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FILE - In this Thursday, Oct. 27, 2016 file photo the Euro soccer championships trophy is seen in front of the logo during the presentation of Munich's logo as one of the host cities of the Euro 2020 European soccer championships in Munich, Germany. UEFA, are set to make a final decision when the UEFA executive committee meets on Tuesday March 17, 2020 after talks with clubs and leagues, about possibly delaying the Euro 2020 soccer tournament by a year as the continent grapples with the outbreak of the coronavirus. (AP Photo/Matthias Schrader, File)

Eine Euro 2020 wird es nicht geben. Bild: AP

Auch FIFA-Infantino lenkt ein – Fussball-EM auf Sommer 2021 verschoben

Die EM 2020 wird wegen des Coronavirus in den Sommer 2021 verschoben. Betroffen sind zwölf Gastgebernationen, 24 Teilnehmer und Millionen Fans. Noch ist unklar, wie der Modus aussehen soll. Auch FIFA-Präsident Gianni Infantino ist mit dem Entscheid einverstanden und strebt eine Verschiebung der für 2021 geplanten Klub-WM an.



Das UEFA-Exekutivkomitee gab die erwartete Verschiebung des Turniers am Dienstag nach mehreren Krisensitzungen bekannt. In Videokonferenzen beriet sich die UEFA zuvor mit den nationalen Ligen und der Europäischen Klubvereinigung sowie den 55 Mitgliedsverbänden.

Ursprünglich sollte das paneuropäische Turnier in diesem Sommer vom 12. Juni bis zum 12. Juli ausgetragen werden. Nun soll es zwischen dem 11. Juni und 11. Juli 2021 durchgeführt werden. Inwieweit die UEFA die historische Endrunde im Sommer 2021 unter gleichen Voraussetzungen ausrichten will und kann, blieb zunächst offen.

Den nationalen Ligen verschafft die Massnahme die dringend benötigte Zeit, um die derzeit ausgesetzte Saison doch noch unter einigermassen regulären Umständen beenden zu können. Stichtag ist dann erst der 30. Juni, an dem normalerweise auslaufende Verträge enden.

Das EM-Eröffnungsspiel war für den 12. Juni in Rom terminiert. Neben Rom wurden Amsterdam, München, Kopenhagen, Bilbao, St. Petersburg, Bukarest, Budapest, Baku, Glasgow, Dublin und London als Gastgeber ausgewählt. Die britische Hauptstadt bekam unter anderem beide Halbfinals und das Endspiel zugesprochen. Die Schweiz war in einer Gruppe mit Italien, der Türkei und Wales gelost worden und hätte ihr erstes Spiel am Samstag, 13. Juni, in Baku bestreiten sollen.

epa07456021 Switzerland's head coach Vladimir Petkovic (4-R) during a training session of the Swiss national soccer team at the Boris Paichadze national stadium in Tbilisi, Georgia, 22 March 2019. Switzerland will face Georgia in their UEFA EURO 2020 Group D qualifying soccer match on 23 March 2019.  EPA/ZURAB KURTSIKIDZE

Die Schweizer Nati hätte am 13. Juni ins Turnier eingreifen sollen. Bild: EPA/EPA

Durch eine Verlegung in den Sommer 2021 muss sich die UEFA mit der FIFA arrangieren, die zu dem Zeitpunkt eigentlich die Premiere der millionenschweren Klub-WM feiern will. Dieses Turnier war zuletzt auf 24 Mannschaften aufgestockt worden, ursprünglich sollten acht davon aus Europa kommen.

Infantino einverstanden

FIFA-Präsident Gianni Infantino hat in einem offiziellen Statement aber bereits bekanntgegeben, dass er mit den Massnahmen einverstanden ist. Er ruft den FIFA-Council dazu auf, an einer für morgen einberufenen Telefonkonferenz die Entscheidungen der UEFA und des Südamerikanischen Verbands CONMEBOL, der die ebenfalls für diesen Sommer geplante Copa America verschieben musste, gutzuheissen.

Infantino schlägt eine Verschiebung der neuen Klub-WM entweder auf später im Kalenderjahr 2021 oder dann auf die Jahre 2022 oder 2023 vor.

Stimmen aus der Schweiz

Vladimir Petkovic, Natitrainer

«Der Entscheid ist in dieser Situation vernünftig und richtig. Die Bekämpfung des Virus hat für uns alle höchste Priorität. Natürlich hätten wir diese EM sehr gerne gespielt. Eine professionelle sportliche Vorbereitung wäre unter diesen Umständen aber nicht möglich gewesen. Ich hoffe, dass diese Krise bald vorbeigeht und der Fussball wieder rollt. Ich wünsche mir, dass wir uns ab September mit Spielen in der Nations League auf die EM 2021 vorbereiten können, und dass wir im nächsten Sommer in ganz Europa ein Fussballfest mit vielen begeisterten Zuschauern feiern können.»

Der Trainer der Fussballnationalmannschaft Vladimir Petkovic kommentiert die Verlaengerung seines Vertrags mit dem Schweizerischen Fussballverbands SFV, am Dienstag, 25. Februar 2020 in Bern. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)

Bild: KEYSTONE

Claudius Schäfer, CEO SFL

«Mit der Verschiebung der UEFA EURO-Endrunde erhält der Schweizer Fussball für die Ansetzung der aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus verschobenen Runden in der Meisterschaft und im Schweizer Cup mehr Flexibilität.

Dieser Entscheid war Voraussetzung dafür, dass überhaupt Szenarien für Spieltermine im Juni entwickelt werden können und eine Weiterführung der Saison terminlich möglich bleibt. Die höchste Priorität geniesst jetzt allerdings die Gesundheit der Bevölkerung. Die Swiss Football League unterstützt die Massnahmen der Behörden in vollem Umfang und will sich in höchstem Masse solidarisch zeigen, um Risikogruppen zu schützen.»

Claudius Schaefer, CEO Swiss Football League SFL, informiert waehrend einer Medienkonferenz ueber das weitere Vorgehen in den Fussball-Meisterschaften als Folge des Coronavirus, am Montag, 2. Maerz 2020 in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Bild: KEYSTONE

Pierluigi Tami, Direktor Nati

«Es ist ein logischer Entscheid. Es geht um die Gesundheit der Menschen, da muss der Sport zurückstehen. Zugleich bietet die UEFA den Ligen und den Clubs damit die Möglichkeit, ihre Meisterschaften vielleicht doch noch fertig spielen zu können.»

Pierluigi Tami, Nationalteam-Direktor des Schweizerischen Fussballverbands SFV, zieht nach rund fuenfmonatiger Amtszeit ein erstes Fazit und spricht ueber seine Vision zur Organisation des Schweizer Fussballs, anlaesslich einer Pressekonferenz in Muri bei Bern, am Donnerstag, 9. Januar 2020. (KEYSTONE/Marcel Bieri)

Bild: KEYSTONE

(zap/sda)

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