Wirtschaft
Digital kompakt

Das Microsoft-Phänomen: Umsatz stagniert, Gewinn sinkt, Aktie steigt

Unter neuem Chef

Das Microsoft-Phänomen: Umsatz stagniert, Gewinn sinkt, Aktie steigt

24.04.2014, 22:5624.04.2014, 23:03
Microsoft-Konzernchef Nadella
Microsoft-Konzernchef NadellaBild: AP/AP

In seinem ersten Quartal an der Spitze von Microsoft muss sich der neue Konzernchef Satya Nadella mit einem gesunkenen Gewinn zufriedengeben. Im dritten Geschäftsquartal (Januar bis März) verdiente der Windows-Hersteller unterm Strich knapp 5,7 Milliarden Dollar und damit 7 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz stagnierte nahezu bei 20,4 Milliarden Dollar.

Nadella zeigte sich am Donnerstag aber zufrieden mit dem Abschneiden. «Wir machen gute Fortschritte bei unseren Angeboten für Verbraucher wie Bing und Office 365 Home. Und unsere Firmenkunden nehmen unsere Cloud-Lösungen an», erklärte er am Firmensitz in Redmond. Mit den Zahlen übertraf das Unternehmen auch die Erwartungen der Analysten. Die Aktie stieg nachbörslich um 2 Prozent. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
«Europa steht vor einer Schlüsselfrage»
Kehrt Europa zurück in ein Zeitalter, in dem sich kleine Staaten vor grösseren fürchten müssen? Das ist möglich, glaubt Gerald Knaus, Experte für internationale Politik. Im Interview sagt er, warum der Umgang Deutschlands mit der AfD entscheidend und die Schweiz ein Zeichen der Hoffnung ist.
Herr Knaus, Sie sorgen sich schon lange um die europäischen Demokratien. Die Schweizer Stimmbevölkerung hat am Sonntag Nein zur Neutralitäts-Initiative gesagt. Ist das eine gute Nachricht für Europa?
Gerald Knaus:
Ja. Im Grundsatz ging es bei der Abstimmung um eine für ganz Europa zentrale Frage: Ist man als kleine, reiche Demokratie sicherer, wenn man sich bei gewissen Themen mit anderen Demokratien zusammentut, die dieselben Werte teilen? Und kann man auf Neutralität setzen, wenn aggressive Mächte zurück zu einer Welt der Raubtiere ohne Regeln wollen? Alle Demokratien Europas stehen vor dieser Schlüsselfrage. Das Schweizer Volk hat anerkannt, dass Schweizer Souveränität, Wohlstand und Sicherheit direkt damit verbunden sind, was jenseits nationaler Grenzen im Rest Europas passiert.
Zur Story