Wirtschaft
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Eine Zukunft mit Schrecken?

Bauen wir eine Welt, die nicht mehr für Menschen gemacht ist?

Die Vulgarität und Brutalität des US-Wahlkampfes sind ein Zeichen dafür, dass wir vom technischen Fortschritt überfordert sind.



Donald Trump hat uns zuerst amüsiert, dann irritiert und jetzt macht er uns nur noch Angst. Wie ist es möglich, dass so viel Vulgarität und Brutalität, angereichert mit Dummheit und Lügen so viel Wirkung entfalten können? Warum ist die älteste Demokratie der Welt im Begriff, sich selbst zu demontieren?

Joseph Schumpeter und die Folgen

Eine überraschende, aber leider auch plausible Antwort auf diese Frage hat ein Risikokapital-Geber aus dem Silicon Valley dem «New York Times»-Kolumnisten Roger Cohen gegeben. Sie lautet: «Wir designen eine Welt, die nicht mehr zu den Menschen passt.»  

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Joseph Schumpeter hat den Begriff «schöpferische Zerstörung» geprägt.

Der Ökonom Joseph Schumpeter hat einst den Begriff «schöpferische Zerstörung» geprägt. Er verstand darunter das Phänomen, dass Neues nur dann entsteht, wenn Bewährtes untergeht. Für Schumpeter sind deshalb Unternehmer und Manager die Treiber des Fortschrittes, weil sie – angestachelt vom Wunsch nach Rendite – permanent alte Strukturen zerschlagen.  

Wir machen Dinge kaputt

Im Silicon Valley hat der Begriff «schöpferische Zerstörung» inzwischen eine Dimension erhalten, die das bisher Gültige weit in den Schatten stellt. «We break stuff» (Wir machen Dinge kaputt), lautet etwa das Motto bei Facebook. Das ist positiv gemeint, genauso wie der Begriff «Disruption», der Schumpeters «schöpferische Zerstörung» ersetzt hat.

Selbst gelenkte Autos, Drohnen und sprechende Smartphones sind fast über Nacht entstanden und bedrohen nun Bewährtes. Jobs werden nicht mehr in Schwellenländer ausgelagert, sondern von Maschinen erledigt. Die Ökonomen rechnen uns vor, wie viele Arbeitsplätze wann verloren gehen. Derweil schwärmen die Wissenschaftler von einer künstlichen Superintelligenz, welche die menschliche bald um ein Vielfaches übertreffen wird.  

POMONA, CA - JUNE 06:  Team Tartan Rescue's CHIMP (CMU Highly Intelligent Mobile Platform) robot competes in the Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA) Robotics Challenge at the Fairplex June 6, 2015 in Pomona, California. Built by Carnegie Mellon University-NREC, CHIMP took home a third prize check for $500,000. Organized by DARPA, the Pentagon's science research group, 24 teams from aorund the world are competing for $3.5 million in prize money that will be awarded to the robots that best respond to natural and man-made disasters.  (Photo by Chip Somodevilla/Getty Images)

Ein Roboter für die Militärs. Bild: Getty Images North America

All dies ist rasend schnell geschehen – das iPhone ist noch nicht einmal zehn Jahre alt – und wird von einem gewaltigen Medienrummel begleitet. Jedes Lokalradio macht inzwischen Spezialsendungen zur Digitalisierung. Wer kann da von sich noch behaupten, er hätte noch den Überblick? Schon Dreissigjährige haben Angst, von Zwanzigjährigen verdrängt zu werden.

Macht uns der Fortschritt wieder zu Sklaven?

Der technische Fortschritt hat unser Leben gewaltig verbessert. Wie der US-Wirtschaftshistoriker Robert Gordon in seinem Buch «The Rise and Fall of American Growth» bestechend nachgewiesen hat, haben heute fast alle Menschen in den entwickelten Ländern dank Erfindung wie Strom, Verbrennungsanlagen und sanitären Anlagen ein humanes Leben. Zuvor war dies das Privileg eine schmalen Elite gewesen.

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Jetzt droht die Gefahr, dass der technische Fortschritt die Menschen wieder zu Sklaven macht. Der bekannte Ökonom Taylor Cowen beispielsweise spricht bereits von einer künftigen Welt, in der die grosse Mehrheit der Menschen wieder ein Leben führen wie im alten Rom. Sie haben keine regelmässige Arbeit, ernähren sich von Junk Food und unterhalten sich mit stumpfsinnigen Video-Games.  

