Schweiz
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ARCHIV - ZUR INTERNATIONALEN STUDIE ZUR GEWICHTSZUNAHME DER WELTBEVOELKERUNG STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG. - Ein Seilpark-Mitarbeiter montiert den Kindern und Jugendlichen die Sicherheitsausruestung, aufgenommen im Zuercher Adipositas Camp fuer Kinder in Zweisimmen, Kt. Bern, am 18. Juli 2013. Ziele fuer die Maedchen und Knaben des Sportcamps speziell fuer uebergewichtige Zuercher Kinder und Jugendliche sind Bewegung, gesunde Ernaehrung und Spass, sowie eine gute Woche zusammen zu verbringen. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Im Zürcher Adipositas Camp für Kinder und Jugendliche spielen mitunter auch Bewegung eine wichtige Rolle. Bild: KEYSTONE

In diesem Kanton bewegen sich Schweizer Kinder und Jugendliche am wenigsten

Schweizer Kinder und Jugendliche bewegen sich deutlich weniger als der europäische Durchschnitt. Zu diesem Schluss kommt eine Auswertung verschiedener Studien. Die Stiftung Gesundheitsförderung Schweiz ruft zum Handeln auf.



Gemäss der HBSC-Studie unter der Leitung der Weltgesundheitsorganisation WHO rangieren die in der Schweiz lebenden 15-Jährigen im europäischen Vergleich an drittletzter Stelle. Gesamthaft erfüllt nur ein Drittel der befragten 11- bis 15-Jährigen die Vorgabe von mindestens sechzig Minuten körperlicher Aktivität pro Tag.

Die HBSC-Studie ist eine von drei Untersuchungen aus den Jahren 2015 und 2016, die Gesundheitsförderung Schweiz für die Erfassung des Bewegungsverhaltens von Kindern und Jugendlichen in der Schweiz berücksichtigt hat. Alle drei Studien zeigen ein ähnliches Resultat: «Fakt ist, dass die körperliche Aktivität von Kindern und Jugendlichen rückläufig ist», lässt sich Direktor Thomas Martig in einer Mitteilung vom Dienstag zitieren.

In this Thursday, March 12, 2015 photo, a first-grader learns keyboarding skills at Bayview Elementary School in San Pablo, Calif. Schools around the country are teaching students as young as 6 years old, basic typing and other keyboarding skills. The Common Core education standards adopted by a majority of states call for students to be able to use technology to research, write and give oral presentations, but the imperative for educators arrived this month with the introduction of standardized tests that are taken on computers instead of with paper and pencils. (AP Photo/Eric Risberg)

Ein Grossteil der 6- bis 16-Jährige verbringt tagsüber 90 Prozent der Zeit sitzend, liegend oder in nur leichten Aktivitäten. Bild: Eric Risberg/AP/KEYSTONE

Eltern tragen Mitverantwortung

In der aktuellen SOPHYA-Studie (Swiss Children's Objectively Measured Physical Activity) kommen weitere Details zum Bewegungsverhalten zum Vorschein. Demnach sind Knaben aktiver als Mädchen, und Kinder mit Geschwistern bewegen sich mehr als Einzelkinder. Zudem bewegen sich Tessiner Kinder und Jugendliche am wenigsten.

Weitere Resultate der Studie zeigen:

Die SOPHYA-Studie zeigt ausserdem auf, dass 6- bis 16-Jährige tagsüber 90 Prozent der Zeit sitzend, liegend oder in nur leichter Aktivität verbringen.

Die Schwinger Kilian Wenger, links, und Noeldi Forrer, beobachten Kinder bei der Arbeit waehrend dem

Die meisten Kinder sind pro Tag weniger als 60 Minuten sportlich aktiv. Die Schwinger Kilian Wenger, links, und Noeldi Forrer, beobachten Kinder bei der Arbeit während dem «Königscamp», einem Schwingcamp für Jugendliche. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller) Bild: KEYSTONE

Ruf nach besserer Infrastruktur

Laut Sport Schweiz, der dritten ausgewerteten Studie geniesst Sport bei Schweizer Jugendlichen ein ausgezeichnetes Image. Trotzdem ist die Sportaktivität der Jugendlichen im Alter von 10 bis 19 Jahren in den vergangenen sechs Jahren zurückgegangen.

Abhilfe schaffen könnte nach Meinung der Stiftung Gesundheitsförderung Schweiz unter anderem der vereinfachte Zugang zu Sportvereinen sowie zu öffentlichen Bewegungsräumen wie Parks, Schulhöfen und Freizeitanlagen. Gute Infrastrukturen für den Langsamverkehr spielen ebenso eine wesentliche Rolle für die Alltagsbewegung. (sda)

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