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epa08291562 A general view of the entrance of German Football Association DFL (Deutsche Fussbal Liga) in Frankfurt Main, Germany, 13 March 2020. According to reports, German Football Association suspended all Bundesliga and Bundesliga 2 games from 17 March until 02 April amid coronavirus COVID-19 pandemic. This weekend games will be played behind closed doors.  EPA/ARMANDO BABANI

Die Deutsche Fussball Liga diskutiert heute, wie es mit der Bundesliga-Saison weitergehen soll. Bild: EPA

Es drohen 750 Millionen Verlust – Bundesliga sucht den Weg aus der Corona-Krise

Notfallplan, Solidarfonds, EM-Verschiebung. Die Bundesliga-Klubs beraten über notwendige Massnahmen in der Coronavirus-Krise. Bei der Mitgliederversammlung in Frankfurt geht es um sportliche Lösungen, aber auch um einen ökonomischen Fallschirm für den Worst Case.



Der Profi-Fussball steht unter enormen Druck. Die Coronavirus-Pandemie bedroht mittlerweile das milliardenschwere Geschäftsmodell. Bei einer Krisensitzung in einem Frankfurter Flughafenhotel wollen die 36 Klubs aus Bundesliga und 2. Liga am Montag (11.30 Uhr) gemeinsam beraten, wie sie mit der prekären Situation umgehen.

Wann kann wieder gespielt werden?

Das ist die grosse Frage und im Moment kann sie niemand seriös beantworten. Die bislang avisierte Saisonunterbrechung bis zum 2. April mit der Streichung nur eines weiteren Spieltages vor der Länderspielpause reicht ziemlich sicher nicht aus. In Berlin sind die Stadien von Hertha BSC und Union schon bis zum 19. April gesperrt. Womöglich erkennen die Klubs die Lage und verlängern von sich aus die Zwangspause, um dann ohne ständigen aktuellen Druck nach Lösungen für die Restsaison suchen zu können.

«Die Realität überholt uns in diesen Tagen regelmässig und innerhalb von Minuten», sagte Bayer Leverkusens Vereinschef Fernando Carro. Grosses Ziel ist es, Zeit zu gewinnen, weshalb auch über internationale Themen wie die EM und die Champions League gesprochen werden wird.

Was passiert, wenn nicht mehr gespielt werden kann?

Das ist das schlimmste Szenario für die Bundesliga, sportlich, aber vor allem auch ökonomisch. Rund 85 Millionen Euro gehen den Klubs pro ausgefallenen Spieltag an Einnahmen aus TV-, Sponsoren, und Eintrittsgeldern verloren. Das macht bei neun Spieltagen rund eine dreiviertel Milliarde Euro.

epa08179217 Dortmund's CEO Hans-Joachim Watzke attends the SPOBIS 2020 at CCD Congress Center in Duesseldorf, Germany, 30 January 2020. The SPOBIS is Europe's biggest sportsbusiness event for over 20 years and will take place from 29 to 30 January 2020.  EPA/FRIEDEMANN VOGEL

BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke warnt, dass kleinere Klubs Konkurs gehen könnten. Bild: EPA

Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge und BVB-Chef Hans-Joachim Watzke warnten schon vor möglichen Insolvenzen mittlerer und kleinerer Klubs. Ein Solidarfonds wird dennoch skeptisch bewertet, kleinere Klubs dürften aber sicher das Thema zur Sprache bringen.

