Schweiz

Im Zürcher Adipositas Camp für Kinder und Jugendliche spielen mitunter auch Bewegung eine wichtige Rolle. Bild: KEYSTONE

In diesem Kanton bewegen sich Schweizer Kinder und Jugendliche am wenigsten

Schweizer Kinder und Jugendliche bewegen sich deutlich weniger als der europäische Durchschnitt. Zu diesem Schluss kommt eine Auswertung verschiedener Studien. Die Stiftung Gesundheitsförderung Schweiz ruft zum Handeln auf.

16.05.17, 16:28 16.05.17, 16:56

Gemäss der HBSC-Studie unter der Leitung der Weltgesundheitsorganisation WHO rangieren die in der Schweiz lebenden 15-Jährigen im europäischen Vergleich an drittletzter Stelle. Gesamthaft erfüllt nur ein Drittel der befragten 11- bis 15-Jährigen die Vorgabe von mindestens sechzig Minuten körperlicher Aktivität pro Tag.

Die HBSC-Studie ist eine von drei Untersuchungen aus den Jahren 2015 und 2016, die Gesundheitsförderung Schweiz für die Erfassung des Bewegungsverhaltens von Kindern und Jugendlichen in der Schweiz berücksichtigt hat. Alle drei Studien zeigen ein ähnliches Resultat: «Fakt ist, dass die körperliche Aktivität von Kindern und Jugendlichen rückläufig ist», lässt sich Direktor Thomas Martig in einer Mitteilung vom Dienstag zitieren.

Ein Grossteil der 6- bis 16-Jährige verbringt tagsüber 90 Prozent der Zeit sitzend, liegend oder in nur leichten Aktivitäten. Bild: Eric Risberg/AP/KEYSTONE

Eltern tragen Mitverantwortung

In der aktuellen SOPHYA-Studie (Swiss Children's Objectively Measured Physical Activity) kommen weitere Details zum Bewegungsverhalten zum Vorschein. Demnach sind Knaben aktiver als Mädchen, und Kinder mit Geschwistern bewegen sich mehr als Einzelkinder. Zudem bewegen sich Tessiner Kinder und Jugendliche am wenigsten.

Weitere Resultate der Studie zeigen:

Die SOPHYA-Studie zeigt ausserdem auf, dass 6- bis 16-Jährige tagsüber 90 Prozent der Zeit sitzend, liegend oder in nur leichter Aktivität verbringen.

Die meisten Kinder sind pro Tag weniger als 60 Minuten sportlich aktiv. Die Schwinger Kilian Wenger, links, und Noeldi Forrer, beobachten Kinder bei der Arbeit während dem «Königscamp», einem Schwingcamp für Jugendliche. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller) Bild: KEYSTONE

Ruf nach besserer Infrastruktur

Laut Sport Schweiz, der dritten ausgewerteten Studie geniesst Sport bei Schweizer Jugendlichen ein ausgezeichnetes Image. Trotzdem ist die Sportaktivität der Jugendlichen im Alter von 10 bis 19 Jahren in den vergangenen sechs Jahren zurückgegangen.

Abhilfe schaffen könnte nach Meinung der Stiftung Gesundheitsförderung Schweiz unter anderem der vereinfachte Zugang zu Sportvereinen sowie zu öffentlichen Bewegungsräumen wie Parks, Schulhöfen und Freizeitanlagen. Gute Infrastrukturen für den Langsamverkehr spielen ebenso eine wesentliche Rolle für die Alltagsbewegung. (sda)

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
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  • Linksanwalt 17.05.2017 11:03
    Highlight #dolcevita
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  • Jol Bear 16.05.2017 19:37
    Highlight Die Feststellungen der Studie sind wohl korrekt. Bei den Massnahmen, die Abhilfe schaffen sollen, vermite ich, dass die einfach mal so aus dem Bauch heraus gewünscht/festgestellt wurden. Zugang zu Sportvereinen ist in der Schweiz wahrscheinlich, im Vergleich zu andern Ländern, sehr gut, sagen mir zumindest Eltern ausländischer Kinder immer wieder. Trotzdem sind die herkömmlichen Vereine heute scheinbar weniger attraktiv. Eine separate Studie zur Frage des Wandels/Stillstandes im Vereinsbereich, dessen Nutzung durch Jugendliche usw. wäre als weiterer Schritt interessant.
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  • pamayer 16.05.2017 18:21
    Highlight
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  • Gelöschter Benutzer 16.05.2017 17:35
    Highlight Immer diese sinnvollen Studien, die so gedreht werden, wie es den Autoren passt.
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    • Money Matter 17.05.2017 00:08
      Highlight Immer diese Kommentatoren/Kommentatorinnen, welche Fakten (Studien, Berichte,..) so drehen, wie es ihnen passt.

      Wenn zu viele Leute in der Gesellschaft wie Frau Bitterli denken, sind wir weit weg vom Weg zur Besserung.

      Es gibt Kindergärten, da kann ein Grossteil der Kinder einfachste Bewegungsübungen/-aufgaben nicht. Das (die Erziehung der Eltern) ist die Wurzel des Problems.
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