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IMAGE DISTRIBUTED FOR THE HUMANE SOCIETY OF THE UNITED STATES AND CHIMP HAVEN - In this image released on Monday, Aug. 25, 2014, Muffy and her 4-year-old daughter Diane share a moment in the La. sun. When she was first released into her new habitat, Diane hung back at the entrance---a bit wary. Muffy returned to wait alongside her until later in the afternoon, when they finally began exploring the forest. To this day, the two remain close. Since early 2013, 110 chimpanzees have been retired to Chimp Haven sanctuary in Keithville, La. from the New Iberia Research Center in Lafayette, La. That’s the largest group of government-owned chimps ever sent to sanctuary . To see more scenes of their retirement, visit humanesociety.org/chimpsanctuary. (Brandon Wade/AP Images for The Humane Society of the United States and Chimp Haven)

Diese beiden Schimpansen hören auf die Namen Muffy und Diane – sie sind Mutter und Tochter und leben in einem Schutzgebiet im US-Bundesstaat Louisana. Bild: Brandon Wade/AP

Vorstoss von Tierschützern

US-Gericht versagt Schimpansen Menschenrechte



Tierschützer sind vor einem US-Gericht mit dem Versuch gescheitert, Schimpansen dem Menschen in Teilen rechtlich gleichzustellen. Ein Gericht im Bundesstaat New York entschied am Donnerstag, dass der Rechtsbegriff der Person nicht auf die Primaten angewendet werden könne.

«Ein Schimpanse ist keine 'Person' im Sinne des Habeas Corpus Act», hiess es in der schriftlichen Urteilsbegründung der Richter in Albany. Der Habeas Corpus Act ist das Gesetz zum Schutz der persönlichen Freiheit.

Die Organisation The Nonhuman Rights Project wollte mit der Klage vor allem erreichen, dass ein nach ihrer Ansicht unter nicht artgerechten Bedingungen eingesperrter Schimpanse ("Tommy") freigelassen werden sollte.

Im Oktober trug sie ihre Argumente vor einem Berufungsgericht vor: Da Schimpansen dem Menschen in vielen Bereichen so ähnlich seien, müssten sie als juristische Personen anerkannt werden, argumentierte die Gruppe.

Attorney Steven Wise of the Nonhuman Rights Project argues on behalf of Tommy, a chimpanzee, before the New York Supreme Court Appellate Division on Wednesday, Oct. 8, 2014, in Albany, N.Y. The court will decide whether chimpanzees should be declared

Anwalt Steven Wise setzt sich vor dem Appellationsgericht des Bundesstaates New York für einen Schimpansen mit dem Namen Tommy ein – erfolglos. Bild: Mike Groll/AP/KEYSTONE

Die Richter urteilten nun jedoch, dass Schimpansen anders als Menschen weder rechtliche Verpflichtungen eingehen noch für ihre Taten rechtlich zur Rechenschaft gezogen werden könnten. Diese Unfähigkeit zu «jeglicher rechtlichen Verantwortlichkeit und zu gesellschaftlichen Pflichten» oder einer «Übernahme von Verantwortung» machen es unmöglich, den Tieren Rechte zuzusprechen, wie sie Menschen zustünden.

Als Reaktion auf das Urteil erklärten die Tierschützer, die Justiz habe erstmals über einen derartigen Fall verhandelt. Das Gericht habe ausser Acht gelassen, dass angesichts neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse auch das Recht Änderungen unterworfen sei. (trs/sda/afp)

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