Wir brauchen eine neue Wirtschaftsordnung

Zusammen mit Oliver Fiechter habe ich kürzlich ein Buch mit den Titel «Der Aufstieg der digitalen Stammesgesellschaft» veröffentlicht. Darin vertreten wir die These, wonach wir den technischen Fortschritt brauchen, um Probleme wie Klimaerwärmung und wachsende Ungleichheit in den Griff zu bekommen. Das kann jedoch nur dann gelingen, wenn sich die Digitalisierung mit einer neuen Wirtschaftsform verbindet, die nicht mehr von der Jagd nach Rendite, sondern vom Tausch geprägt ist.  

Was wir jedoch derzeit erleben ist, dass sich der technische Fortschritt mit einer Wirtschaftsordnung paart, die zwar den Mangel beseitigt hat, aber den Überfluss nicht managen kann. Unter den bestehenden Verhältnissen des Renditezwangs wird Schumpeters «schöpferische Zerstörung» zu einer gedopten Disruption, in der Dinge sinnlos zerstört werden.  

Supporters of Republican U.S. presidential nominee Donald Trump reacts at a campaign rally in Panama City, Florida, U.S., October 11, 2016.   REUTERS/Mike Segar

Donald Trump, Vorbote einer neuen Techno-Diktatur?  Bild: MIKE SEGAR/REUTERS

Das hat politische Konsequenzen. Eine solche Wirtschaftsordnung lässt sich langfristig nicht mehr mit einer Demokratie verbinden. Es entsteht eine Welt, die tatsächlich nicht mehr für Menschen gemacht ist. So gesehen sind die Vulgarität und Dummheit eines Donald Trump erst harmlose Vorboten.

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    Alle Leser-Kommentare
  • rodolofo 13.10.2016 22:51
    Highlight Highlight Die Kriegs-Logik kennt nur Freunde, Feinde und Fronten.
    Und so versucht der Krieger, seine Feinde zu vernichten, bevor diese ihn vernichten.
    Die Spirale der Gewalt dreht sich immer schneller.
    Immer furchtbarere Waffen und Gifte werden eingesetzt in den Kriegen der Krieger.
    Am Kulminationspunkt der Teufelskreise kommt es zur Apokalypse...
    Die Menschen müssen wieder zurückfinden zu den Zeiten, als sie Teil der Natur waren und nicht Möchtegern-Herrscher! Ein anderes Wort für "Natur", wäre "Gott".
    Wir können nur überleben, wenn wir MIT der Natur gehen!
    GEGEN die Natur würden wir immer verlieren.
  • rodolofo 13.10.2016 22:42
    Highlight Highlight Ich sehe Lösungsansätze in der Entwicklung von sich selber steuernden Systemen.
    Zum Beispiel regelt das Verkehrsaufkommen selber die Verkehrsampeln. So entfällt die Notwendigkeit einer zentralen Steuerung.
    Die Natur ist ein riesiges, sich selber steuerndes System.
    Weil die Menschen sehr viel Raum und Ressourcen dieses Systems besetzen und beanspruchen, nimmt auch der Druck durch andere Lebensformen zu, uns wieder "zurechtzustutzen". Mit unserer Schlauheit gelingt es uns diesem Gegendruck standzuhalten. Aber wir werden im Verlaufe unseres Abwehrkampfes gegen die Natur-Regulierung zu Kriegern.
  • redeye70 13.10.2016 21:54
    Highlight Highlight Irgendwie enttäuscht mich der Artikel. Ein extrem interessantes Thema aber mehr als eine Aufzählung mit nicht näher erklärten Schlussfolgerungen wurde leider nicht daraus. Aber vielleicht ist es auch darum so, weil die Zukunft selten so diffus und nebulös war wie heute. Prophezeiungen von revolutionärer Technik paaren sich mit düsteren Voraussagungen von zur Neige gehenden Rohstoffen und dramatischen Klimaveränderungen.
  • El Vals del Obrero 13.10.2016 19:29
    Highlight Highlight Eigentlich sollte die Technik das Leben erleichtern und keine Bedrohung sein. In der Nachkriegszeit wurde mal die Samstagsarbeit abgeschafft wurde und es gab immer mehr Ferien und kürzere Arbeitszeiten. Das reduzierte auch den Einfluss der Technik auf die Beschäftigungslage und fast alle profitierten davon.

    Mit Thatcher und Reagan begann diese Zeit zu enden und 1989 gab ihr den Rest.

    Wir kennen diese Phase nur noch durch Erzählungen der Eltern und Grosseltern.

