Wirtschaft
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Jetzt also doch! Kahlschlag bei Alstom Schweiz – 1300 Mitarbeiter verlieren allein im Aargau ihren Job



Im letzten Sommer gaben sich noch alle zuversichtlich. Ganz zuvorderst Bundesrat Johann Schneider-Ammann. Nach Bekanntwerden des Deals zwischen Alstom und General Electric (GE) sagte der Wirtschaftsminister gegenüber Radio SRF: «Ich bin zuversichtlich, dass diese Tätigkeiten weiter geführt werden und damit die Arbeitsplätze erhalten bleiben». Bei Gespräche mit der Alstom-Spitze habe er das Gefühl gehabt, dass man bei Alstom sehr wohl wisse, welch bedeutende Rolle die Schweizer Niederlassung innerhalb des Konzerns spiele. Das war im Juni.

Ein halbes Jahr später sieht alles anders aus: Allein in der Schweiz streicht der Konzern bis zu 1300 Stellen, wie er heute bekannt gab. Gesamthaft sollen in Europa 6500 der insgesamt 48'000 Arbeitsplätze abgebaut werden. Eine Schliessung von Standorten in der Schweiz sei hingegen nicht vorgesehen, teilt Alstom mit. Baden bleibe zudem globaler Hauptsitz der Sparten Energieerzeugung und Service.

Die Restrukturierung steht in Zusammenhang mit der Übernahme der Alstom-Energiesparte durch den US-Konzern General Electric (GE), die im letzten Sommer beschlossen wurde. Alstom konzentriert sich nach dem Ausstieg aus dem Energiegeschäft auf seine Zugsparte.

Die nach der Übernahme neu formierte Energiesparte umfasst sechs Divisionen. Zwei davon – Power Services und Steam Power Systems – haben ihren Hauptsitz in Baden.

Es ist dies ein herber Schlag für die Aargauer Wirtschaft: An den Aargauer Standorten Baden, Birr und Turgi beschäftigt Alstom noch rund 5500 Mitarbeiter.

ZUM DEAL ZWISCHEN ALSTOM UND GENERAL ELECTRICS STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - Photo shows the headquarter of Swiss unit of Alstom SA in Baden, Switzerland on Friday, 22, 2008. Der Deal zwischen Alstom und General Electric (GE) betrifft auch die rund 6500 Alstom-Angestellten in der Schweiz. Insbesondere, da GE die in Baden angesiedelte Gasturbinen-Sparte übernimmt. Bundesrat Schneider-Ammann sieht die Stellen in der Schweiz nicht gefährdet. (KEYSTONE/Eddy Risch)

Düsterer Tag für die Alstom-Mitarbeiter in der Schweiz.
Bild: KEYSTONE

Anfangs September 2015 hatte die EU-Kommission die über 12 Milliarden Euro schwere Übernahme der Energiesparte von Alstom durch General Electric (GE) unter Auflagen genehmigt. GE musste einen Teil des Gasturbinen-Geschäfts von Alstom an die italienische Ansaldo Energia verkaufen. (meg/AZ)

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42
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    Alle Leser-Kommentare
  • per scientam 13.01.2016 22:23
    Highlight Highlight Wenn ich hier die Kommentare lese muss ich schon staunen.
    Der Kapitalismus ist schuld oder GE?!? Dumme Aussage...

    Was stellt die Alstom her?? Gasturbinen... Turbinen die Erdgas verbrennen um damit Strom zu erzeugen.

    GE kaufte das Werk der Alstom, weil die sehr viel Know How darin haben.

    Bloss, aus dem Geschäft mit dem ersetzen der US-Kohlekraftwerke durch effizientere Gasturbinen (=CO2 Reduktion) wurde nichts, weil gewiss Leute eine "Energie-Wende" wollen.

