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Bundespräsident Berset hält Lobeshymne auf Kompromisse



Bundespräsident Alain Berset hat in seiner vorgezogenen 1. August-Rede die Wirkungskraft von Kompromissen gelobt - auch von jenen in der Schweiz. Gute Kompromisse seien grösser als der kleinste gemeinsame Nenner. Und daraus entstünden oft nachhaltige Lösungen.

Die Bundesverfassung von 1848 sei aus einem solchen Kompromiss entstanden, hiess es in Bersets Redetext. Nach dem Sonderbundskrieg seien die Sieger auf die Verlierer zugegangen und hätten den Kantonen ein grosses Mass an Macht überlassen und auf einen starken Zentralstaat verzichtet.

Berset hielt seine erste Rede zum Nationalfeiertag am Dienstagmittag anlässlich einer Wanderung mit rund 120 Personen. Mit diesen hatte er einen Ausflug auf die Alp Oberer Euschels im Kanton Freiburg unternommen.

«Wir leben heute in Zeiten der Polarisierung», fuhr Berset fort. Umso mehr müsse die Schweiz die Kompromissfähigkeit erhalten. Diese sei ein Zeichen der Stärke und erfordere Weitsicht, Mut und Selbstsicherheit. Mit der Altersvorsorge und dem Gesundheitswesen schlug Berset den Bogen zu aktuellen politischen Diskussionen. Gerade hier seien solche Lösungen gefragt, sagte er. Es stünden alle in der Verantwortung, gute Kompromisse zu finden.

«Kompromisse ergeben spannende Identität»

Berset folgerte, dass aus guten Kompromissen eine kraftvolle Identität entstehen könne. Eine Identität, die sich wandeln, Neues aufnehmen und es mit Altem verbinden könne. Eine spannungsreiche - «aber eben auch spannende» Identität, die wie geschaffen sei für die Welt der Gegenwart.

Berset wanderte am Dienstag gegen Mittag mit einer Gruppe von 120 Personen im Schwarzsee-Gebiet vom Berghaus Riggisalp auf die Alp Oberer Euschels. Auf dieser Alp am Fusse der Kaiseregg, dem 2185 Meter hohen, markanten Hausberg von Schwarzsee, konnte sich die Gruppe mit Berset bei einem Bauernbrunch stärken.

In einer Alphütte hätten die Ausflügler Joghurt und Käse probieren können, sagte Bersets Sprecher gegenüber Keystone-SDA. Zudem habe es ein Akkordeon-Konzert gegeben. Am Abend wollte Alain Berset in seinem Wohnort Belfaux FR an der Feier zum Nationalfeiertag teilnehmen.

Auch die meisten anderen Bundesräte mischen sich am Vortag des Bundesfeiertages unter das Volk, wenngleich eher in traditioneller Weise: Aussenminister Ignazio Cassis hält im sankt gallischen Rorschach eine Ansprache, Bundesrätin Simonetta Sommaruga spricht in Muttenz BL zum Volk und Verteidigungsminister Guy Parmelin tritt in Langrickenbach im Thurgau auf.

Und während Volkswirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann mit den Reden an den Feiern in Luzern und Emmetten NW gleich zwei Auftritte absolviert, weilt Bundesrat Ueli Maurer im Ausland und nimmt an keiner Veranstaltung teil - auch am 1. August nicht. Bundesrätin Doris Leuthard und Bundeskanzler Walter Thurnherr treten erst am 1. August auf. (sda)

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