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Iran

Trump feiert Geburtstag mit UFC-Event – und verkündet Iran-Deal

President Donald Trump and first lady Melania Trump attend UFC Freedom 250 on the South Lawn of the White House, Sunday, June 14, 2026, in Washington. (AP Photo/Alex Brandon)
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Doch noch direkt am Käfigrand: Trump mit Gattin Melania bei seinem UFC-Geburtstagsevent.Bild: keystone

Prügel-Orgie vor Weissem Haus und Iran-Deal: So war Trumps Geburtstagsparty

Der US-Präsident meldet einen Durchbruch in den Verhandlungen zwischen Washington und Teheran. Dann vergnügt er sich an seinem UFC-Event vor dem Weissen Haus.
15.06.2026, 06:5915.06.2026, 10:41
renzo ruf, washington

Dieses Mal scheinen es beide Seiten ernst zu meinen: Am Wochenende gaben sowohl die USA als auch der Iran bekannt, dass sich die Kriegsparteien auf ein Friedensabkommen geeinigt hätten. Der Pakt soll bereits am Freitag in Genf unterzeichnet werden, wie es aus Verhandlungskreisen hiess. Aus Washington wird Vizepräsident JD Vance erwartet, aus Teheran der iranische Aussenminister Abbas Araghchi und Mohammad Bagher Ghalibaf, der Parlamentsvorsitzende. Der Text des Abkommens wurde vorerst nicht veröffentlicht, auch weil angeblich noch an einigen Details gefeilscht wurde.

Mehr Informationen zum Rahmenabkommen gibt es hier:

Der amerikanische Präsident selbst verkündete den Durchbruch kurz vor 18 Uhr (Lokalzeit). Zu diesem Zeitpunkt stand Donald Trump der Kopf ganz woanders.

Denn am Sonntag feierte der Republikaner in Washington nicht nur seinen 80. Geburtstag. Beim Weissen Haus hatten sich auch einige Zehntausende Fans der Kampfsportart UFC versammelt, um sich auf einer eigens konstruierten Bühne auf dem «South Lawn» (Südrasen) sieben Mixed Martial Arts-Kämpfe anzuschauen. Die meisten dieser Kampfsport-Fanatiker schafften es zwar nicht in den abgesperrten Bereich auf dem Areal des Weissen Hauses, wo sich etwas mehr als 4000 Menschen um das Oktagon drängten. Aber das war ihnen egal. Sie jubelten bereits Stunden vor Beginn der Kämpfe so laut, dass sie auch im Arbeitszimmer des Präsidenten, dem Oval Office, zu hören waren.

Dort versuchte Trump am Nachmittag den Friedensplan zu retten, der nach erneuten israelischen Angriffen im Libanon auf der Kippe stand. Der amerikanische Präsident hielt mit Kritik am israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu nicht zurück. «Er ist ein sehr schwieriger Typ», sagte er im Gespräch mit der «New York Times». Auch warf Trump dem Verbündeten vor, dass er nicht genügend Dankbarkeit gegenüber dem grossen Verbündeten zeige.

Einige wichtige Punkte sind noch umstritten

Andere kritischen Stimmen wiesen darauf hin, dass es sich bei diesem Friedensabkommen höchstens um einen Zwischenschritt handle. Die Unterhändler beider Seiten sollen 60 Tage Zeit bekommen, um die noch offenen, komplexen Fragen zu beantworten.

Das betrifft nicht nur das iranische Waffenprogramm, sondern auch die Forderung Teherans nach einem kompletten Ende der Sanktionen. So behauptete der Iran bereits, dass das Land nach der Unterzeichnung am Freitag 12 Milliarden Dollar an bisher eingefrorenen Geldern zurückbekommen werde. «Das stimmt überhaupt nicht», sagte ein anonymer amerikanischer Regierungsangestellter dem Nachrichtenportal Axios. Der Iran werde das Geld erst zurückbekommen, wenn sich das Land an das Friedensabkommen halte.

Trump behauptete im Gespräch mit der «Times», diese offenen Fragen seien keine Stolpersteine. Auch wies er die Sichtweise von Kritikern zurück, der Friedenspakt gleiche dem Abkommen, das Präsident Barack Obama vor elf Jahren mit dem Iran ausgehandelt hatte. Er sagte: «Wir haben aus einer Position der Stärke heraus verhandelt», während Obama den Iran habe bestechen wollen.

epa13037863 US President Donald Trump (C) and UFC CEO Dana White (R) talk on the Blue Room balcony during the playing of the national anthem before the 'UFC Freedom 250' event on the South L ...
Trump mit Buddy Dana White.Bild: keystone

Die nächsten Tage werden zeigen, ob diese Sichtweise Trumps der Realität entspricht. Der Präsident jedenfalls schien sich am Sonntagabend nicht allzu viel Sorgen zu machen; stattdessen genoss er, zusammen mit First Lady Melania Trump, das gut inszenierte Spektakel. Die Trumps sassen direkt am Oktagon, als Ehrengäste von UFC-Chef Dana White. Und obwohl den ganzen Tag über Gewitterwolken über die Hauptstadt gezogen waren, blieben die prognostizierten Stürme aus.

«Was für ein wunderbares Ereignis», sagt der Texaner

Immer wieder war beim Weissen Haus auch der tosende Jubel der Fans zu hören, die am «Fan Fest» die Kämpfe mitverfolgten. Logan aus Chicago zum Beispiel, der sagte: «Das ist ein einmaliges Erlebnis. Der 250. Geburtstag unseres Landes und der 80. Geburtstag unseres Präsidenten, da musste ich einfach hier sein.» Auch Alejandro, der zusammen mit seiner Frau extra aus Texas angereist ist, erwähnte im Gespräch mit CH Media den Geburtstag der USA. «Was für ein wunderbares Erlebnis», sagte er. Seine Frau allerdings scheint über die brutalen Kämpfe etwas weniger begeistert zu sein. Sie verzog meist bloss das Gesicht.

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quelle: keystone / mike stewart
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48 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Mentos
15.06.2026 07:14registriert Mai 2020
Erst das JCPOA-Abkommen von 2015 zerreißen, die Straße von Hormuz ignorieren und 50 Milliarden Dollar verpulvern – nur um am Ende einen brandneuen Deal zu feiern, der deutlich weniger erreicht als das Original. Das ist sie wohl, der absolute „Fart of the Deal“.
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Gina3
15.06.2026 07:38registriert September 2023
Das Foto des „Präsidentenpaares“ lässt mich erschaudern.
Sie wirken wie zwei Menschen, die nur eines verbindet: das Vergnügen, das Blutvergießen und das Leid anderer mitanzusehen.
Wahrscheinlich ist das tatsächlich das Einzige, was sie verbindet … abgesehen von ihrer Liebe zu Macht & Geld.
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Wir (M)Ostschweizer*innen nun im Süden
15.06.2026 08:15registriert Juni 2019
Auch wenn am Freitag wirklich unterschrieben wird, muss man bemerken daß der Iran auf der ganzen Linie gewonnen hat, es hat gezeigt wie man das zurückholt, was vorher weg gesperrt war.
Die Welt ist nun erpressbarer geworden, die Stabilität im Nahen Osten fragiler und die Menschen im Iran erleiden weiterhin Qualen und werden sich hüten, sich gegen das Regime zu erheben.... da sie sich im Stich gelassen fühlen.
Danke USA, danke Mister!
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