    Was erwartet ihr? Wenn die Politik Gasturbinen nicht mehr will, gibt es keine Aufträge und das Personal wird entlassen.
    That's it.
    • FrancoL 14.01.2016 01:19
      Highlight Highlight Entweder verstehen Sie den Schlusssatz des Artikels nicht oder ich missverstehe ihn.
      Ich lese dass für die Uebernahme durch die GE bei Alstom ein Teil des Turbinengeschäftes verkauft werden musste.
      Es ist für mich ein nicht akzeptabler Auswuchs des Kapitalismus dass solche Auslagerungen verlangt werden müssen um bei grösseren Fusionen nicht Gebilde entstehen zu lassen die am Markt über zuviel Macht verfügen.
      Grundsätzlich hätte man in diesem Fall besser die Fusion nicht abgesegnet!
      Und; die Energie-Wende sollte auch nicht immer als Sündenbock herhalten müssen, gerade bei Gasturbinen nicht!
    • per scientam 14.01.2016 19:50
      Highlight Highlight Welche Macht hat ein Hersteller auf dem Markt??
      Der Käufer hat die Macht. Nicht der Verkäufer...

      Die Anhänger von der Energie-Wende wollen nichts von Gasturbinen wissen... Von allen Ingenieurtechnischen Lösungen wollen die nichts wissen. Den für die, sind Ingenieure/Wissenschaftler Lobbyisten.

      In den USA wurde der Ausbau mit Gasturbinen gecancelt, denn es geht bei der Energiewende ja nicht um einen Reduktion, sondern eine "Wende". (Die wegen Grauer Energie nicht mal funktioniert).

      Wenn die Aufträge fehlen und die Zukunft nicht mehr planbar ist, dann entlässt jede Firma Leute. Ist so...
    • per scientam 14.01.2016 20:04
      Highlight Highlight Schau, Grossprojekten wie Turbinen, Energiesektor, Rüstung usw. Fabriken usw. haben eine lange Vorlaufzeit. Da redet man von 2 - 5 Jahren. (Teilweise länger...)

      Am Anfang kommen die Verkäufer und die Projektplanung. Das sind nur sehr wenige Leute.
      Die Masse des Personals kommt erst sehr spät ins Projekt hinein..

      Die Entlassung ist eine Auswirkung (von Diskussionen) die schon Jahre zurück liegen...

      Solche Projekte sind meistens "Einzelstücke", das ist keine Massenware.
      Im Sondermaschinenbau gibt es nicht mehr oder weniger, es gibt nur verkauft oder nicht verkauft...
      So ist es...
    Weitere Antworten anzeigen
  • teufelchen7 13.01.2016 14:44
    Highlight Highlight es hiess doch bis vor kurzem, wir hätten keine krise. sowohl bundesrat jsa und die SNB beteuern, die schweizer wirtschaft sei stabil. aber wenn ich solche nachrichten höre, glaube ich eher, dass sie geträumt haben...
    • per scientam 13.01.2016 22:28
      Highlight Highlight Die Investoren Seite mag wieder im Lot sein.

      Aber Technologisch ist die Hölle los. Es gibt gewisse Politiker die komplett andere Technologien wollen, die sich nicht in das System integrieren lassen.

      Jedes Land und jede Region hat gewisse Unternehmen mit gewissen Technologien.
      Wir haben Maschinenbau, Automatisierung, Informatik, Pharma, Elektrotechnik, Chemie...

      Was wir nicht haben, ist Solar (China) und Halbleiter (Asien).
      Windräder kommen in Europa von GDF oder Siemens. Nicht aus der CH...

      Die westlichen Politiker betreiben gerade Technologie-Politik, ohne Rücksicht: Konsequenzen folgen..
    • FrancoL 14.01.2016 01:38
      Highlight Highlight @per scientam; wenn wir bei der Gestaltung unserer energetischen Zukunft auf die Innlandproduktion der Energiegeneratoren setzen müssten dann wird es wenig Fortschritte geben.
      Der Zug bei den Energieträgern sich besser zu positionieren ist weg.
      Die Schweiz muss mit dem was sich bietet arbeiten es sauber in die Systeme einarbeiten und unbeirrt einer eine bessere ökologischere Energieeffizienz anstreben. Auch wenn teilweise im Ausland eingekauft werden muss.
      Vor Ort fällt immer noch genügend Arbeit an!
      Zudem: Den Preiszerfall zB. bei der Photovoltaik hätte die CH nicht aufnehmen können.
    • teufelchen7 14.01.2016 06:55
      Highlight Highlight per scientam, mit ganzheitliche lösungen hätte die schweiz mehr erfolg. die technik für maschinenbau, automation, informatik und elektronik allein genügen nicht mehr. zudem ist der starke franken auch nicht gerade hilfreich...

