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Schweiz soll künftig nicht mehr EU-Forschungsgeld erhalten, als sie selber bezahlt

Die Schweiz soll künftig gleich viel Geld in die EU-Forschungsprogramme investieren wie umgekehrt. Hiesige Forscher könnten unter dieser neuen Regel leiden.

Remo Hess / ch media



Seit Donnerstag ringen die EU-Staats- und -Regierungschefs bei ihrem Treffen in Brüssel um die Höhe des neuen EU-Budgets. Der Streit tobt umso heftiger, weil mit dem Vereinigten Königreich einer der grössten Nettozahler den Klub verlässt.

Nun geht es darum, wer das Loch in der Kasse stopfen muss und wo die EU allenfalls den Gürtel enger schnallen wird. Klar ist schon jetzt: Unter dem Brexit-Effekt leidet auch die Schweiz. Genauer: die Schweizer Forschenden.

ARCHIVBILD ZUR STUDIE ZUM LEHRLINGSLOHN VOM KANTONALBANKENVERBAND, DIENSTAG, 11. SEPTEMBER 2018 - A laboratory assistant in training gets liquid out of a bottle under the expert guidance of her advisor at the research station Changins-Waedenswil ACW in Waedenswil in the canton of Zurich, Switzerland, pictured on July 15, 2009. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Eine lernende Laborantin der Forschungsanstalt Agroscope Changins-Waedenswil ACW in Waedenswil im Kanton Zuerich entnimmt unter fachkundiger Anleitung ihrer Betreuerin am 15. Juli 2009 eine Fluessigkeit aus einer Flasche. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Schweizer Forscher sind in der EU beliebt. Doch die politische Situation macht ihnen das Leben schwer. Bild: KEYSTONE

Denn die EU fürchtet sich davor, dass ein Grossteil ihrer Forschungsgelder künftig in das Drittland Grossbritannien mit seinen hervorragenden Universitäten abfliessen könnte. Hintergrund ist, dass EU-Forschungsbeiträge jeweils an die besten Projekte gesprochen werden.

Im Budgetentwurf der EU wird deshalb eine neue Regel eingeführt. Für assoziierte Drittländer gilt, dass eine ausgeglichene Balance herrschen soll zwischen Beiträgen und Bezügen aus den Forschungsprogrammen. Das betrifft auch die Schweiz, deren Forschungsstätten ebenfalls zu den besten Europas gehören.

Das heisst: Die hiesigen Unis und ihre Forscher sollen künftig nicht mehr Geld aus Brüssel erhalten, als die Schweiz in die EU-Forschungstöpfe überweist. Die Schlussrechnung soll eine schwarze Null aufweisen.

Gleiche Kategorie wie China oder Südkorea

In der Vergangenheit hat die Schweiz von der Forschungszusammenarbeit mit der EU finanziell profitiert. In den Jahren 2007 bis 2013 machte sie ein Plus von 232 Millionen Franken. Wäre der Euro in Folge der Finanzkrise nicht abgestürzt, wären die Rückflüsse noch stärker ins Gewicht gefallen. Dass die Bilanz im aktuellen Zeitraum nur leicht zu Gunsten der Schweiz ausfällt, liegt daran, dass die EU den Hahn nach der Zuwanderungsinitiative vor­übergehend zugedreht hat.

«Das bereitet uns echt Kopfzerbrechen»

In Schweizer Forschungskreisen ist man besorgt über das neue Regime. Dabei geht es nicht in erster Linie darum, dass die Schweizer Forscher nicht mehr übermässig von den EU-Geldern profitieren können. Im Gegenteil: Damit wäre man den leidigen Vorwurf des «Trittbrettfahrers» endlich los.

Vielmehr kritisiert man, dass die Schweiz künftig in derselben Drittstaaten-Sammelkategorie geführt werden soll, der neben Grossbritannien auch Länder wie China oder Südkorea angehören. Beitrittskandidaten wie die Türkei oder Israel mit seinem Assoziierungsabkommen erhalten dagegen eine Spezialbehandlung.

