Wirtschaft
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Banken in der Verantwortung – nun sollen auch sie grüner werden

Doris Kleck / ch media



ZUM ZUERCHER PARADEPLATZ, SYNONYM DES FINANZPLATZES SCHWEIZ, STELLEN WIR IHNEN HEUTE, DONNERSTAG, 24. NOVEMBER 2016, FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG --- Paradeplatz Square with the headquarter of Swiss banks UBS, centre, and Credit Suisse, right, and the tram stop Paradeplatz in the square's centre, in Zurich, Switzerland, on October 4, 2016. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Die grüne Welle schwappt auch hierüber: Das Herz des Schweizer Finanzplatzes, der Zürcher Paradeplatz. Bild: KEYSTONE

Es hätte der grösste Börsengang der Geschichte werden sollen. Die Saudis wollten fünf Prozent des staatlich kontrollierten Ölkonzerns Aramco an die Börsen bringen – und damit 100 Milliarden Dollar lösen. Das Interesse der Investoren hielt sich aber in Grenzen.

Nun wollen die Saudis «nur» noch 25 Milliarden Dollar reinholen. Diese Geschichte wirft ein Schlaglicht auf den hiesigen Finanzplatz und seine Verantwortung beim Klimaschutz. Beim Börsengang von Aramco wollte die CS mitverdienen, obschon sie offiziell die Nachhaltigkeitsziele der UNO unterstützt. Sie rechnete mit einem Profit von 100 Millionen Dollar.

7 000 Milliarden Franken werden in der Schweiz verwaltet. Wo Banken, Versicherer oder Pensionskassen das Geld anlegen, etwa in fossilen oder erneuerbaren Energien, wirkt sich auf das Klima aus. Der Bundesrat will noch in diesem Jahr diskutieren, wie der Finanzplatz grüner werden soll. Die Palette der Instrumente ist gross. Von Nachhaltigkeitsstandards über Transparenzvorschriften, Steuerbefreiungen für grüne Investments bis hin zum Verbot von Investitionen in fossile Energien.

Verbote sind dabei sicher nicht der Weisheit letzter Schluss. Einerseits entwickeln die Investoren ohnehin ein Sensorium für die Risiken des Klimawandels. Andererseits können Banken auf Unternehmen Druck machen, um klimaverträglicher zu werden. Wie stark die Regulierung ausfallen wird, hängt auch vom Verhalten der Banken ab. Der Fall Aramco war für die CS also ein Flop. Geschäftlich – und politisch. (aargauerzeitung.ch)

Die CS-Chefs

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Analyse

Kommt nun die Finanzkrise? Bereits 17 Billionen Franken an den Börsen vernichtet

Die Zentralbanken fahren ihr schwerstes Geschütz auf. Trotzdem crashen die Finanzmärkte weltweit.

Rund um den Globus versuchen Staatsoberhäupter und Zentralbanker, die Menschen zu beruhigen mit dem Argument: Die aktuelle Krise sei eine Gesundheits- und keine Finanzkrise. Panik an den Börsen sei daher fehl am Platz. Sobald das Coranavirus verschwunden sei, würden auch die Kurse V-artig wieder in die Höhe schiessen.

Der Erfolg dieser Botschaft ist überschaubar. Nach einem Wochenende, welches das Leben der Menschen in grossen Teilen der Welt über Nacht auf den Kopf gestellt hat, herrscht an …

Artikel lesen
Link zum Artikel