      francoL, ja umwelttrchnik wäre eine sparte, die rendieren würde. aber wenn wir weiter firmen in grosse konzerne vertschutten, wären die arbeitsplätze auch hier gefährdet...
  • thedarkproject 13.01.2016 14:03
    Highlight Highlight Die Heuschrecken des 21. Jahrhunderts haben wiedermal zugeschlagen. Wählt nur weiter pro Globalisierung und Öffnung, das kommt dabei heraus.
    • FrancoL 13.01.2016 16:30
      Highlight Highlight Ohne Öffnung wären Konzerne wie Alstom gar nicht da. Un es ist vielleicht nicht viel; aber wenigstens waren Arbeitsplätze für eine gewisse Zeit gesichert und andere Grosskonzerne sind noch vor Ort!
      Wenn Sie also noch ein wenig abschotten möchten dann braucht es wirklich keinen Hellseher um die Abwanderung von weiteren Arbeitsplätzen zu prognostizieren.
  • Oberon 13.01.2016 13:31
    Highlight Highlight Wir könnten auch eine Diskussion führen was die Unternehmen mit ihrem Umsatz/Gewinn machen müssen.

    Oder wie wäre es mit der Einführung von einem Maximumlohn?

    Leider nur Träumerei und aktuell nicht umsetzbar.
  • Asmodeus 13.01.2016 12:42
    Highlight Highlight Deswegen sollte man schweizer Firmen nicht an solche grossen Konzerne verschachern.

    Johnson und Johnson ist auch so ein Raubtier, dass sich ein Ziel sucht, es rupft und die Überreste einfach rumliegen lässt.
    • tomdance 13.01.2016 12:48
      Highlight Highlight Alstom ist eine Firma aus Frankreich. Alstom (Schweiz) hiess früher ABB (Asea Brown Boveri) und noch früher BBC (Brown, Boveri & Cie.). Der Sündenfall ist also schon viel früher, nämlich 1988 mit der Fusion der schwedischen Asea und der schweizerischen BBC passiert.
    • Semper 13.01.2016 13:03
      Highlight Highlight Alstom ist französisch...
    • TJ Müller 13.01.2016 13:09
      Highlight Highlight Schweizer Firmen? Alstom ist ein französisches Unternehmen. ABB Kraftwerke AG wurde bereits letztes Jahrtausend an Alstom verkauft....
    Weitere Antworten anzeigen
  • amore 13.01.2016 12:20
    Highlight Highlight Der freie Wettbewerb wird alles regeln..........
    In unserem heutigen Kapitalismus ist es nicht mehr angenehm, Arbeiter zu sein.
    • FrancoL 13.01.2016 16:40
      Highlight Highlight Lassen sie mich noch eines ergänzen; es ist auch unangenehm kein Global Player zu sein!

