In Como ist ein Aufnahmezentrum für Flüchtlinge eröffnet worden

Publiziert: 19.09.16, 15:48

In der italienischen Grenzstadt Como ist am Montag ein temporäres Aufnahmezentrum für Flüchtlinge eröffnet worden. Es soll den Menschen in der kalten Jahreszeit ein Dach über dem Kopf bieten. Seit Mitte Juli hatten hunderte Migranten im Park und am Bahnhof geschlafen.

Rund 50 Container mit einer Kapazität von 300 Betten stünden seit Montag für die Flüchtlinge bereit, berichtete die italienische Nachrichtenagentur ANSA am Montag. Das neue Aufnahmezentrum, welches vom Roten Kreuz betrieben wird, verfügt auch über eine Mensa und sanitäre Anlagen.

Gemäss ANSA entschieden sich zunächst nur 20 Personen dafür, in das neue Zentrum umzuziehen. Derzeit sollen sich um den Bahnhof und den angrenzenden Park immer noch mehrere hundert Flüchtlinge aufhalten. Sie schlafen dort in Zelten oder auf Decken im Bahnhofsgebäude. Viele von ihnen wurden zuvor an der Schweizer Grenze zurückgewiesen.

Im August kritisierten zahlreiche NGOs insbesondere die Situation von unbegleiteten Minderjährigen an der Schweizer Südgrenze. Diese seien von Schweizer Behörden an einem Grenzübertritt gehindert worden, obwohl sie nach eigenen Angaben um Schutz ersucht hatten und zu ihren Angehörigen in der Schweiz oder in andere europäische Staaten reisen wollten.

Das Grenzwachtkorps hatte dagegen vorgebracht, dass alle an der Grenze aufgegriffenen Personen - insbesondere unbegleitete Minderjährige - unter Berücksichtigung internationaler Abkommen und unter Wahrung der Menschenrechte behandelt würden.

Im Tessin finden Menschen, die nach Italien zurücküberwiesen werden sollen, seit Ende August in Rancate kurzfristig eine Unterkunft. Der maximale Aufenthalt beträgt dort 24 Stunden. Am vergangenen Wochenende sei das dortige Zentrum mit 145 Menschen vorübergehend komplett ausgelastet gewesen, teilte die Tessiner Kantonspolizei auf Anfrage mit. Im Durchschnitt würden sich dort etwa 50 Menschen übernachten - am darauf folgenden Morgen werden sie dann an die italienischen Behörden übergeben. (sda/ansa)

Meistgelesen

1

Führerschein weg, 7000 Franken weg – warum Theo nach einer …

2

So macht's der «Blick» – Wie würdest du diese Story tit(t)eln? …

3

Ich mach seit 20 Jahren Interviews. Keins war so ein Desaster wie das …

4

Der PICDUMP ist da! 💪

5

25 Dinge, die dir nur in der Schweiz im Zug passieren

Meistkommentiert

1

Kein Wunder, wurde das Instrument des Grauens einst Fotzhobel genannt: …

2

Es gibt keinen Gott: Die Wichtigkeit der Nichtigkeit

3

Dieses Restaurant in Zürich führt als erstes der Schweiz …

4

Schweizer Retro-Food oder das moderne Gegenstück: Was hättest du …

5

Frauen sollen länger arbeiten: Nationalrat beschliesst Rentenalter 65

Meistgeteilt

1

«Sie hät ja gseit!» Dübendorfs Widmer trotz Cup-Out der …

2

SC Bern scheitert blamabel an Ticino Rockets – Davos ohne Probleme

3

Die 12 nervigsten Nachbarn

4

Schont der SC Bern seine Stars bald auch bei NLA-Auswärtsspielen?

5

Bye-bye, Blackberry! Der Smartphone-Pionier gibt auf

0 Kommentare anzeigen
0
Logge dich ein, um an der Diskussion teilzunehmen
Youtube-Videos und Links einfach ins Textfeld kopieren.
600