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Ecuador: Menschliche Köpfe an Touristenstrand zur Schau gestellt

Ecuador: Menschliche Köpfe an Touristenstrand zur Schau gestellt

In einer Küstenstadt in Ecuador wurden menschliche Köpfe am Strand gefunden. Eine Holztafel war an der grausigen Entdeckung festgemacht.
12.01.2026, 06:2012.01.2026, 06:20
Ein Artikel von
t-online

Die ecuadorianische Polizei hat am Sonntag mehrere menschliche Köpfe entdeckt, die an einem Touristenstrand zur Schau gestellt waren. In Onlinediensten veröffentlichte Fotos zeigten fünf Köpfe, die mit Seilen an zwei Holzpfosten am Strand von Puerto López im Südwesten des südamerikanischen Landes festgebunden waren. Auf einer Holztafel daneben wurden Bandenmitglieder bedroht, die die vor Ort als «Impfkarten» bekannten Schutzgelder erpressen.

epa11883772 A man surfs at a beach in Olon, Ecuador, 08 February 2025. Ecuador's President, Daniel Noboa, who won the extraordinary elections of 2023, seeks reelection for a full term (2025-2029) ...
Ein Strand in Ecuador. (Symbolbild)Bild: keystone

«Die Stadt gehört uns. Wenn ihr weiterhin Fischer ausraubt und Impfkarten verlangt – wir haben euch bereits identifiziert», hiess es darauf. Die Küstenstadt Puerto López ist ein beliebtes Ziel für Touristen zur Beobachtung von Walen. Am selben Strand waren im Dezember mindestens neun Menschen, darunter ein Baby, bei Gewalttaten getötet worden, die die Behörden auf Auseinandersetzungen zwischen örtlichen Banden zurückführten.

Das zwischen Kolumbien und Peru – den beiden weltgrössten Produzenten von Kokain – gelegene Ecuador hat sich zu einem wichtigen Transitland für den Drogenhandel entwickelt. Der rechtsgerichtete Präsident Daniel Noboa hat in mehreren Provinzen den Notstand ausgerufen und Truppen zur Bekämpfung der Drogenbanden entsandt, bislang allerdings mit geringem Erfolg. Im Jahr 2025 lag die Mordrate bei 52 pro 100'000 Einwohner, wie Aktivisten zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität mitteilten.

Verwendete Quellen:

  • Nachrichtenagentur AFP
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38 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Kommissar Rizzo
12.01.2026 09:17registriert Mai 2021
Solange eine riesige Nachfrage nach dem weissen Pulver herrscht, so lange wird es Menschen geben, die es herstellen. Insbesondere dann, wenn die Alternative ein karges Leben ist.

Jeder, der sich das Zeugs raufzieht, muss wissen, dass es nicht nur dessen Schleimhäute zerfrisst, sondern ganze Gesellschaften und Länder.
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Erwin Apfeltee
12.01.2026 09:43registriert August 2023
Jeder, der sich regelmässig eine Nase voll gönnt, hat Blut an den Händen, resp. der Nase.
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Fred_64
12.01.2026 09:16registriert Dezember 2021
Ecuador hat sich zu einem wichtigen Transitland für den Drogenhandel entwickelt.
Wieso schreitet Trump da nicht ein?
Aber ja stimmt, es ist ein rechtsgerichteter Präsident an der Macht und die sind ja generell gut.
Ausser eben nicht, wie so häufig...
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