    Das Problem ist nicht unbedingt die Technik als solches, sondern die Frage, wie der "Profit" der Technologisierung verteilt wird.
    • flohehe 14.10.2016 07:47
      Highlight Highlight Genau so sehe ich es auch. Meine Worte!
  • dracului 13.10.2016 18:32
    Highlight Highlight Die Digitalisierung ist heute wie ein reifer Apfel, der nur darauf wartet geerntet zu werden. Die Geschichte zeigt, dass wir alles mit einer kindlichen oder wissenschaftlichen Naivität einführen und erst später nachdenken. Zudem wird jede Technik als Machtinstrument genutzt und es kommt deshalb eine Phase, wenn Roboter die unbemannten Drohnen vervollständigen in der Kriegsführung. Leider könnte diese neue "Revolution" tatsächlich dem Menschen das Leben kosten und nur noch Roboter übrig lassen. Mal sehen, welche Wirtschaftsordnung sie dann umsetzen werden?
  • guby 13.10.2016 17:56
    Highlight Highlight Der Beschrieb der zukünftigen Gesellschaft erinnert mich ein wenig an Idiocracy...
  • Zeit_Genosse 13.10.2016 17:30
    Highlight Highlight Der in die Jahre gekommene Schumpeter wird wieder modern, weil er sagte, dass eine Veränderung leichter auf einer Zerstörung aufbaut, als dass man ein bestehendes System modelieren kann. Doch ob wir vor einer Revolution oder Evolution stehen ist nicht klar. Das Internet und die Connectivity sind Treiber neuer Formen und verändern unser gewohntes Handeln. In Zukunft sind es nicht mehr die Staaten, sondern die geschaffenen Infrastrukturen, die Macht bedeuten. Parag Khanna hat da interessante Inputs dazu: http://www.srf.ch/sendungen/sternstunde-philosophie/parag-khanna-eine-welt-ohne-grenzen
  • Denverclan 13.10.2016 16:06
    Highlight Highlight Alles im Griff auf dem sinkenden Schiff! Die Komplexität des Lebens auf diesem Planeten lässt gar nichts anderes zu als den Sturz in den Abgrund. Jeglicher Versuch einer Erklärung und Bereinigung ist zum Scheitern verurteilt. Der Kollisionskurs stimmt genau! Schlimm? Nein, der Mensch ist so ziemlich das Unnötigste was es im Universum braucht. Geldgierig, Machthungrig und deshalb auch dumm. Kein Besuch an einer Universität kann daran was ändern! Wir sehen das Wesentliche und Wichtige nicht, Gier macht blind. Unsere Spezies ist zum Aussterben verdammt wenn nicht noch ein Wunder geschieht.
    • rodolofo 14.10.2016 08:41
      Highlight Highlight Nihilist!
  • ostpol76 13.10.2016 15:46
    Highlight Highlight "Eine solche Wirtschaftsordnung lässt sich langfristig nicht mehr mit einer Demokratie verbinden."

    Herr Löpfe mir fehlt der Zusammenhang.

    Da kann ich nur entgegnen:
    Der Terminator wirds schon richten...

  • selfrabia 13.10.2016 14:37
    Highlight Highlight Dieser Artikel spricht wichtige Fragen an, die man sich im heutigen Zeitalter stellen muss. Ich sehe ein, dass die Technologisierung uns vor Probleme stellt bzw. stellen wird, obschon sie auch viele löst und gelöst hat.

    Doch: Was hat das ganze bitte direkt mit Donald Trump zu tun? Er ist nur die Verkörperung von Problemen, mit denen wir auch zu kämpfen haben. Eine wirkliche Korrelation mit der schöpferischen Zerstörung der Digitalisierung sehe ich da aber nicht...
    • meerblau 13.10.2016 16:28
      Highlight Highlight Ich habe es so verstanden, dass der Erfolg Trumps die Verlierer dieser technologischen Entwicklung abbildet. Die Digitalisierung überfordert und generiert gerade an den Bruchstellen neue Bevölkerungsschichten oder wälzt bestehende Ordnungen um. Dabei stehen längst nicht alle auf der Gewinnerseite, insbesondere deswegen, weil die Veränderungen nicht von allen gewollt sind und somit als ein von aussen aufgedrücktes, zerstörendes Prinzip verstanden werden.
    • Kyle C. 13.10.2016 16:29
      Highlight Highlight selfrabia, denkst du, dass ein Donald Trump wegen seines politischen Geschicks dort steht wo er jetzt steht? Er ist doch ein perfektes Exempel derer, die sich die bisherige, kapitalistische Wirtschaftsordnung zunutze gemacht haben!

