Neue Studie zeigt: Jedes vierte Haustier schläft im Bett des Besitzers
Das leise Schnurren auf dem Sofa, der Hund, der beim Heimkommen ausflippt: Für viele Menschen sind Haustiere weit mehr als nur Tiere. Sie sind Familienmitglieder, Seelentröster – und manchmal sogar Schlafpartner. Wie intensiv diese Beziehung ist, unterscheidet sich in Europa allerdings deutlich. Das zeigt eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts YouGov im Auftrag von Galaxus.
Befragt wurden 5125 Personen in Deutschland, der Schweiz, Österreich, Frankreich und Italien. Das Ergebnis: In mehr als jedem zweiten Haushalt lebt mindestens ein Haustier – doch die Liebe zu Hund, Katze und Co. hat klare nationale Eigenheiten.
Am tierverliebtesten sind die Italienerinnen und Italiener. Vier von zehn Befragten geben an, mindestens ein Haustier zu besitzen, jede vierte Person sogar mehrere. Ähnlich hoch ist der Tieranteil in Frankreich und Österreich. Schlusslicht ist die Schweiz: Nur 39 Prozent der Befragten leben mit einem oder mehreren Haustieren zusammen.
Auffällig sind auch Geschlechterunterschiede: Während in Italien, Frankreich und Österreich Männer und Frauen ähnlich häufig Haustiere halten, sind es in der Schweiz und in Deutschland deutlich öfter Frauen, die mit Katze, Hund oder Kleintier zusammenleben.
Schweizerinnen und Schweizer lieben Katzen
Besonders markant sind die Unterschiede bei der Wahl des Haustiers. Die Schweiz ist klar von Katzen dominiert: Rund zwei Drittel der Tierhalter besitzen Katzen, nur ein Drittel Hunde. Kein anderes untersuchtes Land weist ein derart deutliches Katzenübergewicht auf. In Deutschland und Italien hingegen halten sich Hunde und Katzen ungefähr die Waage.
Unangefochtene Spitzenreiter bleiben europaweit dennoch Hund und Katze. Kleintiere, Vögel oder Fische spielen nur eine Nebenrolle – wobei die Schweiz die meisten Kleintiere hält und in deutschen Haushalten vergleichsweise viele Vögel leben.
Jedes vierte Haustier schläft im Bett
Auch bei den Schlafgewohnheiten zeigen sich kulturelle Unterschiede – mit überraschenden Gemeinsamkeiten. Rund die Hälfte aller Haustiere schläft europaweit im eigenen Körbchen oder Käfig, knapp ein Drittel darf aufs Sofa. Etwa jedes vierte Haustier teilt sich sogar das Bett mit seinen Besitzerinnen oder Besitzern.
Katzen dürfen in der Schweiz und in allen Nachbarländern ausser Deutschland eher ins Bett als Hunde. In unserem nördlichen Nachbarland sind Frauchen und Herrchen aber am tolerantesten. Ein Drittel der Befragten lassen ihren Hund oder ihre Katze mit sich im Bett schlafen. In der Schweiz sind es deutlich weniger.
Schweizer Tierhalten halten sich mit Geschenken zurück
Grosszügig sind viele Europäerinnen und Europäer, wenn es ums Verwöhnen geht. Besonders in Italien: Mehr als die Hälfte der Haustiere erhält dort regelmässig Geschenke, etwa zu Weihnachten oder zum Geburtstag. In jedem vierten Fall werden die Tiere sogar häufiger beschenkt als Verwandte wie der Schwager oder die Eltern.
Ganz anders die Schweiz: Hier gehen Haustiere an Feiertagen oft leer aus. Auch bei den Ausgaben zeigt sich Zurückhaltung.
Wer für sein Haustier besonders tief in die Tasche greift, lebt in Österreich. Drei von zehn Tierhaltern geben monatlich zwischen 50 und 99 Euro aus, jede fünfte Person sogar bis zu 199 Euro. Deutlich sparsamer zeigen sich dagegen die Französinnen und Franzosen.
(pre)
