DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
«Solar Impulse 2» nach der Landung in Chongqing.Bild: EPA/FEATURECHINA

Zu viel Wind, Pilot erkrankt: «Solar Impulse» in China gegroundet

17.04.2015, 12:4617.04.2015, 15:27

Es sollte ein kurzer Stopp werden. Inzwischen sitzen das Solarflugzeug «Solar Impulse 2» und die 60-köpfige Crew seit zwei Wochen in der Millionenmetropole Chongqing im Zentrum Chinas fest. Ein für Donnerstag vorgesehener Start wurde erneut verschoben. Kräftige Winde im ganzen Land sind schuld daran, dass die erste Weltumrundung in einem Solarflugzeug nicht vom Fleck kommt.

Die Winde seien schlicht stärker als die Kapazitäten des Flugzeugs, erklärte Jay Yan, Kommunikationsverantwortlicher des Teams in China, auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Die sechste Etappe – die Distanz beträgt 1200 Kilometer, im Cockpit wird Bertrand Piccard sitzen – soll das Flugzeug von Chongqing in die östliche Stadt Nanjing, nahe Shanghai, bringen. 

«Solar Impulse 2»

1 / 19
Solar Impulse
quelle: solar impulse / andre borschberg
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Die Schweizer Botschaft in China hatte anlässlich der Ankunft der «Solar Impulse 2» in Nanjing ein Fest geplant. Dieses wird nun bis auf weiteres verschoben. Die erneute Verzögerung wurde gemäss CNN durch heftigen Seitenwind verursacht, der für den Zeitpunkt der Landung in Nanjing erwartet wurde. Wind ist die grösste Gefahr für die ultraleichte «Solar Impulse 2» mit ihren riesigen Tragflächen. Für einen Flug sind beinahe perfekte Wetterbedingungen notwendig.

Die «Solar Impulse 2» könnte noch für einige Zeit in Chongqing blockiert bleiben, denn die Prognosen sind nicht ideal. Allenfalls öffne sich am nächsten Dienstag ein kleines Fenster, sagte Claudia Durgnat, die Sprecherin des Projektes, zu CNN. Dramatisch ist die Verzögerung nicht, denn der Start zur folgenden Etappe über den Pazifik nach Hawaii soll erst im Mai erfolgen, wenn das Flugzeug von den länger werdenden Tagen profitieren kann.

Es handelt sich um die schwierigste Etappe der Mission, sie wird bis fünf Tage und Nächte dauern. Im Cockpit sitzen soll André Borschberg, der zweite Pilot. Anfang Woche jedoch musste er für einige Tage in die Schweiz zurückkehren. Er wolle sich einer medizinischen Kontrolle unterziehen, sagte Claudia Durgnat am Dienstag. Sie bestätigte damit eine Information des Westschweizer Fernsehens RTS. Die Ärzte wollten sich vergewissern, dass er für den nächsten Flug in Form sei.

Alles über «Solar Impulse 2».video: YouTube/afp

Borschberg litt unter Migräneanfällen, ausserdem hat er eine Gürtelrose, eine Viruserkrankung. Als mögliche Ursache gilt Stress. Sein Köper reagiere mit den Kopfschmerzen und der Gürtelrose wohl auf die jahrelange harte Arbeit, sagte Borschberg der Zeitung «24 Heures». «Es ist aber nichts Schlimmes», zeigt er sich zuversichtlich. «Das Gute daran ist, dass ich mich vor der Pazifik-Überquerung richtig erholen kann.» 

Der gebürtige Zürcher dürfte sich in den nächsten Tagen wieder nach China begeben. Piccard und Borschberg wollen mit der ersten Erdumrundung eines Solarfliegers für den Einsatz und die Möglichkeiten von Sonnenenergie werben. Der Flug um die Erde hatte am 9. März im Emirat Abu Dhabi begonnen. Die beiden Abenteurer wechseln sich bei den Flügen im Cockpit ab. (pbl/sda)

Was weisst du über «Solar Impulse 2»? Hier geht es zum Quiz

«Solar Impulse 2» auf Testflug

1 / 11
Solar Impulse 2 auf Testflug
quelle: epa/solar impulse / olga stefatou / solar impulse/hand
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Themen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Jüdischer Notar soll Anne Frank an die Nazis verraten haben – um seine Familie zu retten

Das Versteck des jüdischen Mädchens Anne Frank und seiner Familie vor den Nationalsozialisten ist vermutlich von einem Notar verraten worden.

Zur Story