Um sportliche Lösungen im Falle einer Komplett-Absage wird es auch am Montag schon gehen. Hier gibt es wohl zwei Optionen:

Tatsächlich ist dies unwahrscheinlich, da nicht einmal alle Klubs gleich viele Spiele bestritten haben und der DFL eine Klagewelle drohen könnte. Wahrscheinlicher wäre daher:

21.02.2020, Bayern, München: Fußball: Bundesliga, Bayern München - SC Paderborn 07, 23. Spieltag in der Allianz Arena. Die Spieler vom FC Bayern München jubelt nach den 1:0 durch Serge Gnabry (Mitte verdeckt). Foto: Peter Kneffel/dpa - WICHTIGER HINWEIS: Gemäß den Vorgaben der DFL Deutsche Fußball Liga bzw. des DFB Deutscher Fußball-Bund ist es untersagt, in dem Stadion und/oder vom Spiel angefertigte Fotoaufnahmen in Form von Sequenzbildern und/oder videoähnlichen Fotostrecken zu verwerten bzw. verwerten zu lassen. +++ dpa-Bildfunk +++

Die Bayern sind auf Meisterkurs – doch erhalten sie am Ende auch den Titel? Bild: dpa

Was passiert mit EM und Europacup?

Hier sind sich alle Klubs einig. Die EM kann nicht vom 12. Juni bis 12. Juli stattfinden. Bei einer Verschiebung hätte die Bundesliga möglicherweise bis zum 30. Juni Zeit, die Saison zu beenden.

Ein entsprechender Auftrag wird an die deutschen Teilnehmer der UEFA-Videokonferenz am Dienstag, DFB-Vize Rainer Koch und BVB-Chef Watzke, gehen. Möglicherweise gibt es unterschiedliche Ansichten über einen neuen EM-Termin. Der Sommer 2021 klingt logisch. Die grossen Klubs könnten aber auch für den Dezember sein, damit sie sich weiter Hoffnung auf eine Teilnahme an der lukrativen Premiere der FIFA-Klub-WM im kommenden Jahr machen können. (abu/sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • das Otzelot 16.03.2020 13:37
    Highlight Highlight Was da ein wenig vergessen geht ist, dass es wohl am wenigsten die Spieler und Trainer trifft.
    Aber jeder Club hat noch ganz viele andere Leute die auch bezahlt werden wollen.
    Dann noch alle Zulieferer z.B. Bratwürste, Bier usw.
    Die verkaufen ja auch nix.
  • JonSerious 16.03.2020 10:18
    Highlight Highlight Home office. alle Spiele via FIFA20 austragen. Wo ist das Problem? 🤷🏻‍♂️
    • bcZcity 16.03.2020 11:00
      Highlight Highlight Lieber via PES, Fifa ist dann doch zu sehr K.I gesteuert im Hintergrund!

      Am besten aber einfach alle Spiele direkt via Elfmeterschiessen. Das kann man auch in einer Turnhalle und es befinden sich nur immer höchstens 3 Leute (Torhüter, Schütze, Schiri) im Raum. Muss man draussen eben warten bis man dran ist :)
  • THEOne 16.03.2020 10:11
    Highlight Highlight oooh... der korupte, aufgeblasene fussball kommt in die krise.
    marktbereinigung nenn ich es
  • mrgoku 16.03.2020 09:33
    Highlight Highlight Tragt die Meisterschaft an der Konsole aus...

    Als ob das nun relevant ist....
  • Zwingli 16.03.2020 08:52
    Highlight Highlight Vielleicht gut für den Fussball so kann er sich wieder gesundschrumpfen
  • Füürtüfäli 16.03.2020 08:42
    Highlight Highlight Wenn man die gesammt-Wirtschaftlage betrachtet, ist die Bundesliga,meiner Meinung nach, ganz am Ende der Wichtigkeits-Liste zu finden.
    • Adam Smith 16.03.2020 09:05
      Highlight Highlight Sie ist sogar bei den Fussballligen weit weniger relevant als die Top 3. Zumindest was das internationale Interesse angeht.
    • maxi #sovielfürdieregiongetan 16.03.2020 12:27
      Highlight Highlight Naja etwas sehr kurz gedacht. Natürlich ist Fussball nicht überlebenswichtig. Abrt fie vielen Leute fir im und ums Stadion ihr Geld verdienen, zulieferer usw. An diese hätte man auch denken können bevor man einen Kommentar verfasst.

Kommentar

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