Wirtschaft
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epaselect epa07115536 Chief Executive Officer of Apple Tim Cook gives a speech during the 40th International Conference of Data Protection and Privacy Commissioners at the European Parliament in Brussels, Belgium, 24 October 2018.  EPA/STEPHANIE LECOCQ

Apple wird wie eine Nation behandelt: CEO Tim Cook vor dem europäischen Parlament in Brüssel. Bild: EPA/EPA

Kommentar

Der Apple fällt – und wir sollten uns darüber freuen

Der Kurs der Apple-Aktie bricht ein. Auch die anderen Tech-Giganten schwächeln. Das ist gut so, denn ihre Monopol-Macht ist eine Gefahr für die demokratische Gesellschaft geworden.



Vor ein paar Monaten durchbrach die Börsenkapitalisierung von Apple als erstem Unternehmen der Welt die magische Grenze von einer Billion Dollar. Zum Vergleich: Das Bruttoinlandprodukt der Schweiz betrug letztes Jahr 679 Milliarden Dollar. Apple war also rund ein Drittel mehr wert als alle Güter und Dienstleistungen, die wir während eines Jahres produzieren.

Inzwischen sind es wieder ein paar Milliarden Dollar weniger. Im Oktober haben alle Tech-Aktien gelitten, und gestern brach der Apple-Kurs erneut um fünf Prozent ein. Ausgelöst wurde der Sturz durch Gerüchte, wonach der iPhone-Peak angeblich überschritten sei und Apple seine Rekordgewinn-Serie der letzten Jahre nicht werde fortsetzen können.

Bild

Totale Tech-Dominanz in Sachen Börsenkapitalisierung in nur fünf Jahren.

Wenn der Klassenbeste pfuscht, leiden auch alle anderen. Die Tech-Aktien mussten generell Einbussen verzeichnen, auch die grossen fünf, FAANG genannt (von Facebook, Amazon, Apple, Netflix und Google, resp. Alphabet). Auf den schlechten Oktober könnte ein mieser November folgen. Das wäre – ausser man ist in diese Unternehmen investiert – gar keine schlechte Sache.

Die Tech-Giganten sind nämlich zu gross geworden. So gross, dass sie sich inzwischen wie selbstständige Nationen aufführen. In seinem Buch «Chaos Monkeys» beschreibt der ehemalige Facebook-Manager Antonio Garcia Martinez, dass die FAANG-Unternehmen gegenseitig Botschaften untereinander haben, welche die Beziehungen wechselseitig regeln.

Ihr Revier verteidigen Apple & Co. rücksichtslos. Was irgendwie gefährlich werden könnte, wird aufgekauft und eingegliedert. So hat Facebook Instagram, WhatsApp und Oculus für teils gigantische Summen erworben, um eine mögliche Konkurrenz schon in den Anfängen zu unterbinden. Start-up-Unternehmer träumen heute nicht mehr davon, ein zweites Google zu werden, sondern von Google gekauft zu werden.

U.S. author, musician and computer scientist Jaron Lanier gestures as he delivers a speech in the Paul's church in Frankfurt, Germany, Sunday, Oct. 12, 2014. Lanier was awarded the Peace Prize of the German Book Trade. (AP Photo/Michael Probst)

Jaron Lanier ist ein Kritiker der neuen Tech-Monopolisten. 2014 erhielt er den deutschen Friedenspreis. Bild: AP/AP

Jaron Lanier ist ein Pionier auf dem Gebiet der künstlichen Intelligenz und ein erklärter Kritiker der Tech-Giganten. In seinem Buch «Who Owns the Future» bezeichnet er sie als «Siren Servers» und beschreibt sie wie folgt: «Ein erfolgreicher Siren Server verhält sich nicht mehr wie ein Spieler in einem grösseren System. Stattdessen mutiert er zu einem Zentralplaner. Das macht ihn dumm, so wie es die Planer in einem kommunistischen System sind.»

