Wirtschaft
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LONDON, ENGLAND - AUGUST 27:  In this photo illustration, a man smokes an E-Cigarette at the V-Revolution E-Cigarette shop in Covent Garden on August 27, 2014 in London, England. The Department of Health have ruled out the outlawing of 'e-cigs' in enclosed spaces in England, despite calls by WHO, The World Health Organisation to do so. WHO have recommended a ban on indoor smoking of e-cigs as part of tougher regulation of products dangerous to children.  (Photo by Dan Kitwood/Getty Images)

Bis zehnmal so viel krebserregendes Formaldehyd wie bei normalen Zigaretten. Bild: Getty Images Europe

Krebserregende Stoffe

E-Zigaretten sind schädlicher als klassischer Tabak

Die als gesündere Alternative zu herkömmlichen Zigaretten gepriesenen E-Zigaretten enthalten Wissenschaftlern zufolge mitunter mehr krebserregende Stoffe als klassischer Tabak. 



Update

Diese Meldung hat sich als ungenau herausgestellt. Wir haben die Studie genauer angeschaut und sind zum Schluss gekommen: E-Zigaretten sind weniger gefährlich als herkömmliche Zigaretten.

Die Inhaltsstoffe der zu verdampfenden nikotinhaltigen Flüssigkeit von E-Zigaretten variieren stark.  Zu diesem Schluss kommt eine am Donnerstag in Tokio veröffentlichte Studie im Auftrag des japanischen Gesundheitsministeriums. Die Forscher testeten fünf verschiedene solcher sogenannten «Liquids», bei einer Marke fanden sie sogar zehnmal so viel krebserregendes Formaldehyd wie bei normalen Zigaretten.

Für ihre Untersuchung liessen die Wissenschaftler ein eigens dafür entwickeltes Testgerät von allen fünf getesteten Liquid-Marken jeweils zehnmal 15 Züge paffen. Dabei entdeckten sie neben dem Formaldehyd weitere krebserregende Stoffe wie Acetaldehyd, Acrolein, Glyoxal und Methylglyoxal.

Verdampfer zu heiss

Insbesondere wenn der batteriebetriebene Verdampfer zu heiss werde, «werden offenbar mehr schädliche Substanzen produziert», sagte der Forscher Naoki Kunugita vom japanischen Gesundheitsinstitut.

Das japanische Gesundheitsministerium will nun auf Grundlage der Studie über den künftigen Umgang mit E-Zigaretten entscheiden. In Japan sind die Geräte zwar auch auf dem Vormarsch, haben aber noch nicht den durchschlagenden Erfolg wie in Europa und den USA. Viele Menschen inhalieren den nikotinhaltigen Dampf als Alternative zu herkömmlichen Zigaretten.

Über mögliche Folgen des Gebrauchs von E-Zigaretten wird auf EU-Ebene und in den Mitgliedsländern seit geraumer Zeit debattiert. Kritiker warnen, dass mögliche Langzeitfolgen des Konsums von E-Zigaretten noch unbekannt seien. (whr/sda/afp)

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