Die Schweizer Diplomatie setzt in Brüssel zurzeit sämtliche Lobby-Hebel in Bewegung, um die EU davon zu überzeugen, die Einteilung zu überdenken. «Das bereitet uns echt Kopfzerbrechen», beschreibt es ein Gesprächspartner. Die Schweiz findet, sie gehörte nicht in denselben Topf wie Grossbritannien, sondern sollte eher wie die EWR-Länder behandelt werden.

Technisch unbestritten, politisch umso mehr

Auf technischer Ebene gibt es anscheinend ein breites Verständnis dafür, dass die Schweiz in der Forschungszusammenarbeit nicht ein beliebiges Drittland, sondern ein langjähriger und geschätzter Partner ist.

Gerade in Sachen künstlicher Intelligenz, wo Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen einen thematischen Schwerpunkt setzen will, sollen Schweizer Wissenschafter und Forscher heiss begehrt sein. Doch auf der politischen Ebene vergiftet der Streit um das Rahmenabkommen das Klima. Die EU-Kommission stellt hier noch immer eine Verknüpfung her, auch wenn EU-Kommissar Johannes Hahn im Interview mit dem SRF im Dezember den Eindruck hinterliess, die Forschung werde nicht als Druckmittel verwendet.

Nächste Woche kommt der definitive Entscheid

Immerhin: Definitiv entschieden ist noch nichts. Ende nächster Woche treffen sich die zuständigen Minister der EU-Mitgliedstaaten in Brüssel. Auf dem Programm steht eine politische Aussprache über die neue Drittstaatenregelung. Ob und wie sich die Kategorisierung noch verändern wird, hängt schlussendlich auch über die anvisierte Forschungszusammenarbeit mit Grossbritannien ab. Und davon, ob die EU die Schweiz tatsächlich mit den Briten in denselben Topf werfen will.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Schneider Alex 23.02.2020 05:45
    Highlight Highlight Wenn die Schweiz aus dem Horizon-Programm aussteigt, geht die Forschung in der Schweiz nicht zugrunde; wir können diese Forschungskosten auch selber bezahlen, wenn wir den Geldfluss in die EU stoppen.
  • Super8 21.02.2020 15:49
    Highlight Highlight Dann kann man ja die ganze Übung abbrechen und einfach alles Geld selber hier in der Schweiz in die Forschung investieren, anstatt über Umweg EU.
  • Bivio 21.02.2020 15:10
    Highlight Highlight Ich sehe nicht ein, warum dies ein Fehler der SVP sein soll, wie einige Kommentatoren schreiben.
    Das Problem ist, dass die Universitäten in der EU weniger gut sind als in UK oder CH. Die EU hat Angst, dass internationale Fördergelder in diese Staaten gehen, anstelle in die EU-Unis.
    Mein Vorschlag: Der Bund soll Geld, welches für die Kohässionszahlung gedacht wäre, dafür verwenden, die "Verluste" auszulgeichen.
    Wir müssen lernen, unabhängiger von der EU zu sein.
    • Hierundjetzt 21.02.2020 16:41
      Highlight Highlight Immer dieses SVP Märli 🤮
      60% der CH Exporte gehen in die EU
      7% der EU Exporte fliessen in die CH

      „Unabhängig“ 😂😂😂😂😂😂😂😂

      Die Verwendung der Kohäsionsmiliarde ist fix in der Bundesverfassung geschrieben und ist ein Staatsvertrag. Du bist mir ja ein ganz lustiger 😌 Du
    • Tom Scherrer (1) 21.02.2020 17:12
      Highlight Highlight Stimmt.

      Ich würde sogar soweit gehen, dass wir diese Milliarden zweckgebunden in Erforschung neuer (und nur für Menschen freigegebene) Antibiotika verwenden, solange, bis Basel fündig geworden ist.

      Et voila: win/win/win für alle.

      Keine Milliarden mehr für den Osten.



