Schweiz

Trump ist Präsident – das Ende der Wahlparty in der US-Botschaft in Bern. Bild: KEYSTONE

Was Donald Trump vertritt, findet auch beim Schweizer Stimmvolk Anklang

Ungläubigkeit löste Donald Trumps Wahl zum US-Präsidenten auch in der Schweiz aus – und viel Empörung. Dabei heissen die Schweizer Stimmberechtigten längst Ideen gut, wie sie der künftige US-Präsident vertritt.

Publiziert: 14.11.16, 08:48 Aktualisiert: 14.11.16, 14:06

Jürg Krebs / aargauer Zeitung

Ein US-Präsident Donald Trump war für viele kaum vorstellbar. Politik, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft rieben sich am Tag danach nicht nur in der Schweiz die Augen. An einen Sieg hatte ausserhalb der USA weder Freund noch Feind geglaubt. Seither ergehen sich die einen in Schadenfreude, die anderen geizen nicht mit Weltuntergangs-Prophezeiungen.

Lassen wir Trumps beleidigende, chauvinistische und rassistische Sprüche während des Wahlkampfs für einen Augenblick beiseite. Fokussieren wir mal auf seine Politik, deren Linien sich abzuzeichnen beginnen. Darin spiegelt sich mehr Schweizer Politik, als die Empörung hierzulande glauben macht. Fünf Beispiele:

«Switzerland first»

Trumps Credo während des Wahlkampfs lautete: «America first».
Die Schweiz verfolgt seit Jahren eine auf den bestmöglichen eigenen Nutzen ausgerichtete Politik (tut das nicht jedes Land?). Einen EU-Beitritt hat sie bislang ausgeschlagen, um die eigene Handlungsfähigkeit nicht einzuschränken und den Einfluss anderer Staaten auf die eigene Politik zu unterbinden. Die Beziehung zur EU regelte die Schweiz über den Sonderzug der bilateralen Verträge.

Alle jüngsten Umfragen zeigen: Die Schweizerinnen und Schweizer wollen nach wie vor keinen EU-Beitritt. Am 9. Februar 2014 sagten die Stimmberechtigten Ja zur Initiative gegen die Masseneinwanderung. Seither wird über einen Inländervorrang bei der Stellenvergabe diskutiert und über die Aufkündigung der Bilateralen. Und dann ist da noch die anstehende Selbstbestimmungsinitiative, die einen isolationistischen Kurs fortsetzt: «Switzerland first».

Steuersenkungen

Trump will Unternehmen steuerlich entlasten.
Das Schweizer Stimmvolk nahm am 24. Februar 2008 die Unternehmenssteuerreform II an und gewährte Unternehmen in der Schweiz Steuersenkungen – um die internationale Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und den Wirtschaftsstandort zu stärken. Unter einem ähnlichen Stern steht die Unternehmenssteuerreform III.

Die Mauer gegen Ausländer

Trump will an der Grenze zu Mexiko eine Mauer bauen.
Der Widerstand der Bevölkerung in der Schweiz gegen Flüchtlingsunterkünfte zeigt, auch in der Schweiz ist der Zustrom von Flüchtlingen umstritten. Und auch die unkontrollierte Arbeits-Immigration aus Nordafrika versucht die Schweiz zu unterbinden. Die «Festung Europa» ist auch eine «Festung Schweiz» – und von ihr mitgetragen.

Angesichts des Flüchtlingsstroms erst über die Balkanroute, dann über Italien wurde der Grenzschutz erhöht. Und SVP-Asylchef und Nationalrat Andreas Glarner sinnierte über einen Stacheldraht um die Schweiz.

Schliesslich stimmten die Stimmberechtigten am 5. Juni 2016 der Asylreform zu. Ein Kernanliegen ist die beschleunigte Rückführung von Flüchtlingen, die kein Anrecht oder keine Aussicht auf Asyl in der Schweiz haben.

Eine Mauer kann auch metaphorisch gemeint sein, wie Trump jetzt selbst sagt.

