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FILE - In this March 3, 2005 file photo, a workman slides a dustmop over the floor at the Central Intelligence Agency headquarters in Langley, Va. Senate investigators have delivered a damning indictment of CIA interrogation practices after the 9/11 attacks, accusing the agency of inflicting pain and suffering on prisoners with tactics that went well beyond legal limits. The torture report released Tuesday by the Senate Intelligence Committee says the CIA deceived the nation with its insistence that the harsh interrogation tactics had saved lives. It says those claims are unsubstantiated by the CIA's own records. (AP Photo/J. Scott Applewhite)

Ob wohl auch im CIA-Hauptquartier Pokémon gejagt werden? Bild: J. Scott Applewhite/AP/KEYSTONE

Die Pokémon-Go-Verschwörung: Spionieren wir mit unseren Handys für CIA und Co.?

Für Verschwörungstheoretiker steht fest: Wer Pokémon Go spielt, macht sich zum Handlanger der US-Geheimdienste. Die Schlapphüte hätten sich mit Google zusammengetan, um über das süchtig machende Handy-Spiel an sensible Informationen zu gelangen.



Ist das «Augmented Reality»-Spiel, bei dem es mit dem Mobilgerät putzige Monsterfiguren zu jagen gilt, ein raffiniertes Spionage-Werkzeug? Tatsächlich gibt es ein paar bedenkenswerte Fakten, wie Telepolis festhält:

Das Spiel wurde von einem Google-Ableger entwickelt. Google pflegt enge Verbindungen zu den US-Geheimdiensten

Der deutsche Journalist Florian Rötzer ruft in Erinnerung, dass die Google-Gründer Sergey Brin und Larry Page seit der Lancierung ihrer Suchmaschine bestens mit amerikanischen Rüstungs- und Geheimdienstkreisen vernetzt seien. Das Unternehmen habe immer wieder Aufträge von staatlichen oder staatsnahen US-Betrieben erhalten.

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Kooperiert mit Google: US-Behörde, die den vielen Geheimdiensten Aufklärungsmaterial liefert. bild: nga.mil

Pokémon Go ist von der ehemaligen Google-Tochter Ninantic entwickelt worden. Das amerikanische Start-up hat sich 2015 selbstständig gemacht, Google ist aber weiterhin finanziell beteiligt, wie auch Nintendo. Besonders interessant ist die Figur des Geschäftsführers von Niantic: John Hanke.

Wer sich für die Hintergründe interessiert, wird bei der amerikanischen Nonprofit-Organisation Consumer Watchdog fündig. Der 32-seitige, als PDF verfügbare Bericht «Lost in the Cloud – Google und die US-Regierung» beleuchtet die engen Beziehungen zwischen staatlichen Stellen und einem der mächtigsten privatwirtschaftlichen Unternehmen.

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screenshot: insidegoogle.com

Die US-Geheimdienste haben, wie wir dank der Snowden-Enthüllungen wissen, die Macht, private Unternehmen zur Kooperation zu zwingen und – von der Öffentlichkeit unbemerkt – an höchst private Daten zu gelangen. Dies gilt insbesondere für die Cloud-Datenschätze, die in den Rechenzentren von Google, Apple und Co. lagern. Doch interessieren sich die Schlapphüte natürlich für alle Technologien, die das Überwachen und Ausspionieren erleichtern.

«Mit Google Earth und Street View werden weltweit Bilder von Strassen und Gebäuden gemacht», hält Florian Rötzer fest. Einsehbar seien aber nur Orte, die von aussen und von oben zugänglich seien. Es fehle der Zugang zu geschlossenen Räumen (wobei anzumerken ist, dass dies nicht für Flughäfen und andere öffentliche Gebäude gilt). Hier könnte laut Rötzer Pokémon Go eine Möglichkeit bereitstellen, diese Hürde zu überwinden, ohne dass dies als Eindringen erscheine.

Es existieren bislang keine Beweise dafür, dass die Pokémon-Go-App heimlich Fotos oder andere Informationen an US-Geheimdienste übermittelt

Fakt ist: Alle erhobenen Daten gehen laut Telepolis-Bericht in den Besitz der US-Firma Niantic und damit womöglich auch an Google über, sie können wieder an Dritte weitergegeben werden, nicht nur an andere Unternehmen, sondern auch an Behörden oder Geheimdienste.

