Wirtschaft
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Bild: KEYSTONE

zahlenbeigen am wef

Das WEF wird dominiert von Männern, Politikern, Bankern, den USA und von Absperrgittern

«Neugestaltung der Welt» heisst das Motto des WEF 2014 in Davos. Die Gästeliste zeigt allerdings wenig Neues: Fast keine Jungen, kaum Frauen. Dafür viele Politiker und Banker.



Wenig junge Menschen

Das World Economic Forum will dieses Jahr «nach vorne schauen». So zumindest formulierte es WEF-Gründer Klaus Schwab. 2500 Teilnehmer, darunter 50 Staats- und Regierungschefs, sollen sich bis zum 25. Januar genauso der Wasserversorgung wie dem Verhältnis zwischen den Generationen, Gesundheits- und Umweltthemen widmen. Mehr junge Menschen, mehr Frauen und mehr Teilnehmer von ausserhalb Europas sollen am WEF zu Wort kommen. Schöne Worte. Die Teilnehmerliste zeigt ein anderes Bild. Sie wird dominiert von älteren Männern, Politikern, Bankern, den USA und Europa.

Ein riesiges Aufgebot von Armee, Polizei und Sicherheitskräften sorgt dafür, dass sich die Mächtigen und Reichen ungestört den Diskussionen und Apéros Riches widmen können. Wie viele Polizisten die wichtigen Manager und Politiker am Davoser Weltwirtschaftsforum beschützen, ist nicht bekannt. Divisionär Jean-Marc Halter gab bekannt, dass 3000 Armeeangehörige den zivilen Sicherheitsbehörden unter die Arme greifen. Sogar Flugzeuge des österreichischen Bundesheers stehen im Einsatz. Ein paar Facts in Zahlen, Bildern und Grafiken.

Nur 15 Prozent Frauen

Vormacht der USA

Politik und Finanzbranche dominieren

24 Kilometer Absperrgitter

Angehoerige der Schweizer Armee montieren im Vorfeld des World Economic Forum, WEF, Abschrankungsgitter entlang eines Sicherungraums in Davos, am Montag, 6. Januar 2014. Der Einsatz der Armee zugunsten des Kantons Graubuenden rund um das Jahrestreffen des World Economic Forums 2014 hat begonnen. Das WEF dauert vom 22. bis zum 25. Januar 2014.  (KEYSTONE/Arno Balzarini)

Die Armee stellte 24 Kilometer Absperrgitter auf. Bild: KEYSTONE

Über 1000 zusätzliche Flüge

Maschinen von Gaesten des World Economic Forum WEF stehen beim Heliport des Flughafen Zuerich, bei Ruemlang, am Mittwoch 27. Januar 2010. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Wegen des WEF rechnet der Flughafen Zürich auch in diesem Jahr mit über 1000 Starts und Landungen. Darunter sind zahlreiche Helikopterflüge, die für zusätzliche Lärmemissionen sorgen. Bild: KEYSTONE

8 Millionen Franken Sicherheitskosten

Military police stand on the roof one day before the opening of the 41st Annual Meeting of the World Economic Forum, WEF, in Davos, Switzerland, Tuesday, January 25, 2011. The overarching theme of the World Economic Forum, WEF, annual meeting which will take place from 26 to 30 January, is

Die WEF-Sicherheitskosten dürften sich im Rahmen der letzten Jahre bewegen und sich auf acht Millionen Franken belaufen. Bild: KEYSTONE

30 Flugzeuge des österreichischen Bundesheers im WEF-Einsatz

Österreich hilft WEF mit Flugis

Im Rahmen der Luftraumsicherungs-Operation «Daedalus 2014» setzt das österreichische Bundesheer rund 30 Flugzeuge und Hubschrauber und an die 1100 Soldaten ein. Sie stellen sicher, dass sich keine unbekannten Flugzeuge über dem Territorium Österreichs dem Konferenzort in der Schweiz nähern können.  Bild: Keystone

Maximum 9 Liter Sprit

Police officers help the driver of a limousine during the 40th Annual Meeting of the World Economic Forum, WEF, in Davos, Switzerland, Thursday, January 28, 2010. The overarching theme of the World Economic Forum, WEF, annual meeting which will take place from 27 to 31 January, is

Limousinen dürfen am WEF in Davos nicht mehr als neun Liter pro 100 Kilometer Treibstoff verbrauchen und maximal 230 Gramm CO2 pro Kilometer ausstossen. Das steht in den Regeln mit dem Titel «Towards a greener Davos». Audi und VW stellen zusammen in Davos 270 Fahrzeuge für die WEF-Besucher zur Verfügung. Bild: KEYSTONE

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