Ressentiments gegen Muslime

Trump kündigte an, Muslimen die Einreise zu verbieten und Millionen zu deportieren und bediente im Wahlkampf Ressentiments gegenüber Muslimen.
Am 29. November 2009 nahmen die Schweizer Stimmberechtigten die Initiative gegen den Bau von Minaretten an. Was inhaltlich sachlich daherkam, war auch während des Abstimmungskampfes emotional aufgeladen und machte vor allem eines deutlich – die Ressentiments gegenüber Muslimen in der Schweiz. Am 22. September 2013 nahmen die Tessiner Stimmberechtigten ein Burka-Verbot an. Auch diese Abstimmung drückt das Unbehagen gegen die muslimische Minderheit in der Schweiz aus. Es gibt derzeit keinen Hinweis, dass das auch auf nationaler Ebene aufgegriffene Anliegen an der Urne scheitern könnte. Mehr als zwei Drittel der Schweizer Bevölkerung begrüssen das Anliegen einer Umfrage vom August 2016 zufolge.

Freihandel

Trump kündigte an, die nordamerikanische Freihandelszone mit Mexiko und Kanada aufzukündigen, zumindest nachverhandeln zu wollen.
Am 6. Dezember 1992 sagten die Schweizer Stimmberechtigten Nein zum europäischen Wirtschaftsraum. Dies nicht nur, weil er als Vorstufe eines EU-Beitritts galt. Die Stossrichtung ist bis heute geblieben, ungeachtet der Bilateralen, welche den isolationistischen Kurs aufweichten, und ungeachtet der zahlreichen Freihandelsabkommen (etwa mit China), die Wirtschaftsminister Schneider-Ammann in eigener Kompetenz und in Serie unterzeichnet. 2014 doppelten die Stimmberechtigten mit einer Begrenzung der Zuwanderung von Arbeitskräften nach, um den freien Personenverkehr einzuschränken. Seither stehen die Bilateralen auf der Kippe.

Die Beispiele machen deutlich: Eine Mehrheit der Schweizer Stimmberechtigten heisst an der Urne längst die Stossrichtung dessen gut, was als trumpsche Politik erkennbar wird.

Das ist übrigens Trumps Amerika:

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69 Kommentare anzeigen
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  • Olaf44512 14.11.2016 16:59
    Highlight Das Paradoxe an der Schweizer Politik ist doch, dass Linken eigentlich gegen die Zuwanderung und offene Grenze sein sollten (Arbeitsplatzverlust, Ausländische Konkurrenz etc) während die Rechten dies eigentlich begrüssen sollten (billige Arbeitskräfte, Wirtschaftswachstum etc.)

    Somit wären die FDP die klassischen Rechten. Doch während sich die Linken immer mehr in Richtung Bildungselite und Moralapostel bewegt haben, konnte die SVP erst richtig gewinnen.
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    • mrmikech 14.11.2016 19:33
      Highlight Es gibt kein links und rechts. Es gibt nur alte und neue elite. Alle wollen nur ein ding: geld. Solange du die politische blabla glaubst bist du wo die dir haben wollen.
      2 8 Melden
    • Braun Pascal 15.11.2016 01:30
      Highlight Hä? Geld? Neue Elite?
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  • Chrigi-B 14.11.2016 13:43
    Highlight Darum wird bei den nächsten NR- Wahlen die SVP weiter zulegen. Deren Kernargument ist: 25% Ausländer sind genug. Womit sich viele Bürger identifizieren können. Solange die Linken und die Mitte das nicht begreifen, wird es so weitergehen. Aber ja träumt ruhig weiter von einem EU Beitritt, offenen Grenzen und Aufnahme von Menschen die aus keinem Kriegsland kommen. Mit eurem dicken NR- & StR-Lohn sind ihr schon lange nicht mehr auf der Linie der arbeitenden Bevölkerung. Nein, ihr schürt deren Ängste noch und treibt sie gratis und ohne Werbeaufwendungen in die Arme der SVP-Populisten.🙈 Chtuuu!
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    • Angelo C. 14.11.2016 15:35
      Highlight Bin geneigt, deinem Votum mehrheitlich zuzustimmen - so sieht es in etwa aus...

      Spätestens aber dann, wenn man noch liest :

      Nach dem US-Wahlschock will die SP Bürger zurückgewinnen, die sie an die SVP verloren hat – mit der Wiederaufnahme alter sozialistischer Parolen. http://desktop.12app.ch/articles/18221931

      Ist sowas bloss unüberlegter Übermut, oder eher eine Art politisch überholtes Dogma nach dem Motto: Karl Marx lässt grüssen 🤔?