Die zunehmende Monopolisierung lähmt die Innovationskraft der Tech-Giganten. «Wenn sich nichts ändert, könnte Google so zu einer Schlange werden, die ihren eigenen Schwanz frisst», befürchtet Lanier.

Nicht nur die Innovationskraft leidet unter der zunehmenden Monopolisierung der Tech-Industrie. Sie werden eine Gefahr für Wirtschaft und Gesellschaft. Dass Apple & Co. de facto keine Steuern zahlen, hat sich herumgesprochen.

epa06689715 A protester wears a Jeff Bezos mask as he joins a protest against the working conditions at Amazon near the Axel Springer Verlag building in Berlin, Germany, 24 April 2018. Amazon CEO Jeff Bezos, who also owns US newspaper 'The Washington Post', receives the Axel Springer Award in Berlin the same evening. Axel Springer SE is one of the largest digital publishing houses in Europe and owner of numerous multimedia news brands.  EPA/ALEXANDER BECHER

Protest-Plakate gegen Jeff Bezos in Deutschland. Amazon gilt als Lohndrücker. Bild: EPA/EPA

Das ist jedoch nur die Spitze des Eisbergs: Als Amazon bekanntgab, ein zweites Headquarter eröffnen zu wollen, tanzten fast alle amerikanischen Städte an. Jeff Bezos konnte seine Bedingungen nach Belieben diktieren. Er kann wünschen, wann und wie viel Steuern er entrichten will, was für Grundstücke er erhält, welche Infrastruktur ihm die Städte zur Verfügung stellen, etc. Das Rennen gemacht haben nun anscheinend New York und Northern Virginia.

Tim Wu ist Rechtsprofessor an der Columbia University in New York. In einem Essay in der «New York Times» hat er kürzlich die wachsende Monopolisierung der Wirtschaft mit der Situation in den Dreissigerjahren verglichen. Es möge zwar viele Unterschiede geben, führte er aus, «aber bei allem, was wir wissen, können wir die Schlussfolgerung nicht vermeiden, dass wir ein gefährliches wirtschaftliches und politisches Experiment durchführen: Wir haben die Antimonopol-Gesetze geschwächt, welche eine Machtkonzentration in den USA und rund um die Welt verhindern sollten.»

Eine monopolisierte Wirtschaft, so Wu, werde eine leichte Beute von Diktatoren. «Die Führer suchen eine Allianz mit den Grossunternehmen. So lange diese ihm gehorchen, bekommen beide, was sie wollen: Der Führer erhält Loyalität und die Unternehmen müssen sich nicht mehr demokratisch verantworten.»

John D. Rockefeller, Sr., American industrialist and philantropist in Cleveland, Nov. 1911. (AP PHOTO)

Bis heute Sinnbild des Monopolisten: John D. Rockefeller.

Was Wu hier ausführt, ist keine akademische Übung. Russland und China haben bereits diese gefährliche Mischung aus Monopolunternehmen und autoritären Führern, Brasilien, die Türkei und Ungarn folgen ihnen. Auch in den USA ist diese Tendenz unübersehbar: Präsident Trump belohnt Unternehmen, die sich ihm gegenüber loyal zeigen und bestraft diejenigen, die sich ihm widersetzen.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts hat Theodore Roosevelt gegen die damaligen Monopole gekämpft. Er hat John Rockefeller gezwungen, seine Standard Oil Company in mehrere Firmen aufzuteilen, und er hat die Eisenbahn-Trusts des mächtigen Bankers JP Morgan zerschlagen.

Die Wahrscheinlichkeit, dass sich bald wieder ein US-Präsident mit den modernen Monopolisten, den FAANG, anlegt, scheint derzeit gering zu sein. Deshalb ist es zumindest ein kleiner Trost, wenn an den Börsen ihre Bäume nicht in den Himmel wachsen.

