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Aufnahmen von «James Webb» zeigen Ringe des Neptun

Du dachtest, Neptun hat keine Ringe? Warte bis du das Foto vom James-Webb-Teleskop siehst

Das James Webb Teleskop hat seine Reise am 25. Dezember letztes Jahr angetreten. Seither begeistern seine Bilder die Welt. So nun auch spektakuläre neue Aufnahmen des Planeten Neptun.
22.09.2022, 08:0822.09.2022, 11:54

Den meisten von uns dürfte Neptun so bekannt sein: Blau, ohne Ringe. Diese Aufnahme ist allerdings bereits über 30 Jahre alt und stammt von der NASA Voyager 1989. Wenn auch auf diesem Bild nicht sichtbar, so bestätigte die Raumsonde am 22. August 1989 die Neptunringe.

Neptun Nasa
Dieses kontrastverstärkte Farbbild von Neptun wurde von NASA Voyager 2 am 14. August 1989 aufgenommen. Die Ringe waren darauf nicht ersichtlich.Bild: Nasa

Die Sonde benötigte 12 Jahre bis sie den Planeten erreicht hatte. Mithilfe eines Filters konnten Neptunringe schon damals sichtbar gemacht werden.

Das Webb-Teleskop zeigt die Ringe, wie noch nie zuvor

Dem Weltraumteleskop «James Webb» ist jetzt allerdings eine spektakuläre neue Aufnahme gelungen.

Neptun Nasa
Auf der Aufnahme sind die Ringe des Neptuns gut zu erkennen.Bild: Nasa

Auf dem Bild sind die Ringe des Eisriesen in aussergewöhnlicher Deutlichkeit zu sehen, wie die europäische Raumfahrtagentur Esa mitteilte. Auch die Staubbänder um den Planeten herum seien klar zu erkennen.

Eine dünne helle Linie um den Äquator könnte demnach ein Anzeichen für die atmosphärische Zirkulation sein, die Neptuns Winde und Stürme antreibt. Der Nordpol sei für das Teleskop gerade nicht mehr sichtbar. Die Aufnahmen deuteten aber auf eine ungewöhnliche Helligkeit in der Region hin.

Triton stiehlt Neptun die Show

Sogar in einem grösseren Bildausschnitt sind Neptuns Ringe noch gut sichtbar. Sichtbar ist allerdings auch ein leuchtend blauer Lichtfleck oben links von Neptun. Es handelt sich dabei um Neptuns Mond Triton. Wie kann es sein, dass dieser so viel heller leuchtet als Neptun? Neptuns Atmosphäre absorbiert Methan, was den Planeten auf der Aufnahme des Webb-Teleskops dunkler erscheinen lässt, erklärt die Nasa. Zudem reflektiert Triton durchschnittlich 70 Prozent des Sonnenlichts, das auf ihn trifft.

Neptun Nasa
Ein grösserer Bildausschnitt zeigt Neptun, sowie gut sichtbar den Mond Triton oben links. Bild: Nasa

«James Webb» wurde gemeinsam von den Weltraumbehörden in Europa (Esa), den USA (Nasa) und Kanada (CSA) gebaut und war am 25. Dezember an Bord einer Ariane-Trägerrakete vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana ins All gestartet - nachdem es zuvor Kostenexplosionen und immer neue Verschiebungen gegeben hatte. Mitte Juli waren die ersten Aufnahmen des Teleskops veröffentlicht worden und hatten die bislang tiefsten und detailreichsten Einblicke in den Weltraum geliefert. (saw/sda/dpa)

So sieht das Universum aus – die Bilder des Webb-Teleskops

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