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Obama macht Witze: Seine besten Sprüche vom Korrespondenten-Dinner

Mr. President, Sie belieben zu scherzen! Beim White House Korrespondenten-Dinner wird traditionell gelästert. Barack Obama macht sich diesmal über die Republikaner, Hillary Clinton und sich selbst lustig. Hier sind seine besten Witze.

Sebastian Fischer, Washington



Ein Artikel von

Spiegel Online

Über Chef-Republikaner John Boehner (der Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu hinter Obamas Rücken zu einer Rede vor dem Kongress eingeladen hatte):

U.S. Speaker of the House John Boehner (R-OH) holds a news conference on Capitol Hill in Washington April 23, 2015. REUTERS/Gary Cameron

Bild: GARY CAMERON/REUTERS

«Es ist ja kein Wunder, dass die Leute darüber reden, wie sehr meine Jahre im Weissen Haus mich haben altern lassen: Ich sehe so alt aus, dass John Boehner schon Netanyahu eingeladen hat, auf meiner Beerdigung zu sprechen.»

Über die frühere Tea-Party-Präsidentschaftsbewerberin und Fundamentalchristin Michele Bachmann (die als Folge von Obamas Politik die Rückkehr Jesu schon in ganz naher Zukunft erwartet):

FILE - In this March 16, 2013 file photo, Rep. Michelle Bachmann, R- Minn., speaks at the 40th annual Conservative Political Action Conference in National Harbor, Md.  An audacious conservative with a telling Minnesota twang, Rep. Michele Bachmann stood out from the moment she entered in Congress in 2006. The Republican is now ending a turbulent career marked by fights with the left and her own party, as well as a fast-rising and then fast-fading presidential campaign.    (AP Photo/Carolyn Kaster)

Bild: Carolyn Kaster/AP/KEYSTONE

«Michele Bachmann hat tatsächlich vorausgesagt, dass mit mir das biblische Ende aller Tage kommen würde. Also das ist mal ein Erbe! Weder Lincoln noch Washington haben das geschafft.»

Über Präsidentschaftsanwärterin Hillary Clinton (die gerade einen demütigen Wahlkampfauftakt per Roadtrip hingelegt hat): 

Hillary Clinton reacts to applause from the crowd before speaking during the sixth annual Women in the World Summit, Thursday, April 23, 2015, in New York. (AP Photo/Julie Jacobson)

Bild: Julie Jacobson/AP/KEYSTONE

«Für viele ist dies eine Zeit der Unsicherheit. Ich habe eine Freundin, die noch vor ein paar Wochen viele Millionen Dollar pro Jahr verdiente. Und jetzt lebt sie in einem Van in Iowa.»

Über das kommende Präsidentschaftsrennen (in das die superreichen Industriellen Charles und David Koch auf republikanischer Seite mit knapp einer Milliarde Dollar eingreifen wollen): 

FILE - In this Aug. 30, 2013 file photo, David Koch speaks in Orlando, Fla. Florida Sen. Marco Rubio seems to be moving toward a bid for the Republicans' presidential nomination, and late Sunday he joins Sens. Ted Cruz of Texas and Rand Paul of Kentucky for an audience with the conservative billionaire Koch brothers. (AP Photo/Phelan M. Ebenhack, File)

Bild: AP/FR121174 AP

«Ich bin so gespannt, wen sich die Koch-Brüder aussuchen: Marco Rubio? Rand Paul? Ted Cruz? Jeb Bush? Scott Walker? Wer von denen wird letztlich die rote Rose bekommen? Der Gewinner bekommt eine Milliarde Dollar für den Wahlkampf. Ist das nicht ein bisschen übertrieben? Die Koch-Brüder denken, sie müssen eine Milliarde Dollar ausgeben, damit überhaupt jemand diese Kandidaten mag? Okay, ich habe auch immer sehr viel Geld zur Verfügung gehabt, aber bei allem Respekt: Mein Mittelname ist Hussein! Was ist deren Grund?»

Schliesslich holt sich Obama einen «Übersetzer seiner Wut» auf die Bühne, Keegan-Michael Key vom TV-Sender Comedy Central, der fortan pseudo-freundliche Sätze des Präsidenten paraphrasierte. Zum Beispiel diesen:

Obama: «Wir können auf die Medien zählen, dass sie die wichtigsten Fragen unserer Tage beleuchten.» Key: «Und wir können auf Foxnews zählen, dass sie alte, weisse Leute mit irgendwelchem Blödsinn verängstigen.»

Beim Thema Klimaschutz drehte Obama den Spiess allerdings um und simulierte einen Wutausbruch. Anlass ist Republikaner-Senator Jim Inhofe, der vor Kurzem einen Schneeball mit ins Plenum brachte, um zu beweisen, dass es gar keinen Klimawandel gebe.

Obama: «Jeder seriöse Wissenschaftler sagt, dass wir etwas tun müssen. Das Pentagon sagt, der Klimawandel ist eine Bedrohung unserer nationalen Sicherheit. Und wir haben Mandatsträger, die Schneebälle im Senat werfen? Das ist doch verrückt! Was für eine dumme, unverantwortliche, sch....» Key: «Hey, hey, bei allem Respekt, Sir. Sie brauchen keinen Wutübersetzer, Sie brauchen psychologische Beratung!»

Cecily Strong, Spassmacherin aus Saturday Night Live, schaltete nach dem Präsidenten noch einmal einen Gang hoch:

«Ich will nicht zu hart mit dem Secret Service ins Gericht gehen. Das sind immerhin die einzigen Polizisten, die Probleme bekämen, wenn ein schwarzer Mann erschossen würde», sagte sie in Anlehnung an die Pannen des präsidialen Sicherheitsservice und die grassierende Polizeigewalt gegen Schwarze.

Es folgte eine Kollegenschelte zum Thema alternde Zuschauer bei Foxnews («Foxnews hat zuletzt ziemlich viele Zuschauer verloren, mögen sie in Frieden ruhen.») und endete mit einem Schwur, den Strong den Journalisten abnahm: «Ich gelobe feierlich, dass ich nicht über Hillarys äusserliches Erscheinungsbild sprechen werde. Weil das nichts mit Journalismus zu tun hat.»

Obamas ganzer Auftritt

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video: youtube/cbsn

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