Paradise Papers: Die Steuertricks der Reichen und Mächtigen

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Video: srf

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  • c_meier 13.11.2018 16:24
    Highlight Highlight vor Jahren wurde doch schon von der oecd (oder eu?) verkündet, dass man Steuerschlupflöcher schliessen will...

    wird das nur gemacht, wenns gegen kleine Staaten wie die Schweiz geht aber nicht gegen eu-Staaten oder noch krasser gegen gewisse Staaten in Nordamerika?
    und wieso werden diese Giganten nicht dort besteuert wo sie den Geschäfte betreiben?
  • #Technium# 13.11.2018 15:32
    Highlight Highlight Ich begrüsse diese Entwicklung. Die Aktie ist völlig überbewertet und wird noch viel weiter runterrutschen. Apple hat den Bogen mit den hohen Verkaufspreisen nun eindeutig überspannt. Die Preise für Apple-Produkte werden bald massiv fallen, ansonsten kann es ganz schnell gehen und Apple ist out.
    • Typu 13.11.2018 16:01
      Highlight Highlight Apple ist wohl die tech aktie die überhaupt nicht überwertet ist. Gahts no? Schau dir mal die ratios von netflix, amazon etc an. Bei apple ist ein gewaltiger regelmässiger gewinn eine solide grundlage. Allein deren services sparte hat bald 50 milliarden umsatz.
    • Paedu87 14.11.2018 06:24
      Highlight Highlight @Typu Wenn du einfach "den Algorhytmus" anwendest ok.

      Der Gewinn entsteht aber hauptsächlich aufgrund der Beliebtheit der Marke. Wenn man die Leute mit überteuerten Preisen vergrault, dann gehts schnell. Denn mit einem hat Herr Löpfe recht. Apple liefert seit Jahren keine echte Innovationen mehr. Die Geräte der Konkurrenz sind auch leistungsstärker. Wenn deine Kundenbindung hauptsächlich aus der Marke besteht, dann solltest du die Kuh nicht zu krass melken sonst ändert sich dein Image.

      Der Titel ist also aufgrund von schlechtem Management überbewertet und nicht der aktuellen Kennzahlen.
    • Typu 14.11.2018 07:28
      Highlight Highlight Diese aussage ist grundlos. Der gesamte smartphone markt ist aktuell rückläufig. Nur apple hat sich gehalten. Sogar mit einem ganz kleinen plus. Zudem sind hier keine algorhytjmen im spiel. Ist eine einfache sache der bilanzkraft.
  • Der Tom 13.11.2018 15:31
    Highlight Highlight Apple ist die einzige Alternative zu den Monopolisten. Eigentlich müsste man hoffen, dass der Apfel nicht fällt. Ich nutze oft auch Windows und Android. Auf Apple Produkte könnte ich komplett verzichten. Auf den Apple Geräten nutze ich aber MS Office und Google Dienste und natürlich Amazon. Apple Produkte sind komplett ersetzbar und gehört aus diesem Grund nich in diesen Artikel! Nicht, dass ich das will... auf keinen Fall aber möglich wäre es... Man muss sogar weniger beten, dass sie funktionieren obwohl manche glauben es sei eine Sekte 🤪
    • Thurgauo 13.11.2018 17:01
      Highlight Highlight What.... Apple? Apple tut doch genau alles dafür, dass ihre Produkte nur auf ihren Geräten laufen usw. Wenn die in der Position von Microsoft wären, möchte ich nicht wissen, wie das zu und her gehen würde.
    • Der Tom 13.11.2018 17:36
      Highlight Highlight @Thurgauo Die OS ja. Aber es ist trotzdem eine wichtige Alternative. So mächtig wie Microsoft oder Google sollte niemals ein Konzern werden. Ganz sicher auch nicht Apple. Man sollte einfach die Reihenfolge beachten und nicht den letzten auf der Siegertreppe zum Star machen.
    • PeteZahad 14.11.2018 11:03
      Highlight Highlight @Der Tom, das mit dem "Bösen Microsoft" ist schon lange überholt. Mit Windows 10 kannst du ein Linux-Derivat (z.B. Ubuntu) als Subsystem laufen lassen. Zudem ist Microsoft vor kurzem dem Open Invention Network beigetreten und hat 60'000 Patente freigegeben um Linux Entwickler vor Patentklagen zu schützen:
      https://www.theverge.com/platform/amp/2018/10/10/17959978/microsoft-makes-its-60000-patents-open-source-to-help-linux
      Microsoft befindet sich in den letzten Jahren auf einem guten Weg und ist innovativ, während Apple sich auf Jobs Innovationen ausruht und sich weiterhin abkapselt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • DieFeuerlilie 13.11.2018 15:11
    Highlight Highlight “Ausgelöst wurde der Sturz durch Gerüchte, wonach der iPhone-Peak angeblich überschritten sei und Apple seine Rekordgewinn-Serie der letzten Jahre nicht werde fortsetzen können.“

