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«Tote Hose am Kiosk»: So läuft der Verkauf der neuen EM-Bildli

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«Tote Hose am Kiosk»: So läuft der Verkauf der neuen EM-Bildli

Seit Donnerstag werden überall die neuen Sammelbildli zur Fussball-EM in Deutschland verkauft. Der Ansturm am Kiosk auf die Sticker hält sich noch in Grenzen. Auch der Herstellerwechsel von Panini zu Topps sorgt für Kritik.
05.04.2024, 03:5905.04.2024, 07:24
Rochus Zopp / ch media
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Es ist das Ende einer Ära. 40 Jahre lang hat der italienische Stickerhersteller Panini die offiziellen Sammelbilder zur Fussball-EM und-WM herausgegeben. Doch damit ist nun Schluss. Für die im Sommer stattfindende Europameisterschaft in Deutschland werden die beliebten Sticker vom amerikanischen Hersteller Topps herausgegeben.

Seit Donnerstag sind die neuen Bilder überall erhältlich. Am Kiosk ist der grosse Run auf die Bilder noch ausgeblieben, wie Joe Bürli, Inhaber des Kiosks Quellenstrasse in Zürich auf Anfrage sagt: «Heute war noch tote Hose.» Bis zum Donnerstagmittag habe er nur zwei Alben, sowie eine Box verkauft. Der Blick-Ausgabe vom Donnerstag ist ein Sticker-Album beigelegen. «Früher gab es darauf einen Run, heute habe ich gar nichts davon gespürt», erklärt Bürli.

Neuer Hersteller sorgt für Kritik

Wie eine Umfrage auf den Strassen Zürichs zeigt, haben sich noch nicht alle Sammler an den neuen Namen gewöhnt: «Panini heisst immer noch Panini für mich», stellt Simon aus der Nähe von Zürich gleich klar, als er zu den neuen Stickern befragt wird. Auch das Design des neuen Albums und der Sticker gefällt nicht allen. «Das alte Album war besser, aber wer Spass am neuen hat, bitte», meint ein Zürcher. Ein weiterer Mann meint, dass die Bilder auf den ersten Blick qualitativ schlechter wirkten.

Für die meisten Leute spielt es aber keine grosse Rolle, wer die Bilder herstellt. «Ob es jetzt Topps ist oder Panini macht wahrscheinlich keinen grossen Unterschied», meint ein Zürcher. Für Philipp aus Oerlikon ist der Wechsel sogar positiv: «Vielleicht ist es auch gut, dass eine Marktmacht mal gebrochen wurde.» Kioskbetreiber Bürli kann noch nicht sagen, ob der Herstellerwechsel einen Einfluss auf die Verkäufe hat.

«Gehört zu einer EM oder WM dazu»

Er glaubt, dass der Verkauf der Klebebildli noch anziehen wird: «Erfahrungsgemäss fängt das Sammelfieber an, wenn auf dem Pausenplatz getauscht wird.» Im Mai werde man dann sagen können, wie gut die neuen Sticker laufen. «Je näher zu EM, desto besser», sagt der Inhaber des Kiosks Quellenstrasse.

Ob die Sammelwut die Schweiz bis zum Start der EM tatsächlich noch erfasst, wird sich zeigen. Für Marino aus Graubünden ist die Sache aber schon jetzt klar: «Es gehört einfach zu einer EM oder WM dazu.»

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