      Einige Trump-Ideen werden zudem nicht nur in der Schweiz, sondern gewiss auch in England, Deutschland, Oesterreich und Frankreich mehr und mehr geteilt.
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    • gnp286 14.11.2016 17:30
      Highlight Das lustige ist ja, dass Sanders mit einem weitaus linkeren Programm die Wahl wahrscheinlich gewonnen hätte :D
      9 10 Melden
    • Fabio74 14.11.2016 22:10
      Highlight Du redest einfach die Propaganda nach, die der Führer am Herrliberg vorgibt.
      Die CH hatte immer einen hohen Ausländeranteil. Auch geschuldet an den hohen Hürden und Kosten für eine Einbürgerung und seit einigen Jahren an den rechten Hasskampagnen, dass Eingebürgerte keine Schweizer seien etc
      Willst du alle Flüchtlingen den Türken, dem Libanon und Jordanien überlassen?
      Vom Krieg profitieren tut die CH gern, ob Waffenlieferungen oder Geschäfte mit den dreckigsten Regimes. Nur die Kehrseite die will man nicht sehen, weil einem der Spiegel vorgehalten wird.
      11 16 Melden
    • hill 14.11.2016 22:42
      Highlight @chrigi-b

      aber hallo?

      wenn selbst Einwanderer der dritten Generation kaum den Schweizer Pass kriegen, werden wir den Ausländeranteil nie wieder senken. Sei froh, dass du in einem Eineanderungsland lebst, und nicht umgekehrt!

      Was spricht dagegen, Menschen aus einem Kriegsland aufzunehmen?

      Offene Grenzen fürs Einkaufen ist dann aber wieder ok, gell!

      Lieber anständige NR- und SR-Löhne als unanständige lobyisten-VR-Mandate.

      ich glaube, du und viele andere sind auf dem Holzweg.

      Habe fertig, danke!
      7 11 Melden
    • Chrigi-B 15.11.2016 01:42
      Highlight Flüchtlinge JA - ungebildete Migranten, die nur Kosten verursachen: NEIN. Ihr könnt euch gerne weiter über Menschen die SVP wählen lustig machen. Dann haben wir bald ein 2 Parteiensystem wie in den USA. Ich, der noch nie nur eine Partei auf den Wahlzettel geschrieben hat, finde es krank wie gewisse Leute glauben sie stehen moralisch und interlektuell über dem durchschnittlichen SVP Wähler. Das sugeriert ihr übrigens mit dem "Führer, Einflüsterer" etc. aus Herrliberg. Hast du ein Problem mit unseren Gesetzen betreffend Einbürgerung/Waffenverkauf, steht es dir frei eine Initiative zu starten.
      10 2 Melden
    • Chrigi-B 15.11.2016 01:48
      Highlight @hill "Lieber anständige NR- und SR-Löhne als unanständige lobyisten-VR-Mandate." Aber das fette Salär, vom Steuerzahler, reicht nicht für unsere feinen Luschen in Bern. Schau mal wieviele VR Mandatsträger im BH rumschlurfen 😂
      7 1 Melden
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  • manhunt 14.11.2016 11:53
    Highlight und trump will natürlich die steuern für die gebeutelten grossunternehmen senken...
    http://mobile2.tagesanzeiger.ch/articles/558dadd387da8b1f1e00045b
    interessanter artikel dazu, wieviel geld diese unternehmen vom staat erhielten, währenddessen sie milliardengewinne erwirtschafteten, abertausende stellen strichen und KEINEN penny steuern bezahlten.
    37 7 Melden
    • Prof. Dr. Dr. D. Trump 14.11.2016 12:54
      Highlight UBS?
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    • Mach_ke_Stei 14.11.2016 13:28
      Highlight Dann passt es ja zur Schweizer resp. zu einigen Kantonalen Steuerpraktiken.
      Grüsse an die Blochers und Schneider-Ammans.
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  • Prof. Dr. Dr. D. Trump 14.11.2016 11:47
    Highlight Protektionismus und Nationalismus sind schon lange auf dem Vormarsch.
    Die Euphorie rund um freien Handel und den Abbau von Grenzen, ausgelöst durch den Zusammenbruch der Sowjetunion, begann schon nach der Jahrtausendwende allmählich an Glanz zu verlieren und ist nun nur noch Schutt und Asche.

