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Zürcher Polizei testet Mobilfunk-Vortritt an Street Parade

08.08.18, 10:56


An Grossanlässen wie der Street Parade in Zürich ist das Handy-Netz oft überlastet - sehr zum Nachteil von Polizei, Sanität und Feuerwehr. Damit diese während solchen Anlässen trotzdem Daten übermitteln können, sollen sie Priorität auf dem Netz erhalten.

Blaulichtorganisationen, die an Grossanlässen im Einsatz sind, müssen oft wichtige Daten austauschen, etwa Fotos von gesuchten Personen, Informationen über angehaltene Fahrzeuge oder die Zuweisung von Patienten an die Sanität.

Dieser Austausch läuft über das normale Mobilfunknetz - sofern es nicht überlastet ist, wie dies an Grosseinsätzen häufig der Fall ist. Bereits im vergangenen Jahr testete die Zürcher Stadtpolizei an der Street Parade deshalb eine priorisierte Verbindung.

Informationen über Menschenströme

Funktioniert hat diese damals noch nicht zufriedenstellend, wie die Stadtpolizei einen Artikel in der «NZZ» vom Mittwoch bestätigte. Teilweise konnte wegen der Netzüberlastung gar keine Verbindung aufgebaut werden. Und ohne Verbindung ist eine Priorisierung ohnehin nicht möglich.

In diesem Jahr wird die Priorisierung, die von Telefonanbietern als Produkt verkauft wird, deshalb zum zweiten Mal getestet. «Es gibt nur wenige Anlässe, an denen so viele Menschen am gleichen Ort sind», sagte Polizei-Sprecherin Judith Hödl gegenüber Keystone-SDA. Die Street Parade eigne sich deshalb gut für einen solchen Test.

Die Polizei will an der bevorstehenden Street Parade Videos übertragen, die über Menschenströme und allfällige Engpässe Auskunft geben. Auch Einsatzkräfte und Lovemobiles sollen über die priorisierte Verbindung geortet werden.

Am Test in diesem Jahr beteiligt sich auch der Bund. Er wird bei zwei 4G-Antennen, die extra für die Street Parade errichtet werden, die Geschwindigkeit der Daten messen. Dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz geht es ebenfalls um den störungsfreien Datenaustausch von Blaulichtorganisationen. (sda)

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