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#ifshesaysno – Männer trainieren für Ablehnung durch Frauen

Video: watson/hanna dedial

#ifshesaysno – Misogyner Trend zeigt, wie Männer für weibliche Ablehnung trainieren

18.04.2026, 15:0618.04.2026, 15:06

Alana Anisio Rosa, 20, wies den Mann aus ihrem Fitnessstudio, der ihr immer wieder Blumen und Schokolade schickte, höflich zurück. Einen Monat später drang er in ihr Zuhause ein und stach mit einem Taschenmesser etwa 50-mal auf sie ein. Die junge Frau überlebte den Angriff nur knapp.

Zeitgleich kursiert ein Video-Trend in den sozialen Medien, bei dem Männer zeigen, wie sie physisch dafür trainieren, auf die Ablehnung einer Frau zu reagieren – mit Gewalt.

Unter dem Hashtag #ifshesaysno knien die Männer zunächst nieder, wie für einen Heiratsantrag. Dann simulieren sie Schläge, Messerstiche oder andere Formen von Gewalt gegen imaginäre Frauen, die ihre Avancen ablehnen.

Expertinnen und Experten warnen davor, dass solch frauenfeindlicher Content zu mehr Gewalt gegen Frauen führen könnte. (hde)

Anlaufstellen für Opfer von häuslicher Gewalt
Unter häuslicher Gewalt versteht man körperliche, psychische oder sexuelle Gewalt innerhalb einer Familie oder in einer aktuellen oder aufgelösten Paarbeziehung.
Betroffene können sich bei den kantonalen Opferhilfestellen melden, die auf der Website der Opferhilfe Schweiz zu finden sind. Die Beratung ist kostenlos, vertraulich und anonym. Sollten sich Frauen zu Hause nicht mehr sicher fühlen, finden sie in Frauenhäusern eine sichere Unterkunft. Weitere Unterstützung bietet das Frauen-Nottelefon. Betroffene Männer können sich an die Anlaufstelle Zwüschehalt oder an das Männerbüro Zürich wenden.
Bei Straftaten im Ausland können Schweizer Staatsangehörige die Helpline des EDA kontaktieren: +41 800 24 7 365.
Video: watson/hanna dedial

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94 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Steibocktschingg
18.04.2026 15:35registriert Januar 2018
Natürlich muss man dafür trainieren, mit Gewalt darauf zu reagieren, wäre ja zu viel verlangt, die mentale Stärke zu trainieren um eine Rückweisung zu verkraften und akzeptieren.

Es ist nämlich normal, dass man meistens zurückgewiesen wird und dahinter nichts Böses steht. Es gibt auch kein Recht auf eine Beziehung. Begreift man das nicht, so ist man halt einfach ein Loser, der nur mit Gewalt antworten kann.
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Jacob Crossfield
18.04.2026 16:17registriert Dezember 2014
Das ist eindeutig Aufruf zu Gewalt. Das ist einfach krank. Das müsste weltweit strafbar sein. Man kann das Medium sowie die Protagonisten zur Rechenschaft ziehen. Unverständlich dass dies nicht geschieht.
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Katerchen
18.04.2026 15:39registriert März 2023
Es ist eine wichtige Lektion fürs Leben zu lernen mit Zurückweisung umzugehen.
Gewalt ist keine Lösung!
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