    Es wurden und werden einfach zuviele Menschen um ihre Hoffnungen und ihre Ersparnisse gebracht, ganze Staaten in den Ruin getrieben, mit der Billigung und Unterstützung aller etablierten, politischen Parteien.

    Patriotisch-protektionistische Gegenbewegungen, linke oder rechte, werden zur Norm werden.
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  • NumeIch 14.11.2016 11:40
    Highlight Traurig, dass man mit Hass anstelle eines Programms soviele Menschen abholen kann. #NotMySwitzerland
    48 77 Melden
    • Maett 14.11.2016 11:56
      Highlight @Numelch: Hass? Das ist Pragmatismus. Die Politik ist primär da um Probleme zu lösen (sekundär um das Land zu entwickeln), und (eigentlich) nicht um idealistische Weltbilder zu bedienen.

      Wenn sie das tut, verhält sich die Bevölkerung eines betreffenden Staates über kurz oder lang extremistisch, oder aber die staatlichen Strukturen werden zerstört, verbunden mit Instabilität. Ist zurzeit in einigen Staaten Europas schön zu beobachten und ich bin dankbar, dass die Schweiz nicht dazugehört.

      #MySwitzerland
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    • roterriese 14.11.2016 12:10
      Highlight Dann wandere doch aus, niemand hindert dich :)
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    • NumeIch 14.11.2016 12:41
      Highlight @roterriese
      Das hättest du wohl gerne, dass alle, die nicht in einem Land auf Hass aufgebaut leben wollen, gehen.
      Zum Glück gibt es noch viele Andere die ebenso nicht in so einem Land leben wollen und das ist immer noch die Mehrheit, dass ist #MySwitzerland
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    • Firefly 14.11.2016 13:06
      Highlight @Maett Bis jetzt hat Trump noch gar kein Problem gelöst. Er hat nur verprochen... sie mit dem Vorschlaghammer und Gewalt zu lösen. Wieviele Probleme er tatsächlich lösen wird und wieviele neue er schaffen wird, steht noch offen. We will see... in vier Jahren.
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    • gnp286 14.11.2016 17:35
      Highlight @Numelch: Ich verstehe einfach nicht, wie Du darauf kommst, dass jeder, der eine massvolle Einwanderungspolitik möchte alle nicht-schweizer hasst?

      Beispiel: Ich bin für die PFZ, ich bin jedoch dagegen, dass wir Leute aus Eritrea aufnehmen. Hasse ich jetzt deswegen Eritreer?
      12 1 Melden
    • Fabio74 14.11.2016 22:11
      Highlight @roterriese: Diesen gefallen tun wir euch nicht.
      Wir bleiben!
      3 2 Melden
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  • Firefly 14.11.2016 11:33
    Highlight "Lassen wir Trumps beleidigende, chauvinistische und rassistische Sprüche während des Wahlkampfs für einen Augenblick beiseite."

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  • Amboss 14.11.2016 10:42
    Highlight Ich denke, man kann es so sagen: Man sieht hier die Folgen von Freihandel, Globalisierung und auch der damit verbundenen Zuwanderung.
    Denn die haben unbestritten zu Arbeitsplätzen und Wohlstand geführt - die Zahlen stimmen.
    Aber davon profitiert haben nur wenige - insbesondere Leute in den Zentren.
    Die anderen tragen vor allem die Nebenwirkungen davon, seien es Wohnungsnot, Verkehr, Probleme mit Leuten anderer Kultur etc... und fühlen sich auf der Verliererseite.
    Es hat also zu einem Stadt - Land Graben geführt - mit obigen Folgen.
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    • Hoppla! 14.11.2016 11:04
      Highlight Das sehe ich anders. Ganz objektiv ist der Lebensstandard vielerorts, auch auf dem Land, massiv höher als vor 30, 40 Jahren. Vor allem in der Schweiz, aber auch in anderen Ländern.