Auszug aus den Nutzungsbestimmungen von Pokémon Go:

«Wir könnten jegliche Informationen über Sie (oder über das von Ihnen ermächtigte Kind), die sich in unserem Besitz oder Kontrollbereich befinden, an Regierungen oder Strafverfolgungsbehörden oder private Beteiligte offenlegen, wenn wir es nach unserem eigenen Ermessen für notwendig und angemessen erachten: (a) um auf Ansprüche, Gerichtsprozesse (einschließlich Vorladungen) zu reagieren; (b) um unser Eigentum, unsere Rechte und unsere Sicherheit, sowie das Eigentum, die Rechte und die Sicherheit von Dritten oder der allgemeinen Öffentlichkeit zu schützen; und (c ) um jegliche Aktivität, die wir als illegal, unethisch oder rechtlich anfechtbar erachten, aufzudecken und zu stoppen.»

Sätze aus der «Datenschutzrichtlinie».
quelle: nianticlabs.com

Gut zu wissen: Pokémon-Go-Nutzer haben eine «Opt out»-Möglichkeit. Gemäss der «Datenschutzrichtlinie» können sie der Bereitstellung von Nutzerdaten an Drittanbieter widersprechen, indem sie eine entsprechende Mail an pokemongo-privacy@nianticlabs.com schicken. Ob dies die Datenschutz-Bedenken zu zerstreuen vermag, sei dahingestellt.

Unabhängig davon, ob Pokémon-Go-Nutzerdaten von Geheimdiensten abgesaugt werden, oder «nur» von Firmen weiterverwendet werden, zieht der unabhängige deutsche Sicherheitsexperte Mike Kuketz ein beunruhigendes Fazit:

«Millionen von Pokémon-Go-Spielern erliegen ihrem Sammeltrieb und sind bereitwillig damit einverstanden, ihre Daten und den aktuellen Standort mit einem Unternehmen zu teilen. Die Gefahren der Überwachung und der Manipulation werden also dem Spielspass geopfert. So leicht ist es also, hart erkämpfte Freiheiten – im wahrsten Sinne des Wortes – ‹auf’s Spiel› zu setzen.»

quelle: kuketz-blog.de

Was hältst du von der Verschwörungstheorie?

Bist du ein Pokémon-Profi? Dann beweise es im Quiz

Quiz
1.Die erste Frage ist einfach, damit du dir nicht allzu blöd vorkommst. Wie heisst dieser kleine Kerl?
Bild zur Frage
Glutexo, denk!
Glumanda, natürlich!
Glurak, ihr Luschen!
2.Wenn sich ein Pikachu weiterentwickelt, wird es zum ...
Bild zur Frage
Pika Pika!
Pichu
Raichu
3.Welcher dieser Pokémon ist Rattfratz?
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Bild zur Antwort
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4.Für alle Katzenfans: Dieses Pokémon existiert seit der ersten Spielgeneration und ist als Begleiter des Team Rocket bekannt. Wie heisst es?
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Snobilikat
Mauzi
Flamiau
5.Welches wunderhübsche Geschöpf hört auf den Namen Piepi?
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6.Jetzt bist du eingewärmt. Husch-husch im Schnelldurchlauf weiter! Das ist ...?
Bild zur Frage
... Smokuloff
... Smogmog
... Smognoff
... Smogon
7. Und der hier?
Bild zur Frage
Myrapla
Duflor
Giflor
8.Auch den kennen wir. Es ist ...
Bild zur Frage
... Muschas
... Muschus
... Maschus
... Maschis
9.Findest du Aerodactyl?
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Bild zur Antwort
Bild zur Antwort
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10.Erinnerst du dich an dieses Wesen?
Bild zur Frage
Das ist Simsala!
Das ist Kokowei!
Das ist Rossanna!
Das ist Donatella Versace!
11.Dieser Türsteher unter den Pokémon heisst ...
Bild zur Frage
... Golem!
... Stahlos!
... Onix!
12.Welches dieser Pokémon ist Ditto?
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Bild zur Antwort
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13.Zum Schluss noch zum herzigesten aller kleinen Monster. Dieses süsse Ding heisst ...
Bild zur Frage
... Liebiskus.
... Süssypuss.
... Liebesfischi.

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