      Die Digitalisierung an sich ist noch nicht die Lösung. Sie ist aber ein Instrument, die diese Trump-gebärende Wirtschaftsordnung ins Wanken bringen könnte. Allerdings ohne Garantie, dass daraus nicht auch andere, u.U. noch schlimmere Machtinstanzen und -individuen hervorgehen.
    • Philipp Löpfe 13.10.2016 21:47
      Highlight Highlight meerblau hat es auf den Punkt gebracht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Denk nach 13.10.2016 13:59
    Highlight Highlight Lustiger Artikel der sich mir aber bei der Schlussfolgerungen nicht erschliesst:

    Eine solche Wirtschaftsordnung lässt sich langfristig nicht mehr mit einer Demokratie verbinden. Es entsteht eine Welt, die tatsächlich nicht mehr für Menschen gemacht ist. So gesehen sind die Vulgarität und Dummheit eines Donald Trump erst harmlose Vorboten.

    Wie hängt das zusammen? Wieso passt die Demokratie nicht zur Wirtschaftsordnung? Eine Argumentation wie in einer Hüpfburg... Sieht cool aus, hat aber keinen Zusammenhang.

    Die Demokratie kann nämlich jede Wirtschaftsordnung regeln! Es braucht nur Willen!
    • Kyle C. 13.10.2016 16:37
      Highlight Highlight Denk nach: Was, wenn der Wille aber durch die herrschende Wirtschaftsordnung gelenkt wird? Wir fügen uns doch täglich dem kapitalistischen Diktat dieser Ordnung. Die Optionen, aus dieser Ordnung auszubrechen sind beschränkt. Insbesondere darum, weil wir verlernt haben ob wir von der menschlichen Natur oder vom System gelenkt werden. Der Wille ist da, aber er ist ein weitgehend ein Fake.

      Die Demokratie als theoretisches Konstrukt mag ja gut sein. Aber wenn sich die Herrschaftsverhältnisse innerhalb dieses Konstrukts zu sehr verlagern, hat auch dieses System im Grunde genommen versagt.
    • Denk nach 14.10.2016 10:25
      Highlight Highlight Meines Erachtens kann nicht das System versagen sondern nur der Mensch, das Volk. Wenn wir zu müde werden um kritisch zu denken und zu handeln und vorallem unsere Kinder zu erziehen ebenfalls kritisch zu denken, dann ja dann erhalten wir Dank der Demokratie die Lebensumstände die wir verdienen.

      Letztendlich ist nur die Natur des Menschen schuld, dass wir landen wo wir sind.

      Gefüllte Bäuche und ein Dach über dem Kopf reichen, damit wir in eine untätige Lethargie fallen.
  • Evan 13.10.2016 13:41
    Highlight Highlight Schade, wird es in der Schweiz zu meinen Lebzeiten kein bedingungsloses Grundeinkommen geben...
    • rodolofo 14.10.2016 08:55
      Highlight Highlight Ja, ich glaube, dass diejenigen, welche Geld geben, immer auch Bedingungen daran knüpfen werden:
      "Ich gebe Dir so und so viel, erwarte aber, dass Du dieses und jenes für mich erledigst."
      Wenn wir eine solche Realität nicht akzeptieren können, müssen wir das Geld entweder -illegal- stehlen, oder -gesetzlich legal- umverteilen und/oder -revolutionär- enteignen.
      Das aber wird den Geldsäcken (Bürgerliche Geschäftsleute und Adelige Erben) nicht gefallen, weshalb sie einen Polizeischutz für Privateigentum organisieren, den sie aus ihren eigenen Geldsäcken heraus, oder via Steuer-Eintreibung bezahlen
  • trxr 13.10.2016 13:06
    Highlight Highlight sorry wenn ich mich irre, aber waren es nicht die Franzosen, die die Demokratie als erstes einführten?
    • Philipp Löpfe 13.10.2016 16:24
      Highlight Highlight Du irrst. Die USA sind die älteste Demokratie. Die Schweiz hat ihre Bundesverfassung von den Amis abgekupfert.
    • meerblau 13.10.2016 16:30
      Highlight Highlight Stichwort attische Demokratie oder auch Thing. :)
    • Picker 13.10.2016 17:15
      Highlight Highlight Das kommt auf die Definition an: Wie definiert man "Demokratie"? Ist mit "älteste" durchgehend demokratisch ohne Unterbruch oder geschichtlich am ältesten gemeint?

