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Schweizer Armee will mehr Frauen in den Militärdienst «locken»

16.03.2019, 14:5216.03.2019, 15:13

Der Frauenanteil in der Armee stagniert seit Jahren. Die Schweizerische Offiziersgesellschaft (SOG) fordert darum ein «echtes, ernst gemeintes Förderungsprogramm». Auch Bundesrätin Viola Amherd wies auf die Wichtigkeit der Frauenförderung hin.

Die Verteidigungsministerin unterstrich am Samstag in ihrem ersten Auftritt vor der Delegiertenversammlung der Offiziersgesellschaft in Einsiedeln, es gelte die Chancengleichheit und eine militärische Ausbildung schaffe einen Mehrwert. Dabei gelte der Grundsatz «gleiche Leistung – gleiche Chancen».

Die Verteidigungsministerin, Bundesrätin Viola Amherd, und der Chef Armee, Philippe Rebord (rechts), treffen im Kloster Einsiedeln ein.
Die Verteidigungsministerin, Bundesrätin Viola Amherd, und der Chef Armee, Philippe Rebord (rechts), treffen im Kloster Einsiedeln ein.
Bild: KEYSTONE

Um den Frauenanteil von 0.7 Prozent in der Armee substanziell anzuheben, will die SOG diverse Massnahmen vorschlagen und entsprechende politische Vorstösse unterstützen, wie ihr Präsident Stefan Holenstein sagte.

In der laufenden Session gehört dazu etwa die Motion von Nationalrätin Yvette Estermann (SVP/LU), welche eine verstärkte Informationspflicht der Armee gegenüber den Frauen ins Gesetz schreiben möchte.

Neue Kampfflugzeuge ...

Viola Amherd führte vor den Offizieren weiter aus, ihr wichtigstes Geschäft sei die Beschaffung neuer Kampfflugzeuge und der bodengestützten Luftverteidigung. Dieses Geschäft müsse gelingen, wenn die Schweiz weiterhin eine glaubwürdige Armee wolle. Dabei müssten aber alle Beteiligten und Interessengruppen am gleichen Strick und in die gleiche Richtung ziehen.

Im statutarischen Teil verschlankte die Delegiertenversammlung den Vorstand und erweiterte die Kompetenzen der Präsidentenkonferenz, der Vereinigung der 40 Präsidenten der Kantonal- und Fachgesellschaften. Zudem wurde Präsident Holenstein für ein weiteres Jahr im Amt bestätigt.

Die SOG ist die Dachorganisation von 24 kantonalen und 16 Fachgesellschaften mit rund 22'000 Mitgliedern.

(dsc/sda)

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