Der erste «Cyborg»-Wettkampf startet im Kanton Zürich

Publiziert: 08.10.16, 08:24

Am heutigen Samstag veranstaltet die ETH Zürich in Kloten ZH erstmals einen grossen «Wettkampf der Prothesen» oder «Cyborg»-Wettkampf. «Cyborg» bezeichnet ein Mischwesen zwischen lebendigem Organismus und Maschine. Antreten werden Menschen mit Behinderungen.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind ausgerüstet mit High-Tech-Rollstühlen, Prothesen und anderen Hilfsmitteln. Anders als bei den Paralympics stehen technologischer Fortschritt und die Alltagstauglichkeit von technischen Hilfsmitteln für Menschen mit Behinderungen im Mittelpunkt des Wettkampfs.

Die sechs Disziplinen sind deshalb darauf angelegt, Hürden des Alltags abzubilden. Das kann die Überquerung von unebenem Gelände mit einem Rollstuhl sein oder das Wäscheaufhängen mit einer Handprothese.

Die Idee des Prothesen-Wettkampfs geht zurück auf Robert Riener, Doppel-Professor an der ETH und Universität Zürich. Durch seine Arbeit an Robotertechnik für Reha-Kliniken kennt er das Problem, dass technischen Hilfsmittel für Menschen mit Behinderungen einiges zu wünschen übrig lassen.

«Was bringt Ihnen beispielsweise ein Exoskelett, mit dem Sie zwar wieder laufen können, aber dessen Batterie keinen ganzen Tag hält und das zu klobig ist, um damit ins Auto zu steigen», fragte sich Riener im Gespräch mit der Nachrichtenagentur sda.

72 Teams aus 25 Ländern treten bei dem Wettbewerb an. Dabei sind sowohl internationale und Schweizer Hochschulen als auch kommerzielle Anbieter von Prothesen. Gemeinsam mit ihrem Piloten oder ihrer Pilotin - wie die Athleten im Wettkampf heissen - haben die Entwickler ihre Technologien ausgefeilt, nutzerfreundlicher gemacht und ihre Anwendung für die Cybathlon-Parcours trainiert. Nun präsentieren sie sich in der ausverkauften Swiss Arena in Kloten ZH. (sda)

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