      Der Punkt ist, dass sich die Schere zwischen "arm" und reich geöffnet hat. Insofern ist das Gefühl, dass andere (noch) mehr profitieren bei diversen Leuten vorhanden. Dies führt wiederum zu Unzufriedenheit.
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    • Alex_Steiner 14.11.2016 11:34
      Highlight Wusste nicht, dass sie auf dem Land Wohnungsnot, Verkehr oder Ausländer haben.
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    • Rom78 14.11.2016 11:35
      Highlight Und an den billigen IPhones, Kleidern, und sonstigen Gadgets die dank Globalisierung per ausgelagerter Sklavenarbeit für uns produziert werden, will dann aber trotzdem niemand verzichten.
      62 11 Melden
    • Maett 14.11.2016 11:58
      Highlight @Rom78: warum sollte man? Abgesehen davon, dass der Begriff "Sklavenarbeit" nicht zutrifft. Und vor allem: wo ist der Zusammenhang? Immerhin stabilisiert das die produzierenden Länder - die Flüchtlinge die zu uns flüchten kommen aus unproduktiven Kulturen.
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    • Amboss 14.11.2016 12:10
      Highlight @Alex: "Wusste nicht, dass sie auf dem Land Wohnungsnot, Verkehr oder Ausländer haben."

      Genau wegen so einer Einstellung hat Hillary wohl die Wahl verloren. Denk mal darüber nach...

      @Hoppla: Ja, der Lebensstandard ist gestiegen.
      Ich denke aber nicht, dass es ein arm-reich Konflikt ist. Es ist eher so, dass in weiten Gebieten ein Gefühl des "Abgehängtsein" herrscht. Die Zentren boomen, es wird investiert - aber nur dort.

      Intressanter Artikel zu diesem Thema...
      Merkst du, was ich meine?


      http://www.zeit.de/2016/44/deutsche-bahn-bahnstrecke-berlin-muenchen
      13 11 Melden
    • Amboss 14.11.2016 12:17
      Highlight @Rom: Guter Einwand, aber er hat nichts mit dem von mir angesprochenen Stadt-Land Graben zu tun.
      Denn die billige Kleider und die Gadgets aus Sklavenarbeit sind einfach da - für Städter und Landbewohner - also konsumiert man sie.

      Wären die teurer und fair produziert, was durchaus zu begrüssen wäre, dann wärs einfach so - für Städter und Landbewohner.

      Auch nicht jeder kann einen Mercedes fahren. Wers sich nicht leisten kann, steigt halt auf einen Dacia um...

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  • Spooky 14.11.2016 10:27
    Highlight Wenn man mit dem Existenzminimum leben muss, sieht die Welt halt sofort anders aus, und man wählt aus reiner und dumpfer Rebellion irgendjemanden. Egal wen. Hauptsache, niemanden aus dem linken Establishment. Oder glaubt irgendwer tatsächlich noch an irgendwelche linken Leute wie Moritz Leuenberger oder Andreas Gross?
    Kaum. Jedenfalls nicht jene Leute, die jeden Monat über die Runden kommen müssen.
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    • Tsunami90 14.11.2016 11:04
      Highlight Das witzige daran ist aber doch, das die situation heute durch eine nathlos bürgerliche mehrheit entstanden ist. Ich gebe dir aber recht, die linke ist viel zu elitär geworden.
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    600
  • andrew1 14.11.2016 09:36
    Highlight Klar was haben wir für alternativen zur svp/fdp? Die sp würde sich besser um den durchschnittsbürger mit einem einkommen von 3000-7000 fr im Monat kümmern und nicht nur um Minderheiten wie randständige, flüchtlinge und das ausland und das geld dafür vom durchschnittsbürger nehmen und ihn im strassenverkehr zusätzlich büssen wegen kleinigkeiten. dafür geniessen randständige narrenfreiheit. Es ist ja sogar so krass die bevorzugung, dass ein abwart mit 2 kindern und frau mehr bekommt wenn er nicht arbeiten geht.
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    • Tsunami90 14.11.2016 11:07
      Highlight Recht hast du! Es ist Krass das ein Abwart mit Familie derart schlecht von seinem höchstwahrscheinlich bürgerlich wählenden Arbeitgeber entlöhnt wird, dass er mehr vom Staat erhält wenn er nicht Arbeitet. Du ziehst aber den Falschen Schluss. Nich die Linken sind die Schmarotzer der Gesellschaft, sondern die Rechten.
      50 34 Melden
    • Lord_ICO 14.11.2016 11:11
      Highlight Also so wie ich das verstehe, will die SP seit mehreren Jahren einen Branchenübergreiffenden Mindestlohn von 4500 CHF einführen. Doch besonders die FDP/SVP wehren sich dagegen, desweiteren versucht die SP auch die Steuergesetze so anzupassen, dass der Mittelstand entlastet wird und man den Spitzensteuersatz anhebt und den Unternehmen keine Geschenke mehr macht. Auch hier stelken sich FDP/SVP quer.
      Wie man als Mittelständler im ernst FDP/SVP als einzige Wahloption sehen kann, bleibt mir schleierhaft.
      56 13 Melden
    • Teslanaut 14.11.2016 11:46
      Highlight 3000-7000 Fr. im Monat! Genau um solche kümmert sich die SP, weil mit solchem Lohn ist man Randständig. Wer so einen lächerlichen Lohn hat ist selber Schuld aus Sicht SVP/FdPler - diese predigen die Eigenverantwortlichkeit. Jeder soll und muss mit dem auskommen, was er hat - wenn's zu wenig ist soll er mehr arbeiten! Ironiemodus aus! Ist ja toll wenn man immer Ausländer/Flüchtlinge für das eigene Unvermögen als schuldige vorschieben kann!
      28 19 Melden
    • Maett 14.11.2016 12:00
      Highlight @Lord_ICO: einen branchenübergreifenden Mindestlohn von 4'500 CHF ist volkswirtschaftlich betrachtet ja auch idiotisch. Entweder sind damit Ausbildungen nichts mehr wert, oder Arbeitsnehmer kosten plötzlich so viel, dass sich die Beschäftigung von Tiefqualifizierten nicht mehr rechnet. Spätestens dann gibt's keine Menschen mehr an Supermarktkassen.