    Das macht mir zum Thema Börse eigentlich am meisten Angst:
    Kurse steigen/fallen, weil
    “.. Gerüchte, angeblich..“, hätte, wäre, könnte, würde..

    Sind Aktionäre eigentlich allesamt kleine Mike Shivas, oder einfach nur überängstliche, übervorsichtige Menschen mit Neigung zu spontanen Panikanfällen ?
    • c_meier 13.11.2018 16:12
      Highlight Highlight ich stelle mir das so vor: wahrscheinlich hat ein hegde-Fonds eine Wette abgeschlossen, dass die Apple-Aktie fällt. anschliessend Gerücht in die Welt setzen, Aktie sinkt et voilà... Ziel erreicht.
    • Jol Bear 14.11.2018 07:39
      Highlight Highlight Aktienkurse beinhalten neben den aktuellen Kennzahlen hauptsächlich die angenommenen künftigen Perspektiven der Unternehmen. War schon immer so und ist nichts Neues, siehe Hightech-Boom Ende 90er, Tesla seit einiger Zeit usw. als extreme Beispiele. Je nach Ereignis kann es dann recht schnell wieder mit den Kursen bergab gehen.
  • KeWin 13.11.2018 15:05
    Highlight Highlight iOS - 13%
    MacOS - 12%
    WatchOS - 22%

