Wirtschaft
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Das neue Verwaltungszentrum von Roche am Montag, aufgenommen am 6. Juni 2011 in der Industriezone von Rotkreuz im Kanton Zug. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Das neue Verwaltungszentrum von Roche in der Industriezone von Rotkreuz. Bild: KEYSTONE

Technische Panne

Bei Roche gingen 140'000 E-Mails verloren

Beim Pharmariesen Roche gingen offenbar 140'000 E-Mails verloren. Grund dafür ist eine technische Panne, wie der Konzern bestätigt. Bei den Mitarbeitern macht sich Unzufriedenheit breit.



Hat der Pharmariese Roche ein IT-Problem? watson liegen schriftliche Belege vor, die zeigen, dass beim Basler Pharmakonzern am 17. Januar 140'000 E-Mails verloren gingen. Gemäss Incident-Report «waren die blockierten E-Mails entweder von externen Sendern oder automatische E-Mails, die von Roche internen Business Applikationen/Systemen verschickt wurden».

Eine Sprecherin bestätigt den Verlust der E-Mails im Gespräch mit watson. Es handle sich um eine technische Unzulänglichkeit. Aus dem Report geht hervor, dass die IT-Abteilung alles daran gesetzt hat, die E-Mails wiederherzustellen. Ohne Erfolg: «Wir müssen (...) davon ausgehen, dass diese E-Mails verloren sind», heisst es im Report. Und weiter: Derzeit arbeite man daran, Sender und Empfänger der verlorenen E-Mails zu identifizieren.

Pleiten, Pech und Pannen

Im Jahr 2012 hatte die Konzernleitung von Roche beschlossen, auf globaler Ebene Google-Technologien einzuführen – Outlook wurde durch Google Mail abgelöst. Gemäss dem Schreiben, das watson vorliegt, «läuft für einen Grossteil der Mitarbeiter die gesamte Kommunikation (Mails, Kalender) über Google-Server in den USA». Zudem sei die Einführung von Google Docs geplant.

Der Wechsel auf Google-Technologien habe nichts mit der E-Mailpanne zu tun, betont eine Sprecherin des Konzerns. Ob sensible Daten verloren gegangen sind, will die Sprecherin nicht kommentieren.

Google sinkt in der Gunst

Offenbar begegnen die Roche-Mitarbeiter der Google-Software mit grossem Misstrauen. Das zeigt eine Roche-Benutzerumfrage zur IT. Sie zeigt eine sinkende Zufriedenheit auf. So waren nach anfänglich guten Rückmeldungen und einer Zufriedenheit bei 91 Prozent der Mitarbeiter letzten Dezember nur noch 75 Prozent zufrieden mit der Umstellung. Grund dafür sei die Implementierung von Google Mail und Kalender sowie die damit zusammenhängenden Applikationen wie WebEx.

Bei Google-Anwendungen wurde sogar eine Produktivitätseinbusse der Benutzer festgestellt, welche gemäss Umfrage «aktiv» angegangen wird. Ein Roche-Mitarbeiter schreibt in einem Brief: «Die meisten Mitarbeiter sind über die Pleiten-Pech-und-Pannen-Umstellung auf Google Mail alles andere als happy, weil das Programm schlicht und einfach für die professionelle Nutzung wesentlich schlechter ist als Outlook.»

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