      Da muss man nicht die Schuld bei der FDP oder SVP suchen, sondern an den unrealistischen Forderungen der SP.
      24 25 Melden
    • stan1993 14.11.2016 12:49
      Highlight Sp = EU Beitritt
      Darum kann man diese Partei nicht wählen.
      16 21 Melden
    • Lord_ICO 14.11.2016 14:10
      Highlight @stan
      Der EU Beitritt, wird IMMER eine Abstimmung mit sich bringen, hier kann keine Partei einfach etwas entscheiden. Es wird immer in der Macht des Volkes liegen, diesen Weg abzulehnen oder anzunehmen.
      Wenn dies der einzige Grund ist nicht SP zu wählen, legst du deine Prioritäten falsch.
      @Maett
      Der Mindestlohn, ist nichts unrealistisches und wird in Zeiten von steigenden Lebenshaltungskosten unbedingt benötigt. Arbeit, hat nicht nur etwas mit Qualifikation zu tun, sondern auch mit Belastung des Arbeitnehmers, leider sind viele Jobs in der Schweiz chronisch unterbezahlt.
      10 8 Melden
    • Fabio74 14.11.2016 22:13
      Highlight @stan1993 bisschen einfach nicht?
      1 2 Melden
    600
  • manhunt 14.11.2016 09:35
    Highlight werde ich also in zukunft wieder gemüse kaufen können, welches von schweizern geerntet wurde? das wird aber teurer! werde ich in der notfallaufnahme wieder ausschliesslich von schweizer ärzten und pflegepersonal behandelt? vielleicht, falls ich beim warten noch nicht gestorben bin. werde ich wieder von schweizer tram- und lokführern befördert? ach was, der fahrplan ist eh zu dicht. da kann doch einiges gestrichen werden. treffe ich auf der baustelle wieder schweizer maurer, sanitäre, gibser, elektriker, maler und bodenleger an? wohl eher nicht, davon bekommt man schmutzige hände...
    66 60 Melden
    • zombie woof 14.11.2016 10:48
      Highlight Alle diese Jobs werden von SVP Manne u Froue gemacht...jaja
      31 32 Melden
    • Bob Alexander 14.11.2016 11:12
      Highlight Apropos „Das wird aber teuer“. Wer den Kapitalismus Fehler Live erleben möchte, soll mal in einen dieser 1Euro Läden gehen. Sie sind ein Musterbeispiel dafür wie heutzutage nichts mehr einen Wert hat. Weder die Angestellten die den massenhaft, billig produzierten Mist verkaufen, noch die, die ihn kaufen, noch die Rohstoffe mit denen sie produziert werden, noch die billigen Fachkräfte die daran gearbeitet haben. Auf der ganzen Linie eine Null Werte Gesellschaft, weil "das wird aber teuer". Schmutzige Hände kriegt man mit oder ohne die Jobs! Tja quantitativ zu grosses und zu schnelles Wachstum!
      29 5 Melden
    • Judge Dredd 14.11.2016 11:20
      Highlight Manhunt, da bin ich vollkommen deiner Meinung!
      Und trotzdem noch eine Frage, was hast du für einen Job?
      4 6 Melden
    • manhunt 14.11.2016 12:03
      Highlight @judge dredd:
      ich bin elektriker.
      11 3 Melden
    • manhunt 14.11.2016 12:06
      Highlight @bob alexander: ganz deiner meinung. und doch verdient jemand kräftig an der ganzen sache. meist der, der schon hat.
      9 0 Melden
    • manhunt 14.11.2016 12:17
      Highlight @bob alexander: profitiert von diesem wachstum haben praktisch nur grossunternehmen und grossaktionäre. die verlierer sind vom mittelstand abwärts zu finden. und trotzdem wird meist genau von diesen leuten eine politik zugunsten dieser unternehmen und dieser entwicklung befürwortet.
      14 0 Melden
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  • Pius C. Bünzli 14.11.2016 09:26
    Highlight Leider wahr
    28 18 Melden
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  • Enzasa 14.11.2016 09:24
    Highlight Auch das Wahlverhalten ist ähnlich.
    Ich hoffe, das die Trumpwahl, von allen Nichtwählern insbesondere den Jungen, ein Aufruf ist, der befolgt wird, zukünftig durch Gang zur Wahlurne mitzubestimmen.

