Das sind die beliebtesten E-Autos der Schweiz – eine europäische Marke fährt allen davon
Im April kamen über 4600 neue E-Autos auf Schweizer Strassen. Das sind gut ein Drittel mehr als im April vor einem Jahr. Der Marktanteil beträgt 25,2 Prozent gegenüber 18,6 Prozent im Vorjahresmonat. Damit ist immerhin jedes vierte neu zugelassene Auto ein vollelektrisches Modell.
Seit Anfang Jahr legten Stromer um 13,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu. Zum Vergleich: Teilelektrische Plug-in-Hybride legten mit einem Plus von 27,0 Prozent noch deutlich stärker zu. Demgegenüber wuchsen klassische Hybridmodelle nur noch um 1,8 Prozent, während reine Benziner (–13,8 %) und Dieselautos (–26,7 %) weiter an Boden verloren.
Skoda distanziert alle
Skoda war im April mit Abstand die beliebteste E-Auto-Marke der Schweiz. Dahinter folgen die deutschen Premiumhersteller BMW und Mercedes-Benz. Im Aufwind sind auch chinesische Automarken. Der weltweit grösste E-Auto-Hersteller BYD aus China lag im April nur noch knapp hinter Tesla und vor bekannten Rivalen wie Renault, Kia, Hyundai oder Toyota.
Da Skoda die E-Auto-Auslieferungen von Januar bis April laufend steigerte, liegt die tschechische VW-Tochter nach den ersten vier Monaten deutlich in Führung. Insgesamt verdoppelte Skoda die E-Auto-Auslieferungen gegenüber dem Vorjahr, während Teslas Auslieferungen bis Ende April nochmals um 16 Prozent sanken. Der Autokonzern von Elon Musk konnte lediglich im März knapp mehr E-Autos als Skoda ausliefern.
BMW und Volvo bedrängen Tesla
Von Januar bis April verkauften BMW und Volvo fast gleich viele Elektroautos in der Schweiz wie der E-Auto-Pionier aus den USA. Unangefochtener Marktführer bleibt der Volkswagen-Konzern, der mit seinen Marken Skoda, Audi und VW dreifach in den Top 10 vertreten ist.
Auf den Rängen 11 bis 20 platzieren sich fünf chinesische E-Auto-Marken: BYD (11), Leapmotor (13), MG (18), Polestar (19) und Zeekr (20).
Diese E-Auto-Modelle waren im April populär
Auf Modellebene glänzten im April erneut zwei Elektro-SUVs von Skoda (Enyaq und Elroq), Rang drei ging an Teslas Model Y. Gemeinsam auf Rang sechs platzierten sich zwei neue Elektroautos von BMW und Mercedes. Beide Hersteller führen derzeit ihre neuen Modelle Mercedes CLA und BMW iX3 ein, die Reichweiten von 700 bis 800 Kilometer erreichen.
Skodas Enyaq und Elroq sind die einzigen E-Autos, die sich in der Schweiz im bisherigen Jahresverlauf über 1000-mal verkauft haben.
Rang 5: BMW iX1
Rang 6: Mercedes CLA
Rang 6: BMW iX3
Schweiz verpasst E-Mobilitäts-Ziel
Elektroautos sind ein wichtiger Bestandteil der Schweizer Klimaziele. Die Autobranche hat aber die Ziele des Bundes, die bis 2025 einen Anteil von 50 Prozent elektrifizierten Autos an den Neuwagenverkäufen vorsahen, klar verfehlt. Im vergangenen Jahr kamen sogenannte Steckerfahrzeuge, also E-Autos und teilelektrische Plug-in-Hybride, auf einen Marktanteil an den Neuzulassungen von lediglich 34 Prozent. Im April nun betrug dieser Wert 37,5 Prozent, davon 25,2 Prozent E-Autos und 12,3 Prozent Plug-in-Hybride. Der Anteil der Steckerfahrzeuge seit Anfang Jahr beträgt kumuliert 34,7 Prozent. Damit liegt die Schweiz weiterhin weit hinter ihren Zielen.
Zum Vergleich: In Norwegen waren im April 98,6 Prozent aller neu zugelassenen Personenwagen vollelektrische E-Autos. In Dänemark entschieden sich 81,9 Prozent für ein E-Auto; von den Privatkunden griffen gar 96,3 Prozent zu einem Stromer. In Finnland und Schweden kamen Elektroautos im vergangenen Monat auf einen Anteil von 49 respektive 41 Prozent und in Belgien und den Niederlanden machten sie jeweils gut 37 Prozent der Neuzulassungen aus.
(oli)
