Wirtschaft
Schweiz

Keller-Sutter kritisiert Hürden bei Boni-Rückforderungen

Keller-Sutter kritisiert Hürden bei Boni-Rückforderungen: «Heute sind diese wohl zu hoch»

13.08.2023, 08:1213.08.2023, 08:12

Finanzministerin Karin Keller-Sutter hat die rechtlichen Hürden bezüglich Boni-Rückzahlungsforderungen gegenüber Managern kritisiert: «Heute sind die Hürden, Manager rechtlich zur Verantwortung zu ziehen, vermutlich zu hoch.»

Swiss Finance Minister Karin Keller-Sutter speaks during a press conference in Bern, Switzerland, Friday, Aug. 11, 2023. (Peter Schneider/Keystone via AP)
Finanzministerin Karin Keller-Sutter bei einer Pressekonferenz in Bern. Bild: keystone

Das Obligationenrecht sehe zwar Verantwortlichkeiten vor, sagte Keller-Sutter auf die Frage von «SonntagsBlick», ob ehemalige Credit-Suisse-Topmanager einen Teil ihrer Boni zurückzahlen müssten. «Der Fall Swissair zeigt jedoch, wie schwierig es ist, einzelne Personen zur Rechenschaft zu ziehen. Aber ich bin schon der Meinung, dass man das genau prüfen sollte», so Keller-Sutter im Interview mit der Zeitung.

Die Bevölkerung akzeptiere es nicht, wenn hohe Löhne gezahlt, aber keine Verantwortung getragen würde, sagte Keller-Sutter weiter. «Boni müssen so ausgestaltet sein, dass sie keinen Anreiz für zu grosse Risiken bilden.»

Die UBS hatte die schwer angeschlagene Credit Suisse (CS) im März auch mithilfe staatlicher Garantien übernommen. Die UBS gab am Freitag bekannt, sämtliche staatlichen Garantien im Zusammenhang mit der Notübernahme der CS zu beenden. (sda)

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15 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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fkyvm
13.08.2023 08:52registriert November 2022
Kein Unternehmensstrafrecht UND es ist sauschwer einzelne Manager zur Verantwortung zu ziehen? Huch, was für ein Zufall. Dann sitzen wir wohl in der Falle...

Hauptsache es werden schon wieder die ersten Plakate aufgestellt, die noch tiefere Unternehmenssteuern fordern.
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AG-Bärner
13.08.2023 09:28registriert März 2020
Wenn man nachfragt, wo die Rechtfertigung für so ein hoher Lohn ist, das noch ohne Boni, bekommt man, ausnahmslos zur Antwort, wegen der sehr hohen Verantwortung die diese Menschen haben.
Wo ist den die Verantwortung? Wird Mist gebaut, droht die Entlassung, mit einer noch horrendener Abfindung. Ein paar Monate später befindet sich diese Person wieder in der gleichen Position, andere Konzern.
Möchte man das ändern, wird den Bürgern soviel Angst gemacht, daß keine entsprechenden Abstimmungen (Gesetzesänderung) angenommen wird.
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Loerobe
13.08.2023 10:15registriert Juni 2020
KKS beklagt sich publikumswirksam darüber, die CS-Führung nicht zur Verantwortung ziehen zu können und entlässt gleichzeitig die UBS-Führung aus der Verantwortung.
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