      Daher nein, Herr Löpfe, so formuliert muss ich Ihnen leider widersprechen.

      Ohne Demokratie genauer zu definieren, wäre es am ehesten noch Island. Am ältesten mit Unterbrüchen (osmanisches Reich etc.) wäre es Griechenland.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Denverclan 13.10.2016 12:42
    Highlight Highlight Wenige Menschen nehmen das Lebensheft selbst in die Hand. Die Meisten lassen sich passiv führen und akzeptieren jeden Scheiss der von "oben" kommt. Das Ende ist abzusehen......der Mensch geht vor die Hunde, mit oder ohne Geld, das Einzige was die Mehrheit verbindet ist die Passivität und das Desinteresse am Ablauf des Lebens.
  • road¦runner 13.10.2016 12:30
    Highlight Highlight USA = Demokratie? You made my day :-D
    Auf dem Papier mag dies ja stimmen, genau so wie wir unbescholtenen Schweizer"neutral" sein sollen...
  • The Destiny // Team Telegram 13.10.2016 11:46
    Highlight Highlight Was ist das für ein abartig grosser Werbeblock!? Ist ja fast schon wie auf irgendeinem Dieser Trend Blogs am Schluss.

    On-topic: Es gibt da einen guten wissenschaftlichen-philosophischen Text, ich versuche den mal als Link aufzutreiben.
    Benutzer Bild
  • Maranothar 13.10.2016 11:36
    Highlight Highlight Ich kann leider nicht zustimmen dass der Mangel ansich beseitigt ist, da alles viel zu ungleich verteilt ist. Weder mit der aktuellen Wirtschaftsform noch mit der herrschenden Gesellschaftsform kommen wir noch auf einen grünen Zweig. Solange wir uns künstlich in Rassen aufteilen nur auf Profit aus sind und an Staaten festhalten wollen, vernichten wir uns wahrscheinlich eher selbst, als das wir uns nachhaltig weiterentwickeln.

    Der technologische Fortschritt ist eine Chance, wenn wir unsere Gesellschaft endlich umbauen.
    https://www.thevenusproject.com/
    • oettam 13.10.2016 12:27
      Highlight Highlight Amen 🖒
    • Maett 13.10.2016 12:55
      Highlight Highlight @Maranothar: tja, Projekte wie das Venusprojekt blenden leider biologische Gegebenheiten aus.

      Jedes Säugetier schafft und verteidigt eigene Reviere, in denen es sich mit ähnlichen Säugern (da bekannt) umgibt - das schafft Sicherheit.

      Man sieht es heute bereits sehr gut, "Multi-Kulti" funktioniert nur, wenn es den Leuten überdurchschnittlich gut geht, sobald das nicht mehr der Fall ist, teilen sich die Menschen auf und führen zum Teil auch Revierkämpfe. Wer nicht verteidigt, geht unter. Z.B. in den USA ist das gut zu beobachten.

      Die Schiere Masse an Menschen ist das Problem, nichts weiter.
    • Maranothar 14.10.2016 08:08
      Highlight Highlight @Maett
      Das Ziel ist ja, dass es allen gut geht. Aber ich stimme zu dass die Masse ein Problem ist. Doch wie lösen wir das? Besiedlung anderer Planeten ist eine Lösungmöglichkeit, doch noch fehlt uns die Technologie dafür und selbst wenn müssten wir durch die Uneinigkeit jede Gruppe gesondert ansiedeln.

      @Sa set
      Das Projekt soweit ich das Beurteilen kann ziemlich seriös wie die Verleihung des City Design Awards der UN zeigt.
      Leider konnte ich die Testsiedlung in Florida noch nicht besuchen.

      Das Video "The Choice is ours" lohnt sich besonders für Intressierte.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Der grüne Diktator 13.10.2016 11:19
    Highlight Highlight Ich fände es toll wenn mir eine Maschine die Arbeit wegnehmen würde damit ich meinen Träumen nachgehen könnte :D