  • Fairness 21.02.2020 14:40
    Highlight Highlight EU-fast Gratis-Studenten begrenzen und mit GB usw. zusammenarbeiten. Darum sicher kein Rahmenabkommen und JA zur Begrenzungsinitiative,. Die EU macht einseitig eh was sie will und sucht nur Ersatzgeld für GB.
    • misohelveticos 22.02.2020 01:38
      Highlight Highlight Ich freue micht schon darauf, dass Schweizer demnächst Visa für den Schengenraum brauchen. Hättet Ihr Euch redlich verdient.
  • Tom Scherrer (1) 21.02.2020 12:20
    Highlight Highlight Die Schweiz schlechter einteilen, in der Hoffnung, dass EU Topköpfe in der EU bleiben.

    Die Politik sollte sich nicht in die Forschung einmischen. Nicht innerhalb der Schweiz und Europa soll das auch lassen. Wir können Europa im Beschaffungswesen ausschliessen, mal schauen, wie Ihnen das gefällt!

    Tun wir uns doch mit UK, USA, China,... zusammen und schauen wir, dass da ein Top Forschungsabkommen zustandekommt.

    Ohne Salamitaktik, Ventilklausel und politischem Hikhak.

    Warum? Weil wir aktuell wichtige Probleme zu lösen haben und sich nicht immer alles nur um Politik & Machtspielchen dreht.
    • Selbst-Verantwortin 21.02.2020 13:43
      Highlight Highlight Ja, die CH soll dann den gleichen Masstab in Verteilung ihrer Mittel oder Aufnahme von EU-Bürgern anwenden.
      Aber: die Öffentlichkeit/Politik soll sich unbedingt in die Verteilung der öffentlichen Forschungsgelder einmischen. Schliesslich finanziert sie es auch.
      Und wer weiss, wie die Forschungsgelder in der Schweiz teilweise verteilt/verschwendet werden, muss sich mehr Einmischung wünschen.
    • Tom Scherrer (1) 21.02.2020 14:59
      Highlight Highlight @Selbst-Verantworin "Intervention wegen Pestizid-Kritik – Parmelin verpasst ETH-Forschern einen Maulkorb"

      Diese Schlagzeile ist wenige Monate alt und zeigt eindrücklich, auf welchem dünnen Eis sie steht und dass Politik und Forschung starkt getrennt werden müssen.

      Ansonsten definiert die Politik die Ergebnisse und die Forschung liefert die dazu passenden Daten.

      Keine politische Einmischung in die Forschung, sie soll so neutral wie möglich bleiben - was eh schon schwer genug sein dürfte.

