Wirtschaft
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Pfister ist nicht genug: XXXLutz-Gruppe kauft auch noch sechs Interio-Läden



Nachdem der Möbelkonzern XXXLutz bereits Möbel Pfister gekauft hat, übernimmt er von der Migros nun auch noch sechs Interio-Läden. XXXLutz wird die Interio-Läden in Filialen der Discountmarke Mömax umwandeln und bisheriges Personal übernehmen. Die Marke Interio verschwindet.

Nachdem die Migros nun für sechs der insgesamt elf Interio-Filialen eine Anschlusslösung gefunden hat, wird der Grossverteiler sich mit der Marke Interio aus dem Schweizer Markt zurückziehen. Im Weihnachtsgeschäft und in den darauf folgenden Monaten bleiben die Interio-Läden noch offen, ab März, April werden die Filialen dann schrittweise geschlossen.

Wie Migros-Mediensprecher Marcel Schlatter auf Anfrage sagte, werde nun der genaue Zeitplan für den Rückzug von Interio ausgearbeitet. Spätestens Ende September 2020 werde es dann keinen Interio-Laden mehr geben.

Die österreichische XXXLutz-Gruppe will als neue Besitzerin der Möbel Pfister zumindest in den kommenden ein bis zwei Jahren keine Änderungen beim Schweizer Möbelhaus vornehmen. (Archivbild)

XXXLutz ist auf Einkaufstour in der Schweiz. Bild: KEYSTONE

XXXLutz wird gemäss Medienmitteilung der Migros vom Freitag 200 der insgesamt rund 300 Interio-Mitarbeitenden übernehmen. Die Filialmitarbeiter erhielten von XXXLutz ein Angebot zur Weiterbeschäftigung mit gleichem Lohn, präzisierte Schlatter. «Angesichts der schwierigen Situation in der Möbelbranche ist das eine sehr gute Lösung für die Mitarbeitenden», so der Mediensprecher weiter.

Doch auch die übrigen 100 Angestellten, die derzeit ebenfalls für Interio tätig sind, verlieren ihren Job nicht: Sie werden gemäss Migros alle innerhalb und ausserhalb der Migros-Gruppe weiterbeschäftigt. Möglich ist laut Schlatter zudem, dass auch noch für weitere Interio-Filialen ein Nachmieter gefunden wird, der auch am Verkaufspersonal interessiert ist.

Fokus auf Micasa

Nach dem Rückzug von Interio will sich die Migros nach eigenen Angaben im hart umkämpften Möbelmarkt auf die Entwicklung der hauseigenen Möbelmarke Micasa konzentrieren. Da deren schweizweit 37 Filialen sich oft in der Nähe von Migros-Supermärkten befänden, gebe es da auch Synergien mit dem Kerngeschäft.

Dass die Migros sechs Interio-Standorte an XXXLutz abtritt, dürfte die Situation für Micasa indes nicht einfacher machen und auch nicht zu einer Entspannung auf dem Schweizer Möbelmarkt beitragen. Denn der österreichische Möbelkonzern wird in Zukunft mit Möbel Pfister das höhere Preissegment bedienen können und nun mit Mömax ein in anderen Ländern bereits bewährtes Discountformat auch in der Schweiz lancieren.

Chance zu einem schnellen Markteintritt

XXXLutz bezeichnet die Übernahme von sechs Interio-Läden - faktisch sind die Österreicher Nachmieter von Interio und übernehmen das Verkaufspersonal - als «Chance zu einem schnellen Markteintritt in die Schweiz».

Die Schweizer Zentrale von Mömax wird gemäss Mitteilung in Suhr, am Sitz der kürzlich aufgekauften Pfister Gruppe, sein. Von dort werden die sechs Filialen dann gesteuert. Von XXXLutz übernommen werden die Interio-Filialen in Dübendorf, Spreitenbach, Bern-Schönbühl, St. Gallen-Abtwil, Pratteln und Emmen. In Dübendorf, Schönbühl und Abtwil wird der österreichische Konzern dabei bei der Migros eingemietet sein - diese Interio-Filialen gehörten der Migros. (cma/awp/sda)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Nicht mehr anzeigen

21 Menschen, die trotz gutem Vorsatz gescheitert sind

10 Zügel-Typen, die auch du schon kennenlernen «durftest»

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

22
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
22Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • zoe... 30.11.2019 08:04
    Highlight Highlight verstehe ich das richtig, Migros verkauft interio an Lutz und macht sich Lutz gleichzeitig als Konkurrenten auf die micasa.
  • Super 29.11.2019 17:04
    Highlight Highlight Leute, Interio hat nicht rentiert, was soll die Migros denn machen?
    Bedenkt folgendes, Interio war lediglich ein Händler, die produzieren nichts. Ein kleiner Teil davon wurde in der CH produziert, der grosse Rest wurde aus aller Welt importiert.
    Ich finde das ist kein grosser Verlust.
  • Georgia 4 29.11.2019 16:01
    Highlight Highlight 🤥🤥🤥 das ist der migros, uns für 2 Jahre verkünden das der synergy mit der Micasa etwas gutes wird und stabil ist, am 1 Juli 2018 der übernähm und 1 Jahre später dan uns in Verkauf werfen und jetz der XXXXL Lutz verkaufen das ist einfach zum 🤮 zum Glück bin ich schön weg. Aber meine ehemalige Kollegen und Kolleginnen tun mir mega leid 😪
  • Tartaruga 29.11.2019 14:32
    Highlight Highlight Also muss ich wohl noch dieses Wochenende viel Geld liegen lassen, damit ich meine Wohnung wie gewünscht einrichten kann.