    Hinterher protestieren bedeutet verschlafen zu haben
    69 6 Melden
    • JonVerbal 14.11.2016 18:07
      Highlight Zukünftig werden die eben auch Trump wählen schau mal die Demos an 14 bis 17 Jährige Kinder 18 bis 23 jährige Studenten. Spätestens wenn die 90 Tage im Jahr arbeiten müssen um die Steuern zahlen zu können werden sich Sprüch wie "Imigrants are welcome here" verflüchtigen.
      5 2 Melden
    600
  • Rdkay 14.11.2016 09:18
    Highlight Die Wahrheit ist hart aber so ist es. Die laschen Waffengesetze (Armeewaffen zuhause...) hierzulande nicht zu vergessen...
    26 45 Melden
    • Roaming212 14.11.2016 11:09
      Highlight Weil es in der Schweiz ja dauernd Schiessereien gibt oder *facepalm*
      37 7 Melden
    • reaper54 14.11.2016 12:13
      Highlight Man gibt ausgebildeten Soldaten die Waffe nach Hause wie schlimm 😱.
      Schonmal gesehen was man für eine Waffe alles machen muss? Wohl ehr nicht. Haben sie lieber den Schwarzmarkt wie in Deutschland oder eine offene Gesellschaft wie hier?
      13 4 Melden
    • ilmar 14.11.2016 15:27
      Highlight schonmal gesehen wer mit diesen waffen hantiert? machst wohl keinen WK..?
      5 1 Melden
    • reaper54 14.11.2016 16:43
      Highlight Am zweiten Tag im WK Feuer und Bewegung mit scharfen HGs und LMGs zusätzlich. Alles eine Frage der Ausbildung.
      3 0 Melden
    600
  • Wehrli 14.11.2016 09:02
    Highlight Wir haben ja auch dieselbe Idotenquote wie die USA. Bei uns wählen die hat einfach SVP oder SP, je nach Drehrichtung des Hirnkreisels.
    31 55 Melden
    • Trader 14.11.2016 11:19
      Highlight Was für eine armselige Auslegung unseres Wahlverhaltens. Die Bürger sind nicht dumm, so wie Sie es darstellen. Die Stimmbürger informieren sich und können abwägen, was für sie gut oder schlecht ist.
      Was den Artikel betrifft, gibt es Paralellen zwischen den USA und der Schweiz. Ja wird sind halt auch Patrioten - nicht Populisten - wie die Amerikaner.
      16 18 Melden
    • Judge Dredd 14.11.2016 11:27
      Highlight Oder ist einer der 48% der Stimmbürger (Ergebnis SP und SVP bei den Nationalratswahlen 2015) als Idioten bezeichnet nicht eher ein...?
      22 1 Melden
    • Wehrli 14.11.2016 11:43
      Highlight Ganz Links und ganz Rechts bitte auch mitrechnen, dann gibts >50%, und somit offiziell eine Idiotokratie.
      13 16 Melden
    • AJACIED 14.11.2016 11:53
      Highlight Jaja nur weil die was anderes als das obenige wählen sind sie idiotenfrei?
      Omg wers glaubt!!
      11 1 Melden
    • poga 14.11.2016 11:56
      Highlight Wow @Wehrli ist dir vieleicht mal in denn Sinn gekommen, dass diese Mehrheiten eventuell recht haben könnten? Oder bist du diesen Leuten im Bereich Intelligenz und Empathie so dermassen überlegen, dass du das Recht hast diese als Idioten zu bezeichnen? Ich würde sagen Nein. Aber ich gehöre ja auch zur dummen Mehrheit....
      18 3 Melden
    • Maett 14.11.2016 12:02
      Highlight @Wehrli: selbst wenn's so wäre (meines Erachtens sind die grössten Idioten die, die solche Behauptungen aufstellen): na und? Es funktioniert ja, und das seit Jahrzehnten.