      Es trifft also einen noch grösseren Kreis.
  • Scaros_2 13.01.2016 12:11
    Highlight Highlight Wer glaubte das dies nicht passieren wird der ist einfach zu naiv und blauäugig. Wer zumindest 1 Semester BWL an einer Hochschule hatte, der lernt selbst in der Einführung von BWL, das Fusionen sich praktisch nie lohnen und der, der übernommen wird davon schaden tragen wird (also deren Mitarbeiter). Wer also nicht all zu naiv war von den beschäftigten, der hat schon seit der Übernahme nach neuen Jobs ausschau gehalten. Es ist schade ja, es ist schade solche Politiker wie Schneider-Amman zu ahebn aber es ist leider gottes der übliche kapitalistische Geist der hier präsent ist.
    • Asmodeus 13.01.2016 15:42
      Highlight Highlight Das schlimmste ist ja eigentlich, dass in unserer Politik fast nur noch Anwälte und BWLer sitzen und man ihnen immer vorwirft, von VWL keine Ahnung zu haben.
    • Scaros_2 13.01.2016 15:53
      Highlight Highlight Dem ist auch so. Wenn ich mein Studium anschaue, so habe ich 48 ECTS Punkte in BWL und 6! ECTS Punkte VWL. Natürlich kennt keiner was wirklich VWL ist wenn er das 1 Semester lang hat und den rest der Zeit sich mit Wirtschaftsrecht, Strategischem, Leadership, Prozess, Human Capital Management und anderm blödsinn rumschlägt ^^
  • Lowend 13.01.2016 12:04
    Highlight Highlight Wenigstens hat unser Schönwetter-Wirtschaftsminister Schneider-Amman diese Übernahme schön geredet und seine unvergleichliche Kompetenz bewiesen, denn er will ja seinen Job nicht auch verlieren. Vielleicht sollten die 1300 Alstom Mitarbeiter mal bei ihm nachfragen, warum er dieser Fusion so gedankenlos zugestimmt hat. Wenn es nach ihm geht, herrscht ja im Land so wie so keine ernsthafte Krise für unsere Arbeitsplätze, sondern Hochkonjunktur für Heuschrecken und Spekulanten.
    • NWO Schwanzus Longus 13.01.2016 13:51
      Highlight Highlight Deshalb ja zur Spekulationsstop initiative!
    • Der Kritiker 13.01.2016 14:10
      Highlight Highlight inwieweit kann br jsa nein zu einer fusion sagen?
    • Lowend 13.01.2016 14:49
      Highlight Highlight Liebe(r) cassio77, Mathias Regotz, Leiter Sektor Industrie bei der Syna, sagt dazu, was die Politik bei solchen Übernahmen machen kann folgendes: «Frankreich hat sich im Laufe der Übernahmeverhandlungen Garantien für seine Standorte geben lassen. Die Schweizer Politik hat indes keinen Finger gekrümmt»
    Weitere Antworten anzeigen
  • Plöder 13.01.2016 12:02
    Highlight Highlight Die Aktionäre jubeln!
    Die Arbeiter, die das Geld generieren oder generierten gehen leer aus!
    Einfach geil dieser Kapitalismus!
    • NWO Schwanzus Longus 13.01.2016 13:52
      Highlight Highlight Das ist kein Kapitalismus in dem wir Leben, sondern Kooporatismus, das heisst, das 150 Konzerne Weltweit bestimmen wie die Wirtschaft zu laufen hat.
    • Plöder 13.01.2016 15:27
      Highlight Highlight Aber wir hier in der Schweiz (auch andere Länder) hätten ein Mittel dem ein Riegel vor zu schieben.
      Also sagen wirs anders "Das Volk ist der Souverän..."
      Aber leider lässt sich dieser durch Angstmacherei ganz gut steuern.
      Gesehen bei den Waffenexportgesetz: Man sprach immer von 220 Stellen die verloren gehen würden, obschon dargelegt wurde das von diesen 220 weniger als 1/5, nach Jahren der Annahme, betroffen sein werden. dieser Industriezweig ist sowieso in Staats-Abhängigkeit... Aber das ist ein anderes Thema
      Wenn jetzt 1300 Jobs flöten gehen juckts irgendwie keinen aus Bern und Umgebung
  • Tornado Joe 13.01.2016 11:36
    Highlight Highlight Das Alstom (GE) in der Schweiz Stellen abbauen würde hat man ja bereits vermutet als damals Alstom von GE übernommen wurde, mit der Bedingung in Frankreich keine Stellen zu streichen. Wäre interessant zu wissen ob in Frankreich jetzt doch auch Arbeitsplätze wegfallen.

Frauen verdienen immer noch weniger – hier der Beweis

Die Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen existieren in der Schweiz noch immer. Wie gross die Differenz weiterhin ist, zeigt die heute publizierte Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik (BfS).

Gleicher Lohn für gleiche Arbeit? Gilt in der Schweiz noch immer nicht. Dies zeigen die heute publizierten Zahlen des Bundesamtes für Statistik. Die Schweizerische Lohnstrukturerhebung wird seit 1994 alle zwei Jahre mittels Direkterhebung bei den Unternehmen durchgeführt. Im Jahr 2018 wurden über 36'000 Unternehmen befragt. (Details in der Infobox am Ende des Artikels)

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