel

Oppos Reno 5G ist ein spektakuläres Smartphone – das seiner Zeit voraus ist

Link zum Artikel

MEI, Minarett und Güsel: Das musst du zum Polit-Röstigraben wissen

Link zum Artikel

Ich hab die 3 neuen Huawei-Handys 2 Monate im Alltag getestet – es gab einen klaren Sieger

Link zum Artikel

Keine Hoffnung auf Überlebende nach Unwetter im Wallis ++ Gesperrte Pässe in Graubünden

Link zum Artikel

Immer wieder Djokovic – oder Federers Kampf gegen die Dämonen der Vergangenheit

Link zum Artikel

QDH: Huber ist in den Ferien. Wir haben ihn vorher noch ein bisschen gequält

Link zum Artikel

YB-Fan lehnt sich im Extrazug aus dem Fenster – und wird von Schild getroffen

Link zum Artikel

10 Tweets, die zeigen, dass in Grönland gerade etwas komplett schief läuft

Link zum Artikel

Wahlvorschau: Die Zentralschweiz ist diesmal nicht nur für Rot-Grün ein hartes Pflaster

Link zum Artikel

Sogar Taschenrechner verwirrt: Dieses Mathe-Rätsel macht gerade alle verrückt

Link zum Artikel

Die bizarre Geschichte der Skinwalker-Ranch, Teil 4: Die Zweifel des Insiders

Link zum Artikel

Uli, der Unsportliche – warum GC-Trainer Forte in Aarau unten durch ist

Link zum Artikel

Die Bloggerin, die 22 Holocaust-Opfer erfand, ist tot, ihre Fantasie war grenzenlos

Link zum Artikel

Google enthüllt sechs Sicherheitslücken in iOS – das solltest du wissen

Link zum Artikel

Der neue Tarantino? Ist Mist. Aber vielleicht seht ihr das ganz anders

Link zum Artikel

Wohin ist denn eigentlich die Hitzewelle verschwunden? Nun, die Antwort ist beunruhigend

Link zum Artikel

Gewalt und Krankheiten – die Bewohner der ersten Steinzeit-Stadt lebten gefährlich

Link zum Artikel

Ab heute lebt die Welt auf Ökopump – und diese Länder sind die grössten Umweltsünder

Link zum Artikel

ARD-Moderatorin lästert über «Fortnite»-Spieler und erntet Shitstorm – nun wehrt sie sich

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

4
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
4Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • tr3 15.06.2019 23:13
    Highlight Highlight Bis heute mein absolutes Lieblingstor aller Zeiten. Ja, sogar besser als Zidane gegen Leverkusen.
  • LAZIO1900 15.06.2019 15:43
    Highlight Highlight Gazza the king.. Hat sich in Rom in einer Saison unsterblich gemacht.. Cheers!
  • Nelson Muntz 15.06.2019 10:02
    Highlight Highlight
    Benutzer Bildabspielen
  • Jol Bear 15.06.2019 10:00
    Highlight Highlight Einer, der sämtliche Klischees und Vorurteile über englische Fussballer bestätigte, mit zwei Ausnahmen: seine balltechnischen Fähigkeiten und seine Kreativität im Spiel waren vom Niveau her Weltklasse.

St.Paulis Tier im Tor «geht einer ab», wenn er in der 1. Liga Bälle halten kann

18. August 1995: Klaus Thomforde liefert eines der berühmtesten Zitate der Bundesliga-Geschichte. Der Goalie des FC St.Pauli strahlt nach dem zweiten Saisonspiel in die Kamera und meint: «Es ist ja auch geil, in der 1. Liga die Bälle zu halten. Da geht mir einer ab!»

Ganz neu ist die 1. Bundesliga für den FC St.Pauli nicht, als er im Sommer 1995 aufsteigt. Es ist schon das dritte Gastspiel der Hamburger in der obersten Spielklasse. Auch Klaus Thomforde kennt die Beletage des deutschen Fussballs – aber erst von der Ersatzbank aus, denn lange standen ihm Kontrahenten vor der Sonne.

1995 jedoch ist er die Nummer 1 am Kiez. Und er wird im deutschsprachigen Raum berühmt, weil er – nun ja – ziemlich durchgeknallt wirkt. Wenn man so will, ist er der Vorgänger …

Artikel lesen
Link zum Artikel