      Und genau die EU sollte in Sachen Forschung neutral bleiben. (Pharma/Biotech/Automob./...)
  • Selbst-Verantwortin 21.02.2020 11:16
    Highlight Highlight Macht Sinn.
    Solange auch der Umkehrschluss gilt: CH zahlt nicht viel mehr, als sie erhält.
    Und der Ansatz wird auch auf die Migration angewandt.
  • Malt-Whisky 21.02.2020 10:42
    Highlight Highlight Geht absolut in Ordnung. So sind wir wieder frei, wo wir mitwirken wollenl und mit wieviel Kapital. Die EU ist ja eh weit hinter uns in allen Rankings. Und ich bin mir sicher die beiden nordamerikanischen Staaten bieten bessere Aussichten. Wir lassen uns doch vom Brüsseler Pack nicht konstant befehlen.
  • guby 21.02.2020 09:45
    Highlight Highlight Ohne GB hat die EU keine Eliteuni mehr. Wenn die europäischen Gelder nach Forschungsqualität vergeben werden, dann ist glasklar, dass die EU ins Minus fällt. Jetzt, nach Brexit, umso mehr. Will die EU solche doofen Spielchen spielen spannen wir in der Forschung halt stärker mit GB und USA zusammen. Dann sind die ganzen EU Gelder plötzlich nicht mehr so prestigeträchtig. Der Schweizer Forschungsplatz ist hervorragend aufgestellt, wir müssen uns alles andere als verstecken.
    • sowhat 21.02.2020 12:36
      Highlight Highlight @guby. Dann sollten wir auch nicht nach ihrem Geld gieren.
    • guby 21.02.2020 12:52
      Highlight Highlight Einverstanden. Aber ich finde halt, dass Forschung nicht viel mit Gier zu tun hat. Sondern eher damit, dass die besten Projekte gefördert werden und die Politik aussen vor gelassen werden sollte. Forschung bedeutet Fortschritt, schliesst die EU Top Forschungsplätze aus ihrem Topf aus bremst sie diesen aktiv. Deshalb empfinde ich die Spielchen als etwas doof. Und deshalb finde ich macht es Sinn mit anderen Top Forschungsplätzen zusammen zu arbeiten, anstatt mit der EU.
  • chrissy_dieb 21.02.2020 09:38
    Highlight Highlight Nicht so schlimm: Das heisst lediglich, dass weniger EU Gelder an EU Forschende in der Schweiz fliessen (an der ETH Zürich: 35% CH-Professoren, 25% CH-Doktoranden).
    • bebby 21.02.2020 11:43
      Highlight Highlight Wenn wir anfangen, Professuren nach Nationalität zu vergeben, dann ist das genauso schlimm, wie wenn wir Professuren nach ihrer Haltung zu Genderfragen vergeben. Damit werden wir zur Provinz und die Forschung findet dann halt woanders statt.
    • chrissy_dieb 21.02.2020 14:02
      Highlight Highlight Da haben Sie recht.
      Die Frage ist nur: Wo ist die Grenze? Auf die Weltbevölkerung gerechnet werden wir dann einfach bei 0.1% ankommen. Finanziert würde es aber nach wie vor zu 80% von uns. Wollen wir Publikationen, wo der Absender seine Adresse in der Schweiz hat, oder wollen wir Forschung, wo sich unsere Kinder auch Mal dran beteiligen können und sie etwas lernen? Ich würde meinen, die Mischung macht es aus.
    • bebby 21.02.2020 22:45
      Highlight Highlight Unsere Kinder dürfen sich gerne daran beteiligen, wenn sie es sich verdient haben. Wir haben ja bereits einen privilegierten Zugang zu Bildung.
  • Fandall 21.02.2020 09:37
    Highlight Highlight Was für ein Kindergarten...
    Wenn die "guten" Forschenden ausserhalb der EU angestellt sind und man an deren Resultaten teilhaben will kostet es halt was. Nur in Deutschland alleine hat es ja schon einige wirklich gute Unis, so gross kann das Ungleichgewicht auch nicht sein.
    Zeigt schön dass es nicht um den Fortschritt in der Forschung geht, sondern um Macht und Geld.
  • Mragical 21.02.2020 08:18
    Highlight Highlight Dass uns die ewiggestrigen SVPler mit ihrer populistischen Anti-Europapolitik grundlos aufs Abstellgleis schieben, ist schon verrückt... "Danke Blocher!"
    • make.love.not.war 21.02.2020 14:51
      Highlight Highlight hä?
  • Sam1984 21.02.2020 07:59
    Highlight Highlight Man könnte sich ja mal Gegenmassnahmen überlegen um nicht Opfer der EU-Machtpolitik zu werden.

    Zugang für EU Bürger zu schweizer Hochschulen (welche international einen exzellenten Ruf haben) erschweren. Oder Studiengebühren für EU Bürger vervielfachen. Ich bin mir sicher es gibt Wege um der EU klarzumachen, dass wir nicht Ihr Prügelknabe sind und erst recht nicht vorhaben Ihre Probleme mit GB auszubaden.
    • Cpt. Jeppesen 21.02.2020 09:13
      Highlight Highlight Anstelle von EU-Machtpolitik zu schwafeln und sich ständig als Opfer zu geben könnte die Schweiz auch einfach der EU beitreten.
      Dann gibt es vollen Zugriff auf die EU-Geld-Töpfe, man kann mitreden, mitbestimmen und kann für sich die Vorteile herausnehmen, so wie es GB und Luxembourg seit Jahrzehnten machen.
      Aber eben, es ist halt einfacher sich als Opfer darzustellen und das Feindbild der bösen EU zu halten um von den eigenen Unzulänglichkeiten abzulenken.
    • sowhat 21.02.2020 09:35
      Highlight Highlight Sam, leider funktioniert mein BiItzgenerator wieder mal nicht. Daher im Text:
      Das ist purer Unsinn. Ich kann von Strafe hier nichts sehen. Mit welcher Begründung soll die CH mehr bekommen, als sie beisteuert? Weil wir "die Besten" sind?

