DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
süsses

Wer «echten» Zucker isst, senkt das Cortisol-Niveau im Blut. Bild: shutterstock

Bist du im Stress? Dann schnapp dir was Süsses – die Wissenschaft ist auf deiner Seite 

nicole reichle / gesundleben



Ein Artikel von

Als hätten wir das nicht schon alle immer gewusst: Zucker hilft gegen Stress. Und zwar der eigentliche Zucker an sich – und nicht seine Austauschstoffe. Eine Studie in den USA hat jetzt gezeigt, dass sich mit der Aufnahme von Zucker der Cortisol-Spiegel senken lässt. 

Cortisol wird auch häufig «Stress-Hormon» genannt. Es handelt sich dabei um ein körpereigenes Hormon, welches in der Nebennierenrinde gebildet wird und in stressigen Situationen in höheren Dosen ausgeschüttet wird. Es beeinflusst dann auch das allgemeine Wohlbefinden negativ. 

gesundleben.ch

Sie wollen es noch gesünder? Dann schauen Sie auf der Webseite von gesundleben.ch vorbei. Dort finden Sie weitere informative Beiträge aus den Bereichen Lifestyle, Sport, Gesundheit und Freude am Leben. 

Forscher haben jetzt in einer kleinen Gruppe von 19 Frauen untersucht, wie sich die Gabe von Zucker auf den Cortisol-Spiegel auswirkt. Dafür wurde zunächst das normale Level des Cortisol-Spiegels ermittelt. Bei den Probanden gab es keine relevanten Abweichungen vor dem Start des Test. Die Cortisol-Spiegel waren bei allen Teilnehmern konstant. Unter anderem wurden die Teilnehmerinnen mit Mathe-Tests Stress ausgesetzt. Auch ihre Gehirnströme wurden untersucht. 

Dann gab es in einer 12-tägigen Testphase für einen Teil der Probanden Getränke mit Zuckeraustauschstoffen wie Aspartam. Der andere Teil erhielt Getränke mit Saccharose, also einfachem Haushaltszucker. In den Tests nach dieser Phase schnitten die Zucker-Trinkerinnen deutlich besser ab. Ihr Cortisol-Spiegel war geringer. In den weiteren Mathe-Tests behielten sie stärker die Oberhand über den Stress. 

Der Zucker hilft gegen Stress 

In der wissenschaftlichen Untersuchung zeigte sich dann, dass die Gehirnareale, die für die Verarbeitung und Unterdrückung von Stress und Angst mitverantwortlich sind, bei den Zucker-Probanden aktiver waren, als bei den Austausch-Trinkerinnen. Vor dem geteilten Experiment war die Aktivität in diesen Gehirn-Arealen bei den Probanden nahezu gleich. 

Zucker wirkt sich demnach also verbessernd auf den Umgang mit Stress aus. Konkreter: Zucker hilft gegen Stress. Unser Gehirn benötigt den Zucker wie allseits bekannt ist als «Treibstoff». Wie gut er die Schutzfunktionen, wie den Schutz vor Stress beeinflusst, wurde in der Studie nun deutlich sichtbar. 

Übrigens: Es gibt auch noch andere Wege, um das Cortisol-Level zu verringern. Eine 2009 durchgeführte Studie zeigte, dass schon fünf Minuten Kaugummi kauen zu einem sinkenden Cortisolspiegel führen. Zudem ist Sport als schneller Cortisol-Abbauer bekannt. 

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Was in unserem Körper nach der Covid-Impfung passiert – Schritt für Schritt erklärt

Die Schweiz hat den Impf-Turbo gezündet. Doch was passiert eigentlich nach dem ersten Piks im Oberarm in unserem Körper genau? Wir erklären es dir – Schritt für Schritt.

Das ist das neue Coronavirus Sars-CoV-2. In seinem Innern trägt es die RNA, also das Erbgut und an seiner Oberfläche stehen eine Art Stachel ab, Spike-Proteine genannt. Das Virus braucht sie, um in die menschlichen Zellen zu gelangen. Weil unser Körper diese Stacheln nicht kennt, beginnt er bei einer Infektion mit dem Coronavirus, Antikörper dagegen zu produzieren. Dank diesen ist man nach einer Erkrankung vorübergehend immun.

Damit nun nicht alle zuerst krank werden müssen, um Antikörper gegen …

Artikel lesen
Link zum Artikel