Wirtschaft
Israel

Importstopp für Geflügel aus jüdischen Siedlungen

EU 

Importstopp für Geflügel aus jüdischen Siedlungen

22.05.2014, 18:0522.05.2014, 18:05
Israelische Siedlung im Westjordanland
Israelische Siedlung im WestjordanlandBild: AFP

Die Europäische Union hat die Einfuhr von Geflügelprodukten und Eiern aus jüdischen Siedlungen im israelisch besetzten Westjordanland blockiert. Erzeugnisse aus dem annektierten Ost-Jerusalem sind ebenfalls betroffen.

Die EU-Kommission informierte das Landwirtschaftsministerium in Israel, dass es die Zertifikate der israelischen Lebensmittelkontrolle nur für das Staatsgebiet bis zum Sechstagekrieg 1967 anerkenne. Die Geflügelprodukte aus den Siedlungen entsprächen deshalb nicht den Import-Regeln der EU zum Gesundheitsschutz.

Ein Vertreter der EU in Tel Aviv erklärte, diese Entscheidung entspreche «dem Geist» der neuen Richtlinien, die zum Jahresbeginn in Kraft traten. Diese untersagen die Kooperation mit Unternehmen und Institutionen, die in den israelischen Siedlungen aktiv sind.

Nach internationalem Recht sind die Städte und Dörfer, die Israel in 1967 eroberten Gebieten errichtete, illegal. Die EU und auch die USA sehen den zuletzt forcierten Siedlungsausbau als eine Hauptursache für das Scheitern der jüngsten Friedensverhandlungen.

Das Landwirtschaftsministerium lehnte auf Anfrage eine Stellungnahme ab. Eier und Geflügelprodukte aus den Siedlungen in Israel machen weniger als fünf Prozent an der Gesamtmenge dieser Erzeugnisse aus. (tvr/sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Nach Supreme-Court-Schlappe: Trump will weltweiten 10-Prozent-Zoll verhängen
Nachdem der Oberste Gerichtshof in Washington Sonderzölle von US-Präsident Donald Trump für ungültig erklärt hatte, verkündete dieser sogleich einen neuen Basiszoll von zehn Prozent für internationale Handelspartner. Zuvor hatte Trump den US Supreme Court für dessen Entscheidung scharf kritisiert. Er tobte verbal auf seinem Social-Media-Kanal und nannte sie eine Schande.
Zur Story