      Chli grössewaansinnig, oder? 🤦‍♂️
    • Posersalami 21.02.2020 09:36
      Highlight Highlight Gute Idee! Ganz nebenbei versinken dann unsere Top-Unis in der Bedeutungslosigkeit weil die besten Doktoranden etc. nicht mehr herkommen. Mol, damit wäre der Schweiz gedient!!!!
    Weitere Antworten anzeigen
  • CogitoErgoSum 21.02.2020 07:47
    Highlight Highlight Wieso gehören wir in denselben Topf wie Grossbritannien?
    Ganz einfach, weil wir nicht in der EU und eben doch Trittbrettfahrer und Rosinenpicker sind.
    Danke liebe SVP. Du hast den EWR- Beitritt damals ganz knapp zwar, aber doch verhindert.
    Bin gespannt was nun aus Grossbritannien wird. Nicht kurz- sondern langfristig.
    Es ist sicher nicht alles gut, was die EU macht, aber wir könnten sonst zumindest auf Augenhöhe mitentscheiden, statt auf den Knien Antrag über Antrag bilateral aushandeln zu müssen.
    • Chääschueche 21.02.2020 12:37
      Highlight Highlight @Copito
      Lieber auf den Knien als Mitglied in dem Saftladen sein.

      Die EU ist schon lange überholt und das merkt man von Jahr zu Jahr mehr. Die Internen Probleme werden immer grösser und die EU immer wie unbedeutender.
  • Hierundjetzt 21.02.2020 07:45
    Highlight Highlight Wir sind das 19. reichste Land (Reicher als Saudi Arabien oder Argentinien) des Planeten, haben ein BIP von 690 Mrd, einen Bundeshaushalt von 71 Mrd, einen Überschuss von 2 Mrd

    Und grännen wegen 200 Milönchen die uns diese phöse EU nicht geben will.

    Meine Güte ist das peinlich. Jessääässss

    Hopp Parmelin, füll die Lücke. Das ist für die CH ein Trinkgeld
  • E7#9 21.02.2020 07:41
    Highlight Highlight Da geht es doch ums Forschungsabkommen aus den Bilateralen1. Und ich dachte immer, wenn da etwas einseitig geändert würde, dann träte die Guillotine-Klausel in Kraft. Das selbe Spiel könnte man doch z.B. auch bei der PFZ spielen. Demnach dürften in Zukunft nicht mehr EU-Bürger in die Schweiz migrieren als auch wieder abwandern (Netto 0, wie bei den Forschungsgelder). Wo ist da der Unterschied?
    • K1aerer 21.02.2020 09:38
      Highlight Highlight Das wäre eine prüfenswerte Idee. Da wird die EU schon schauen, dass sie sich dann als Opfer darstellen kann und die Schweiz durch Hintertüre unter Druck setzen.
    • Malt-Whisky 21.02.2020 10:44
      Highlight Highlight Gut gemerkt. Nur, ob das die drei Schweizverleugner im Bundesrat begreifen bezweifle ich.
    • äti 21.02.2020 11:11
      Highlight Highlight Was für Hintertüren? Dachte, wir sind die Opfer. Immer.
    Weitere Antworten anzeigen
  • benn 21.02.2020 07:36
    Highlight Highlight Ist doch ein witz, dann behalten wir doch unser geld und entscheiden selber wo wir investieren. Ist doch dämlich geld der eu zu geben um dann zu kämpfen dass wir es wieder bekommen, mit dem risiko dass es weniger ist als das was wir gegeben haben, gehts noch!
  • Eron Thiersen 21.02.2020 07:29
    Highlight Highlight Wir sollten mal unser Gewicht in Sachen Nord-Südachse und die Kohäsionsmilliarden in die Verhandlungen werfen und bei uns selber investieren, die CH zu einem Zentrum für KI ausbauen, die Zuwanderung mit einem Punktesystem wie GB, NZ oder Kanada regeln. Österreich hat gerade einen massiven Streit mit der EU Verkehrskomissarin, die Österreich sogar einen Austritt nahelegte, weil Tirol sich gegen den massiven LKW Verkehr sperrt. So kann es doch nicht mit der EU weitergehen und ein Rahmenvertrag kostet uns schlussendlich mehr an Umweltschutz und Lebensqualität als er uns bringt.
    • äti 21.02.2020 11:16
      Highlight Highlight Wie wärs mit Mauern? Kurzfristig um die Schweiz und langfristig um die Kantone und später um die Gemeinden. Virtuell haben wir das doch schon.
  • WID 21.02.2020 07:15
    Highlight Highlight Ein Grund mehr uns in Richtung 3. Staat zu bewegen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • tomtom1 21.02.2020 07:15
    Highlight Highlight Das sind nichtmal 50mio im Jahr... Mit 3,1mrd überschuss kann sich die Schweiz das ja locker selber leisten.
  • troop5444 21.02.2020 07:15
    Highlight Highlight Der Titel sagt alles zur EU.

