International

Die Bewohner von Ammam al-Alil verlassen den Ort und suchen Sicherheit in gesicherten Zonen.  Bild: THAIER AL-SUDANI/REUTERS

Irakische Einheiten nehmen strategischen Ort im Süden Mossuls ein

Publiziert: 07.11.16, 13:53 Aktualisiert: 07.11.16, 14:20

Irakische Regierungstruppen haben am Montagvormittag bei ihrem Vormarsch auf Mossul im Süden der Grossstadt die letzte dort noch von der Terrormiliz «Islamischer Staat» («IS») kontrollierte grössere Ortschaft eingenommen.

Wie AFP-Reporter berichteten, rückten die Einheiten der Polizei, die Armee und Eliteeinheiten des Innenministeriums von Osten in die etwa 15 Kilometer südöstlich von Mossul am Westufer des Tigris gelegene Ortschaft Hamam al-Halil ein.

Einige Einwohner öffneten sofort ihre Geschäfte, andere suchten die örtlichen Schwefelquellen auf. Soldaten halfen vertriebenen Zivilisten mit ihrem Gepäck.

Auch Terrain-Gewinne nördlich von Mossul

Nordöstlich von Mossul nahmen unterdessen kurdische Peschmerga-Kämpfer nach eigenen Angaben einen der letzten von der «IS»-Miliz kontrollierten Ort im Umland der Grossstadt ein.

Die Einheiten seien bis ins Zentrum des Ortes Baschika vorgedrungen und hätten das Rathaus unter Kontrolle gebracht, sagte Peschmerga-Kommandant Asis Wisi am Montag. Einige wenige «IS»-Kämpfer hätten sich noch in Gebäuden versteckt. Reporter meldeten, es habe noch Schusswechsel gegeben.

Peschmerga-Kämpfer nahe der Stadt Baschika. Bild: AZAD LASHKARI/REUTERS

Baschika liegt etwa 20 Kilometer von Mossul entfernt am Fuss eines gleichnamigen Berges. Die Offensive zur Rückeroberung Mossuls von der «IS»-Miliz hatte am 17. Oktober begonnen. An ihr sind zehntausende irakische Soldaten und kurdische Peschmerga-Kämpfer beteiligt. Sie werden durch Luftangriffe der internationalen Anti-«IS»-Koalition unter Führung der USA unterstützt.

In der mehr als eine Million Einwohner zählenden Grossstadt Mossul werden mehrere tausend «IS»-Kämpfer vermutet. Es wird ein schwieriger und langer Häuserkampf bis zur völligen Rückeroberung der Stadt erwartet. Die Dschihadisten hatten Mossul im Juni 2014 eingenommen. (gin/sda/afp)

Wie ist das Leben unter dem «IS»? Der letzte Blogger von Mossul berichtet:  

Hol dir die App!

User-Review:
Gina226 - 6.4.2016
Watson, du bist super. Ich möchte dich nicht mehr missen. ❤️
0 Kommentare anzeigen
0
Logge dich ein, um an der Diskussion teilzunehmen
Youtube-Videos und Links einfach ins Textfeld kopieren.
600

Diese 23 Bilder aus Syrien beweisen, dass gerade was komplett falsch läuft

An der syrisch-türkischen Grenze sitzen zehntausende Flüchtlinge fest. Die folgenden Bilder vermitteln einen Eindruck, wie katastrophal die Lage für die Vertriebenen ist. 

Die Lage an der syrisch-türkischen Grenze ist prekär. Rund 40'000 Menschen warten darauf, das Bürgerkriegsland zu verlassen. 

Doch das geht nicht mehr, weil die Türkei die Grenze dicht gemacht hat. 

Nur wenige Schwerverletzte dürfen derzeit den Grenzposten passieren, für die anderen ist ein Übertritt ins Nachbarland nicht mehr möglich. Beim Grenzdorf Akinci hat die Türkei sogar mit dem Bau einer Mauer begonnen. 

Auf syrischer Seite wurden zwar Flüchtlingslager eingerichtet, doch …

Artikel lesen