In Absprache mit Iran und USA: Schweizer Botschaft wird schrittweise wiedereröffnet
Der Schweizer Botschaftsbetrieb in Iran wird schrittweise wieder aufgenommen. Seit dieser Woche ist ein kleines Team wieder in Teheran präsent, wie das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten am Freitag mitteilte.
Es handle sich um ein technisches Team mit vier Schweizer Mitarbeitenden unter der Leitung des Geschäftsträgers, wie es hiess. Das Team bereite die Wiederaufnahme des Betriebs vor. Diese sei abhängig von der Lageentwicklung in Iran. Konsularische Dienstleistungen, einschliesslich der Visa-Vergabe, könnten vorerst noch nicht angeboten werden.
Der Entscheid, die Botschaft schrittweise wiederzueröffnen, erfolgte gemäss Communiqué nach einer Risikoanalyse und in Absprache mit Iran sowie den USA, deren Interessen die Schweiz im Rahmen ihres Schutzmachtmandats vertritt. Diese Interessen würden nun wieder direkt aus dem Land heraus erfüllt.
Die Schweiz verfolge die Entwicklungen in der Region aufmerksam und stehe in engem Kontakt mit ihren Partnern. Sie sei weiterhin bereit, ihre Guten Dienste anzubieten und unterstütze alle diplomatischen Initiativen, die zu einer Deeskalation und zu einem nachhaltigen Frieden beitragen.
Die Schweizer Botschaft in Teheran war am 11. März geschlossen worden. Das hatte das Aussendepartement angesichts des Kriegs im Nahen und Mittleren Osten und des steigenden Sicherheitsrisikos entschieden. (sda)
