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Digitaler Fussabdruck: Du solltest dich wieder einmal googeln

29.11.16, 13:41 29.11.16, 16:14

Viele Schweizer wissen nicht, was im Internet über sie zu finden ist. Nur jeder zehnte Deutschschweizer überprüft regelmässig seinen digitalen Fussabdruck. Chancen und Risiken für die Karriere werden unterschätzt, wie es in einer Studie heisst, die vom beruflichen Online-Netzwerk Xing in Auftrag gegeben wurde.

Im Internet verfügbare, persönliche Informationen beeinflussen die verschiedensten Lebensbereiche. Der digitale Fussabdruck, wie die Summe dieser Informationen auch genannt wird, gewinnt an Bedeutung, wie Xing in einer Mitteilung vom Dienstag schreibt. So interessieren sich beispielsweise zukünftige Arbeitgeber für die Social-Media-Profile von Bewerberinnen und Bewerbern.

Regelmässig den eigenen Namen googeln

Welche Informationen über die eigene Person tatsächlich öffentlich im Internet vorhanden ist, wissen viele nicht. So gaben in der Studie nur 9.5 Prozent der Befragten an, ihren digitalen Fussabdruck regelmässig zu überprüfen, beispielsweise indem sie bei Google nach dem eigenen Namen suchen.

Knapp 50 Prozent tun dies nur selten, wenn sie zufällig daran denken. Knapp 17 Prozent haben sich noch nie darum gekümmert, welche Informationen über sie im Netz vorhanden sind.

Fast jeder Dritte findet unerwünschte Inhalte

Dabei haben 30 Prozent der Befragten bereits einmal Informationen gefunden, die sie lieber nicht öffentlich im Internet sehen würden. Meist sind dies nicht mehr gültige Angaben zur Person und veraltete Social-Media-Profile, gefolgt von Inhalten, die ohne Zustimmung publiziert wurden.

Vor allem jüngere Personen gehen zu häufig sorglos mit persönlichen Informationen um. So erklärten 26 Prozent der Befragten in der Altersgruppe bis 29 Jahre, dass sie im privaten Umfeld bereits online Inhalte geteilt haben, die der Arbeitgeber nicht sehen darf.

Die häufigsten Sünden sind freizügige Fotos, Bilder mit Personen, mit denen man beruflich nicht in Verbindung gebracht werden will oder Fotos, auf denen man offensichtlich zu tief ins Glas geschaut hat.

Chancen für die Karriere

Die Schweizer verkennen die Relevanz ihres digitalen Fussabdrucks für die Karriere, wie es in der Mitteilung heisst. So glauben zwei Drittel der Befragten nicht, dass ihre Aktivitäten in Online-Netzwerken die berufliche Laufbahn beeinflussen.

Experten halten dies für einen Trugschluss. Die öffentlich verfügbaren Informationen bilden Teil eines Gesamtbildes, das sich Arbeitgeber von möglichen neuen Mitarbeitenden machen. Mit einem interessanten Online-Profil und einem insgesamt positiven digitalen Fussabdruck könne man sich von anderen Kandidaten abheben, wird Danica Ravaioli von Adecco Schweiz zitiert.

Für die Studie wurden 506 Interviews mit web-aktiven Personen aus der Deutschschweiz im Alter zwischen 14 und 65 Jahren geführt. Durchgeführt wurde die repräsentative Studie vom Meinungsforschungsunternehmen Marketagent.com AG. (whr/sda)

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
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  • Cheesus 29.11.2016 18:13
    Highlight Hilfreich wäre ein Ratgeber, was man unternehmen kann, wenn man unliebsame Informationen über sich findet. Meines Wissens ist das aber recht schwierig bis unmöglich...
    15 1 Melden
  • Pana 29.11.2016 16:07
    Highlight Ach du Sch... Ja ich google mich, beruflich bedingt, regelmässig mal selbst. Dank diesem Artikel also wieder mal, und was finde ich heraus? In Seattle lebt jemand mit meinem Namen (gab weltweit in Google wirklich nur mich mit selben Namen), und der Typ wurde verhaftet. Toll. Sehr toll.
    28 0 Melden

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Am Freitag hat der Bundesrat neue Dokumente zur Abstimmung über das Bedingungslose Grundeinkommen (BGE) ins Internet gestellt. Sie zeigen: Drei Monate vor der Abstimmung nimmt er das Anliegen endlich ernst.

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