    Dazu bräuchte ich aber das Grundeinkommen...
  • Lowend 13.10.2016 11:15
    Highlight Highlight Früher hatten die Staaten noch die Möglichkeit, der Wirtschaft Grenzen zu setzen und die Regeln zu bestimmen, doch in der heutigen Zeit der supranationalen Grosskonzerne belächeln diese den Staat und damit unsere Demokratien nur noch, denn nur schon wenn wir Schweizer z.B. ein Gentech-Moratorium o.ä. beschliessen, reagieren die Unternehmen nicht mehr damit, dass sie ihre Forschung und Produktion einstellen, sondern sie verlagern sie in's benachbarte Ausland, wo unsere Gesetze nicht mehr gelten und darum sind die nationalstaatlichen Demokratien heute zu Befehlsempfängern der Konzerne geworden.
    • Kyle C. 13.10.2016 11:58
      Highlight Highlight Die heutige Wirtschaft ist auch daraus entstanden, dass man (z.B. USA/UK) das Schreckgespenst Kommunismus vertreiben wollte. Man hat die Anhäufung von Kapital in private Hände gegeben mit der Vision, dass dieses Kapital der gesamten Gesellschaft zugute kommt. Dieser Plan hat gesamtgesellschaftlich gesehen versagt. Denn die Leute und Konzerne die auf diesem Kapital sitzen rücken es nicht mehr heraus. Noch schlimmer, sie haben die Politik infiltriert, haben sich zu Lobbys zusammengetan und verteidigen es. Die Digitalisierung in den richtigen Händen könnte tatsächlich ein Gegenmittel sein.
    • R&B 13.10.2016 13:16
      Highlight Highlight @Lowend und stef2014: So sehe ich es auch und ich hoffe, dass die Politiker endlich wieder fürs Allgemeinwohl politisieren. Zumindest hat der IWF die wahren Probleme erkannt. Die Massnahmen daraus sind aber peinlich.
    • Kyle C. 13.10.2016 16:58
      Highlight Highlight Aber auch der IWF ist ein pseudodemokratisches Konstrukt, dass im Endeffekt denen am meisten nützt, die auch über die nötigen Stimmrechte verfügen.
  • Brienne von Tarth 13.10.2016 11:15
    Highlight Highlight Bin im Grossen und ganzen mit dem Artikel einverstanden. Etwas ist aber irgendwie komisch: "Jetzt droht die Gefahr, dass der technische Fortschritt die Menschen wieder zu Sklaven macht. ..... Sie haben keine regelmässige Arbeit, ernähren sich von Junk Food und unterhalten sich mit stumpfsinnigen Video-Games. "

    Also wenn ich als Sklave nicht jeden Tag arbeiten muss, Junkfood essen kann und mir dazu noch Videospiele rein ziehen kann, dann werde ich glaube ich Sklave ;)

    Nein Ernsthaft. Was hat Videospielen und so mit "Sklave" und "Leben wie im alten Rom" zu tun?
    Benutzer Bild
    • Griffin 13.10.2016 11:51
      Highlight Highlight Ich denke es gibt nicht wenige, wo die zweite Definition ziemlich gut passt. Auch in der reichen Schweiz gibt es working poors, welche trotz mindestens einer 100% Stelle nicht genügend Geld bekommen und auch nebenbei noch einen Zweitjob brauchen um sich über Wasser zum halten.

      Aber nicht nur prekär Beschäftigte, sondern auch ein guter Teil der unteren Mittelschicht spürt die raue Realität der mässigen Wirtschaftslage und dem fortschreitenden Staatsabbau ( zuletzt 1.8 Mia. im KT. ZH).

      Mit einer solchen Lebensrealität kann Mensch gar nicht anders als nur für die Arbeit zum leben.
    • R&B 13.10.2016 13:18
      Highlight Highlight @Brienne:
      - nicht jeden Tag arbeiten = Einkommensunsicherheit
      - Junk-Food = qualitativ schlechtes Essen, weil billig
      - Video-Games = zu wenig Geld, um in Ausgang zu gehen, für Ferien

So hat sich Mike Pence seinen Besuch in Island wohl nicht vorgestellt 🌈🌈

Mike Pence, der Vizepräsident der USA und bekennender Gegner von allem, was mit Homosexualität zu tun hat, hat Island besucht. Dort wehte ihm ein farbiger Wind entgegen. Und ein Bürgermeister auf dem Velo.

Mike Pence ist nicht gerade das, was man einen Freund der LGBTQ-Bewegung nennt. Der ultra-konservative Republikaner und strenggläubige Christ ist schon mehrfach mit seiner Anti-Gay-Haltung aufgefallen. So unterzeichnete er 2015 ein Gesetz, das Ladenbetreibern im Bundesstaat Indiana die Möglichkeit gab, schwulen und lesbischen Leuten den Service zu verweigern. Doch lasst es euch von John Oliver erklären:

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