International
Leben

Dschungelcamp-Moderatorin Zietlow verteidigt Sieger Ofarim

Dschungelcamp-Moderatorin Zietlow verteidigt Sieger Ofarim

Gil Ofarim wurde von den Zuschauern zum Dschungelkönig gekürt. Eine Entscheidung, die seine Mitstreiter nicht verstehen können. Sonja Zietlow äussert sich.
10.02.2026, 04:3810.02.2026, 04:38
Ricarda Heil / t-online
Ein Artikel von
t-online

Am Sonntagabend fand das grosse Finale von «Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!» statt. Mehr als fünf Millionen Menschen sahen zu, als Gil Ofarim von Sonja Zietlow und Jan Köppen Krone und Zepter überreicht bekam. Fast 67 Prozent der Anrufe gingen an den Musiker, der in den vergangenen fünf Jahren hauptsächlich mit einem Antisemitismus-Skandal für Negativschlagzeilen gesorgt hatte.

zietlow ofarim
Sonja Zietlow stärkt Dschungelkönig Gil Ofarim den Rücken.Bild: rtl/t-online

Noch nie war die Teilnahme eines Promis so umstritten wie die von Gil Ofarim. Viele Dschungel-Fans hatten vor seinem Einzug ins Camp gesagt, die RTL-Show boykottieren zu wollen. Und trotzdem schaffte es der 43-Jährige bis ins Finale – und sogar auf den Thron.

Dabei hatte der Sänger im Dschungel zu dem Vorfall aus dem Jahr 2021 in einem Leipziger Hotel stets geschwiegen. Wiederholt hakten seine Mitstreiter nach, wollten wissen, was genau vorgefallen war. Vor allem Ariel liess nicht locker. Doch Gil Ofarim antwortete immer nur: «Ich darf dazu nichts sagen.»

Im grossen Wiedersehen von «Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!», einen Tag nach dem Dschungelcamp-Finale, erklärte Ariel, dass sein Schweigen sie sauer gemacht habe. «Sind wir mal ehrlich: Er war für diese Story hier drin. Als man gehört hat, er ist hier, hat ganz Deutschland über diese Story geredet. Dann erwartet man auch, dass er Stellung dazu nimmt.»

Ariel Dschungelcamp 2026
Hat gerne Krach: Die Baslerin Ariel im Dschungelcamp.Bild: rtl

«Er wurde schon mehrfach angefragt»

Sonja Zietlow sah das anders und verteidigte Gil Ofarim:

«Ich möchte eine Sache ganz kurz klarstellen: Er war nicht unbedingt wegen der Story hier drin. Er wurde jahrelang vor diesem Skandal schon mehrfach angefragt – als Gil, der Sänger. Und wahrscheinlich ist in euren Augen nur der Skandal eingezogen und nicht Gil, der Sänger.»

Die Moderatorin glaubt, die anderen Kandidaten hätten eine ganz genaue Vorstellung davon gehabt, «wie er sich hätte verhalten sollen».

«Er konnte doch die Erwartungen überhaupt nicht erfüllen, die ihr an ihn gestellt habt. Er war nett, er war devot, er hat Arbeiten getan, er hat nichts gesagt. Wie hätte er euch zufriedenstellen können?»

Gil Ofarim bedankte sich bei Sonja Zietlow für ihre Rückenstärkung und erklärte: «Ich finde, Taten sprechen viel mehr als Worte. Ich habe mir vorgenommen, ein Teil des Teams zu sein, dem Team zu helfen, die Extrameile zu gehen, mich um alles zu kümmern, meine Werte zu behalten, höflich zu sein, ein Gentleman zu sein, mitzudenken.»

Er habe im Dschungelcamp keine Strategie gehabt. «Ich wusste ja nicht mal mehr, um was es hier geht», so der Musiker.

«Über manche Sachen möchte ich nicht reden. Und es gibt Sachen, über die darf ich nicht reden, denn dann gibt es eine Konsequenz.»

Verwendete Quellen:

  • RTL: "Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! Das grosse Wiedersehen" vom 9. Februar 2025
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
57 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
TheDudesDude
10.02.2026 06:51registriert Juli 2018
Puh fast 67% der Anrufe…
Wäre ich sein Anwalt, würde ich wohl auch die PR-Schiene fahren. Immer schön anständig und hilfbereit bleiben, sich ja nicht zum Fall äussern, etc. Und dann eine einfache mathematische Rechnung: ca. 10000 Anrufe kosten 5000€, dh. eine Woche lang 35k € bei einer Gage von 250-300k. Ein guter Preis, um den Eindruck zu vermitteln, dass ihm die Öffentlichkeit vergeben hat.
Ganz schön clever seine Anwälte.
6732
Melden
Zum Kommentar
avatar
Wolf von Sparta
10.02.2026 07:38registriert Februar 2019
Also die Aussage: "Und es gibt Sachen, über die darf ich nicht reden, denn dann gibt es eine Konsequenz." Wurde ja selbst vom Opfer Markus W. widerlegt. Ach liebe Sonja Zietlow, was man nicht alles für RTL macht... oder für Oliver Berben... wer weiss
5123
Melden
Zum Kommentar
avatar
Mrs. Doubtfire
10.02.2026 06:34registriert Januar 2026
Habe die Sendung gestern gesehen und finde Frau Zietlow hat absolut recht! Am Ende war Gil von Anfang die Person mit den meisten Anrufern und egal wem es nicht passt, er hat fair gewonnen. Er war anständig, respektvoll, hilfsbereit uns hat alle Prüfungen durchgezogen, selbst nach dem Spital Aufenthalt, was man von anderen Grossmäulern im Camp nicht behaupten konnte. Dazu kommt, dass niemand im Camp, von Gil eine persönliche Entschuldigung zu erwarten hatte, warum auch? Sie waren damals nicht dort. Er hat sich da entschuldigt wo es hingehört, Punkt. Irgendwann ist auch mal gut...
5243
Melden
Zum Kommentar
57
Zwei australische Sexpötte machen «Wuthering Heights» zu «Wuthering Hot»
Hach!!! Die monumentale Love Story von Emerald Fennell ist endlich da! Ein Film ohne jede Verschwendungsscham.
Ist dieser Mann zu fassen? Das sind 196 Zentimeter, die geradezu nach romantischem Heldentum schreien. Breitschultrig, ein Torso, der Tarzan direkt in die Therapie katapultieren müsste, ein verschatteter Blick, leicht leidend, aber auch ironisch amüsiert, bereit, in jeden Abgrund zu blicken. Und zu fallen. So tief, wie nur ein Menschenwesen fallen kann.
Zur Story