    Zum Glück bleibt Micasa. Interio ist aber doch ein bisschen eleganter was den Stil betrifft.
  • Linus Luchs 29.11.2019 11:24
    Highlight Highlight Die Liste der Möbelgeschäfte, die ich nicht (mehr) betrete, wird immer länger.
  • Sveitsi 29.11.2019 11:23
    Highlight Highlight Schade, sehr, sehr schade.
    Nun muss ich mir überlegen, wo ich künftig meine Möbel kaufen werde.
    • Frank Drebin Spezialeinheit 29.11.2019 12:15
      Highlight Highlight Bei Schubiger Möbel z.B.
    • Tartaruga 29.11.2019 14:36
      Highlight Highlight @Frank:
      Schubiger kann sich kein Normalverdiener leisten. Interio war wenigstens so erschwinglich, dass man sich edlere Stücke mit ein bisschen sparen bald leisten konnte.

      Mein erster Besuch im Schubiger Möbel:
      Unbequeme überteuerte Sofas ab 6000 Stutz. Dann ein super bequemes Sofa gefunden: CHF 11'000. Moment, da ist doch noch ein 50% Schild dran. "Die 50% sind bereits im Preis inkludiert."
      Hehehe easy hehe.. he
  • so war es doch nicht gemeint 29.11.2019 11:03
    Highlight Highlight Angebot von XXXL ist S.




  • peeti 29.11.2019 11:00
    Highlight Highlight Wer wohl bei den Össis auf die bescheuerten Namen XXXLutz und Mömax kommt..
  • Thomas B 29.11.2019 10:44
    Highlight Highlight Bei mir wars schon vom ersten Auftritt in der Schweiz her: grosskotzLutz? Und jetzt kotzt noch mehr!!!
  • why_so_serious 29.11.2019 10:30
    Highlight Highlight Gratulation an XXXLutz - nun wird die Familie Putz auch bald im SRF ihre Auftritte haben ^^

    btw. Mömax ist eine Discountmarke und nicht "Dicountmarke" von Mömax
  • LooTerror 29.11.2019 10:27
    Highlight Highlight Haa Mömax klingt für mich nach einem Laden Name der ich nicht betreten möchte....
  • Perseus 29.11.2019 10:02
    Highlight Highlight Schade dieser Ausverkauf der Schweiz.
  • LocoLucas 29.11.2019 10:02
    Highlight Highlight Grauenhafte Vorstellung! Jetzt noch Interio...wie das wohl weitergehen wird ist äusserst fraglich.
  • Mäf 29.11.2019 09:58
    Highlight Highlight Geil. Noch mehr billige Schrottmöbel mit Holz aus irgendwo. Bett für 99.90 Stutz, 3x drin gepennt und dann knarrt das Teil schon so laut, dass ein Neues besser wäre. Für 129.90 Stutz diesmal. Am Samstag dann zum Werkhof, 20 Minuten anstehen und die Scheisse in die Tonne werfen. Für 1.- Stutz. Läuft!
  • Kiro Striked 29.11.2019 09:55
    Highlight Highlight Ich erinnere mich noch, wie Grossgekotzt Pfister damals gelabert hat nach der Schliessung des Gründerhauses in Basel "Jaa Pfister wird immer ein Suveränes Schweizer Möbelhaus bleiben" Paar Jahre Später.. ist das auch vorbei. Hier muss man wirklich sagen, Hut ab liebe Verwaltungsräte. Ihr habt das Ding getötet. Der Gründer würde sich im Grabe umdrehen wenn er sehen würde, wie sein Lebenswerk totgewirtschaftet wurde.

    Mit Interio gehts weiter, aber die Migros hat ja schon öfter gehofft, die unliebsame Interio Tochter loszuwerden. Schweizer Wirtschaft mehr und mehr, Ade Ade auf wiedersehen.
  • Frausowieso 29.11.2019 09:54
    Highlight Highlight Nicht Interio! Als treue Stammkundin trifft mich das ziemlich hart. Kein anderer Möbelladen führt ein Sortiment, das so sehr meinen Geschmack trifft.
  • pfffffffff 29.11.2019 09:48
    Highlight Highlight na toll! Verscherbelt nur weiter alles ins Ausland. Diese Kurzsichtigkeit wird aber Folgen haben.
  • Bidens 29.11.2019 09:46
    Highlight Highlight Neeein nicht Interio! Ich will kein Mömax.
    • nukular 29.11.2019 09:53
      Highlight Highlight ja, mann kanns wortwörtlich als black friday bezeichnen.. aber eben.. geiz ist und bleibt geil..
    • Frausowieso 29.11.2019 10:03
      Highlight Highlight Ich bin deiner Meinung. Wir brauchen nicht noch einen Möbeldiscounter. Interio hat das mittlere Segment bedient. Sie haben einen eigenen Stil und gute Qualität, jedoch zu bezahlbaren Preisen. Wenn man jünger ist, nicht den Billigschrott will, aber auch nicht Unmengen an Geld ausgeben kann, dann ist Interio perfekt. Für Pfistermöbel fühle ich mich noch zu jung, da mein Geschmack sich noch zu häufig ändert.

Frankreichs Ex-Präsident Sarkozy wird Lagardère-Aufsichtsrat

Frankreichs früherer Staatschef Nicolas Sarkozy ist in den Aufsichtsrat des Mischkonzerns Lagardère eingezogen. Das teilte das Unternehmen am Mittwoch in Paris nach seiner Hauptversammlung mit.

Der konservative Sarkozy war von 2007 bis 2012 Staatspräsident gewesen. Er gilt in der französischen Hauptstadt immer noch als einflussreich. Lagardère ist in den Bereichen Medien, Verlage oder Einzelhandel tätig. Der Konzern beschäftigt weltweit rund 30'000 Mitarbeiter und setzte im vergangenen Jahr …

Artikel lesen
Link zum Artikel