    Alle zahlen in ein Töpfli, irgendwelche Bürokraten verteilen das ganze ein bisschen um. Das Resultat ist weniger Geld für alle.
    • Shabaqa 21.02.2020 09:54
      Highlight Highlight Genau so funktioniert das mit der Forschungsförderung. Du scheinst dich da ja hervorragend auszukennen.
  • WID 21.02.2020 07:15
    Highlight Highlight Dürfen wir wenigstens mehr Einzahlen als wir erhalten?
    • misohelveticos 22.02.2020 04:25
      Highlight Highlight Wenns nach mir ginge nicht. Sondern der priviligierte Status, den die Schweiz im Binnenmarkt hat, ist weitestmöglich abzubauen!
      Vielleicht merkt ihr dann wie unangenehm es als normaler Drittstaat sein kann und wir ersparen uns die ständigen Extrawürste für die Schweiz.
  • Echt jetzt? 21.02.2020 06:57
    Highlight Highlight Dann könnten wir ja gleich die Beiträge direkt an unsere Unis geben. Dann erübrigen sich die Verhaltlungen.
    • WID 21.02.2020 16:54
      Highlight Highlight @Echt jetzt?: Genau das wurde gemacht als die EU die Schweiz mit dem Ausschlussaus HORIZONT 2020 drangsalierte. Obwohl die Schweiz weiter zahlte, also keine Rosinen pickte.
  • AdvocatusDiaboli 21.02.2020 06:47
    Highlight Highlight GB ist halt nicht mehr da, um die Rechnungen der Schweiz zu zahlen.
  • Auric 21.02.2020 06:46
    Highlight Highlight Und wo ist das Problem?

    Die Schweiz ist nicht in der EU.

Frankreich und Deutschland blockieren weiter Schutzmasken für die Schweiz

Die EU-Kommission hat die EU-Staaten angewiesen, Lieferungen von Schutzmaterial in die Schweiz nicht mehr zu blockieren. Doch in der Krise zählt das Machtwort aus Brüssel wenig.

Wirtschaftsminister Guy Parmelin konnte Ende letzter Woche einen Erfolg vermelden: Nach seiner mehrmaligen Intervention beim EU-Handelskommissar Phil Hogan hat die EU-Kommission eine Regelung abgeändert, die den Export von Schutzmaterial wie Masken oder Handschuhen in Drittländer beschränkt. Lieferungen in die Schweiz sollten von Deutschland oder Frankreich nicht mehr am Zoll blockiert werden können, wie das zum Beispiel bei einem Lastwagen mit 240'000 Schutzmasken der Fall war.

Nun zeigt sich: …

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