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US-Drogenfahnder liessen sich von Kartellen Sexpartys bezahlen: Jetzt zieht die Chefin die Konsequenzen



Nach dem Skandal um Orgien von Beamten mit von Drogenkartellen bezahlten Prostituierten tritt die Leiterin der US-Drogenbekämpfungsbehörde zurück. Michele Leonhart gebe ihren Chefposten bei der DEA Mitte Mai ab, teilte US-Justizminister Eric Holder am Dienstag mit.

Der Minister würdigte in Washington die Verdienste Leonharts, die die Behörde seit 2007 geleitet hatte. Als erste Frau auf dem Posten sei sie «eine Wegbereiterin für Gleichberechtigung und eine Inspiration für unzählige andere» gewesen.

DEA administrator Michele Leonhart testifies before the House Committee on Oversight and Government Reform in a hearing on sexual harassment and misconduct allegations at the DEA and FBI in Washington April 14, 2015. REUTERS/James Lawler Duggan

Michele Leonhart hat genug. Bild: JAMES LAWLER DUGGAN/REUTERS

Die DEA war unter Druck geraten, nachdem Ende März in einem Bericht des Justizministeriums enthüllt wurde, dass US-Drogenfahnder sich von Rauschgiftkartellen Sexpartys hatten bezahlen lassen. Sieben Beamte der Drogenbekämpfungsbehörde DEA gaben demnach ihre Teilnahme an den Partys zu. Sie wurden mit Disziplinarstrafen belegt. 

DEA-Agenten nahmen Geschenke an

Der Bericht macht keine genauen Angaben zum Ort, laut «Washington Post» fanden die Feiern in Kolumbien statt. Über Jahre hätten kolumbianische Drogenfahnder demnach für ihre US-Kollegen in deren Appartements Partys mit Prostituierten organisiert. 

Die DEA-Agenten hätten laut US-Justizministerium wissen müssen, dass die Prostituierten von den örtliche Kartellen bezahlt würden. Kolumbianische Polizisten sagten ausserdem aus, dass mindestens drei DEA-Agenten in Führungspositionen Geld, Geschenke und Waffen von Kartellmitgliedern erhalten hätten.

Holder schickte diesen Monat ein Memo an die 113'000 Mitarbeiter seines Ministeriums, in dem er an sie appellierte, nicht mit Prostituierten zu verkehren. (feb/sda/afp)

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