Wirtschaft
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Über 3000 Schweizer verdienen mehr als eine Million pro Jahr  



Eine Analyse des Gewerkschaftsbundes (SGB) zeigt: Inzwischen gibt es in der Schweiz rund 14'000 Personen mit einem Salär von über einer halben Million Franken. Gar mehr als eine Million pro Jahr verdienen rund 3000 Personen.

So stark stieg die Zahl der Gutverdienenden an:

Verteilungsbericht 2018

Bild: sgb

In seinem am Donnerstag vorgelegten Verteilungsbericht 2018 verweist der SGB aber auch darauf, dass es in den letzten Jahren bei den tiefen Löhnen gelungen sei, einen Aufholprozess einzuleiten, und dass die Löhne dem Druck aufgrund der massiven Überwertung des Frankens standgehalten hätten. Die Zahl der Gesamtarbeitsverträge sei gestiegen. Der Gewerkschaftsbund kritisiert jedoch, dass die hohen und höchsten Löhne weiterhin überproportional zugelegt haben.

So stark sind die Löhne angestiegen:

Verteilungsbericht 2018

Lesehilfe: Der Lohn der 10 Prozent mit den höchsten Löhnen stieg von 1996 bis 2004 um rund 10 Prozent an, von 1996 bis 2016 stiegen ihre Löhne insgesamt um 24 Prozent. Bild: sgb

Reichstes Prozent hat 42 Prozent des Vermögens

Riesig ist die Ungleichheit beim Vermögen: Das reichste Prozent habe seinen Anteil am Gesamtvermögen innert zehn Jahren um mehr als 6 Prozent auf inzwischen knapp 42 Prozent gesteigert. Die Schweiz belege bei der Vermögensungleichheit im Gegensatz zur Einkommensungleichheit international einen Spitzenplatz.

So sind die Vermögen in der Schweiz verteilt:

Verteilung der Vermögen

Lesehilfe: 2014 besassen die 1 Prozent reichsten Schweizer Steuerpflichtigen zusammen 41.9 Prozent aller Reinvermögen, die 90 Prozent ärmsten Steuerpflichtigen 24.7 Prozent und die restlichen 9 Prozent der Steuerpflichtigen 33.4 Prozent der Reinvermögen. Bild: sgb

Als einkommenspolitische Fehlentwicklung kritisiert der SGB die Belastung mit Krankenkassenprämien. Die Prämienbelastung sei in den letzten zwanzig Jahren real um 115 Prozent gestiegen. Die Prämienverbilligungen hingegen nur um 32 Prozent.

«Mit der stärkeren Belastung der tieferen und der Durchschnittseinkommen durch Krankenkassenprämien und Mieten kontrastieren die Steuererleichterungen der letzten zwanzig Jahre, die den hohen und sehr hohen Einkommen zugutegekommen sind», stellt der SGB fest. (sda/mlu)

Die Forderungen der Gewerkschafter

Wichtigster Faktor für eine gerechtere Einkommensverteilung ist für den Gewerkschaftsdachverband die Lohnentwicklung. Der SGB sieht aufgrund des gut konsolidierten Wirtschaftsaufschwungs seit 2016 die derzeitige Ausgangslage günstig für substanzielle Lohnrunden für Normalverdienende. Gute Löhne seien hier auch entscheidend für eine ausreichende Altersversorgung.
Der Gewerkschaftsbund fordert unter anderem Lohnerhöhungen von 2 bis 2.5 Prozent in der laufende Lohnrunde, einen 13. Monatslohn für alle, die Beseitigung der Lohndiskriminierung von Frauen und ausreichend hohe staatliche Mindestlöhne.
Ausserdem sollte nach Ansicht des Gewerkschaftsbundes die steuerpolitische Begünstigung hoher Einkommen korrigiert werden. Gute und erschwingliche öffentliche Dienstleistungen seien auch einkommenspolitisch eine entscheidende Vorgabe gegen die grassierende Einkommens- und Vermögensungleichheit. (sda)

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Video: srf

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    Alle Leser-Kommentare
  • Schneider Alex 26.10.2018 06:44
    Highlight Highlight "Warum finden wir uns damit ab, dass sich trotz allgemeinen Wahlrechts immer wieder eine Politik durchsetzt, die im besten Fall die Interessen der oberen 10 Prozent, oft sogar nur noch die der reichsten 1 Prozent bedient?“ (Sahra Wagenknecht: Reichtum ohne Gier, Frankfurt am Main, 2016, Seite 11-13)
  • .ch 25.10.2018 11:04
    Highlight Highlight Diese Statistiken sagen eigentlich alles. Im Grunde möchten viele etwas gegen diese Entwicklung unternehmen, wenn es aber konkret wird, ist man dann trotzdem dagegen, und es bleibt beim Wettern über die so genannte "Elite". Siehe Abstimmung im Kanton Aargau über die Millionärssteuer. Warum eigentlich nicht? Aus Angst, die Reichen könnten abwandern? Weil man hofft, dereinst selbst zu den Superreichen zu gehören? Oder einfach, weil man nicht die "Linken" unterstützen will?

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