    Bei Apple von einem Monopol zu sprechen ist nicht ganz zutreffend. Ich würde mir mehr Sorgen um Amazon und Google machen. Im Hardware-Bereich gibt es zu viel Wettbewerb.
    • PeteZahad 14.11.2018 10:50
      Highlight Highlight Ich werd nicht ganz schlau aus deinem Kommentar - du zählst Apple Betriebssysteme auf und sagst du würdest nicht von einem Monopol sprechen (= genügend Wettbewerb), sagst aber dann im Hardware-Bereich gibt es zu viel Wettbewerb (= Kein Monopol). Nach dir folglich kein Monopol-Problem weder im Hard- noch im Software-Bereich. Ich sehe auch nicht wo Amazon (ausser Kindle, Alexa) im Hardware/Consumer-Bereich gross mitmischt. Ausser du meinst Cloud-Computing (z.b. AWS) - das wiederum ist nicht nur Hardware.
  • f303 13.11.2018 14:55
    Highlight Highlight Der Artikel ist doch reichlich Clickbait. Hauptsache es steht Apple im Titel. Im Inhalt geht es praktisch nur um die Anderen. Einzig zum Thema Steuer spielt Apple im Artikel eine Rolle.
    Das ist inhaltlich ja sogar nachvollziehbar und richtig, denn Apple ist an keiner einzigen Front ein Monopolist oder auf dem Weg einer zu werden. Sie bieten zwar ein geschlossenes Ökosystem an, die grossen Marktanteile haben dennoch meist andere. (Bsp. iOS vs. Andoid, MacOS vs. Windows)
    Aus dem Blickwinkel des Artikels und bezogen auf ihr Handeln müssten FB, Google & Amazon wohl als kritischer gewichtet werden.
  • Dominik Treier 13.11.2018 14:45
    Highlight Highlight Ich würde noch eine andere Situation mit der, der 30er Jahre vergleichen... Diese Entwicklung der Zentralisierung von Macht und Kapital beförderte schon damals eine gigantische Ungleichheit und die Reichen und Politiker waren schn damals in ihrem Neid, ihrem Egoismus und in ihrer Gier zu dumm um das zu erkennen und das Volk zu blind um sie zu stoppen... Ein idealer Nährboden für Extremismus, vor allem den Sündenbockextremismus von Rechts... Ich sehe erschreckende Parallelen und wenn wir so weiter machen werden es immer mehr und irgendwann wird das Fass voll sein...
  • salamandre 13.11.2018 14:35
    Highlight Highlight Der Trost ist in der Tat derart klein, ich erkenn ihn schon gar nicht.
    • Der Tom 13.11.2018 15:17
      Highlight Highlight Ja weiss auch nicht was das bringen soll. Eigentlich hat Apple mit dem Rest vom Artikel so oder so nichts zu tun. Oder sammeln google, Amazon und Facebook jetzt weniger Daten wenn der Apple fällt? Und nutzen jetzt nicht mehr 90% aller Benutzer Windows und zusätzlich auch nicht mehr 99% aller Mac Nutzer MS Office? Nicht mehr 80% Android Geräte? Alles dank dem fallenden Apfel? Oder wie wäre es wenn mehr Menschen Apple nutzen würden? Wie wäre die Umweltbilanz?
  • N. Y. P. 13.11.2018 14:21
    Highlight Highlight Diese 5 Unternehmen werden zu einer Gefahr für Wirtschaft und Gesellschaft. Dass Apple & Co. de facto keine Steuern zahlen, hat sich herumgesprochen.

    Mich erstaunt, dass es den meisten
    Apple - Besitzern völlig egal ist, dass der Erbauer ihres Smartphones faktisch nichts an die Gesellschaft abliefert. Hauptsache ist, dass Apple mit Innovationen aufwartet.
    • bcZcity 13.11.2018 15:27
      Highlight Highlight In dieser Beziehung bin ich nie wütend auf denjenigen der eine Lücke ausnützt, sondern auf die Politiker, welche diese nicht stopfen wollen oder können.

      Das Beispiel bei Amazon zeigt doch, dass es eigentlich unabdingbar ist dass mindestens in allen Metropol-Regionen die gleichen Steuern und Regeln gelten, für alle. Dass Randregionen bei den Steuern etwas flexibler sein dürfen, um das Wachstum auch dort anzuregen, finde ich ok.

      Schau mal in die Schweiz, wie gross die Steuerunterschiede hier zum Teil sind. Und wir haben fast überall eine 1A Infrastruktur für Firmen. Da müsste man ansetzen!
    • N. Y. P. 13.11.2018 15:46
      Highlight Highlight Ich bin bei allem einverstanden.

      Ausser ☝️

      Wenn FÜR Apple & Co. auf Seite 4576 des Finanzgesetzes eine Lücke offengelassen wird, so sind sie juristisch zwar fein raus, aber ethisch durchgefallen.

      Es sitzen nun mal die Interessenverteter dieser Firmen in den nationalen Parlamenten. Somit kann man sagen : Apple hat beschlossen, keine Steuern zu zahlen. Die solidare Gesellschaft als solches, interessiert sie nicht.
    • redeye70 13.11.2018 16:08
      Highlight Highlight Warum siehst du nur Apple als Steuervermeider? Was ist mit den anderen, viel mächtigeren Konzernen? Ich würde mir mehr Sorgen machen über Google, Amazon und Facebook.
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