      Kein Grund zur Kritik.
      14 4 Melden
    • Judge Dredd 14.11.2016 12:03
      Highlight Wehrli, was haben sie nur für ein gestörtes Demokratieverständnis?
      17 2 Melden
    • Wehrli 14.11.2016 15:28
      Highlight Demokratie? Volksterror nenn ich das, wenn der Pöbel herrscht. Nur weil die Mehrheit dafür ist, heisst es nicht, dass es richtig ist. Wie kann es sein, dass der Staat bestimmt, was ich tun und lassen kann in meinen vier Wänden? Z.B. die schweizer Drogenpolitik, wie kann es sich ein Staat erlauben einem mündigen Menschen vorzuschreiben was ich konsumiere? Eine Frechheit. Werde wohl meinen eigenen Freistaat ausrufen müssen, hat jemand noch ein Stück land vorig?
      5 8 Melden
    • poga 14.11.2016 15:55
      Highlight @Wehrli solange der Staat für deine Sicherheit deine Unterkunft dein Essen und deine Gesundheit eine Teilverantwortung trägt, kann er dir dein Leben auch teilweise vorschreiben. Deine Vorstellung vom Leben nennt man Anarchie und das wäre gleichzeitig auch die Macht des Stärkeren. Die Gesellschaft hat dir gegenüber Verpflichtungen. Und du hast solche gegenüber der Gesellschaft.
      6 0 Melden
    • Wehrli 14.11.2016 16:19
      Highlight Ach ja. Welche Verantwortung übernimmt denn der Staat? Sicherheit: ok. macht Sinn. Essen und Unterkunft? Hallo? Kommune und Kolchose? Ich mach den Freistaat auf einer Insel im Greifensee; poga darf Aussenministerposten haben.
      1 4 Melden
    • poga 14.11.2016 17:17
      Highlight Sozialhilfe? Nothilfe? Infrastrucktur? Bildung?
      2 1 Melden
    • Wehrli 14.11.2016 17:51
      Highlight Also willst du auch das Bildungsministerium und das Bauamt? Kriegst du ...
      0 3 Melden
    • Judge Dredd 14.11.2016 18:06
      Highlight Genau Wehrli, in meinen eigenen vier Wänden werd ich doch noch meine Frau züchtigen dürfen, wenn sie mir den Beischlaf verweigert, Kinderporno konsumieren, meine Haustiere quälen und einen Arbeitssklaven halten... merken sie wie abstrus ihre Forderung nach einem rechtsfreien Raum in ihren eigene vier Wände ist? Gesetze gelten überall.
      3 1 Melden
    • Wehrli 14.11.2016 19:18
      Highlight Und Kleingeister in der Badewanne ersäufen. Tja, was kümmern mich die Gesetzte? Wo kein Richter da kein Henker ...
      1 3 Melden
    600

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