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Susanne Hochuli kämpft gegen den Gripen

«Wenn man ein Land schwächen will, dann macht man das heute über Cyber-Angriffe»  

Die Aargauer Regierungsrätin Susanne Hochuli kämpft gegen den Gripen. Im Interview kontert sie die Kritik der Bürgerlichen zu ihrem Engagement und erklärt, was die heutige Armee eigentlich nötig hätte. 

25.04.14, 07:18 25.04.14, 08:09

Christian Dorer / Aargauer Zeitung

Ein Artikel der Aargauer Zeitung

Frau Hochuli, wollen Sie 2016 nicht mehr für den Regierungsrat kandidieren?
Susanne Hochuli: Was hat diese Frage mit dem Gripen zu tun?

Die Grüne Susanne Hochuli kämpft im Nein-Komitee zum Gripen. Bild: KEYSTONE

Mit Ihrem Engagement gegen den Gripen provozieren Sie die Bürgerlichen derart, dass das kaum einen anderen Schluss zulässt.
Ich überlege mir nicht jeden Tag, ob ich wieder zur Wahl antreten werde. Sonst würde ich meine Arbeit nicht so machen, wie ich es für richtig halte. 

Ist es die Aufgabe einer Regierungsrätin, sich an die Spitze eines Abstimmungskomitees zu setzen? 
Sie haben in Ihrem Kommentar geschrieben, dass sich eine Militärdirektorin nicht äussern soll. Ich finde das Gegenteil: Ich muss mich dazu äussern. Schliesslich habe ich mich mit der Thematik befasst und mir Gedanken gemacht zur Bedrohungslage. 

Niemand hat etwas dagegen, dass Sie sich äussern; man wusste ja, dass Sie gegen den Gripen sind. Aber Sie präsidieren das Gegenkomitee – das hat eine andere Dimension. 
Für mich ist die Vorlage eben wichtig. Denn erstens geht es beim Gripen um enorm viel Geld, und zweitens gibt es viele Widersprüche, auf die ich hinweisen will. 

Wenn es so wichtig ist: Warum haben Sie dann nicht im Regierungsrat darüber diskutiert? 
Wer sagt, dass wir das nicht gemacht haben? Wir definieren eine Meinung, wenn Abstimmungsfragen den Kanton direkt betreffen. Diese vertreten wir dann gemeinsam. Beim Gripen sind wir zum Schluss gekommen, dass es keine spezifische Aargau-Relevanz gibt. Deshalb darf sich jedes Regierungsratsmitglied frei äussern. 

«Ich muss den Regierungsrat nicht fragen, ob ich einem Komitee beitreten darf.»

Regierungsrätin Susanne Hochuli

Ihr Sprecher hat gesagt, Sie hätten den Regierungsrat über Ihr Engagement vorinformiert. Mit anderen Worten: Sie haben ihn vor vollendete Tatsachen gestellt.
Ich muss den Regierungsrat nicht fragen, ob ich einem Komitee beitreten darf, wenn der Regierungsrat Stimmfreigabe beschliesst. Wir informieren uns aber aus Kollegialität, wo wir mitmachen. 

Als Folge Ihres Engagements sind die drei bürgerlichen Regierungsräte nun dem Pro-Komitee beigetreten. Nun kämpfen die Regierungsräte gegeneinander. Wie stark schadet das der Kollegialität? 
Wir sind Persönlichkeiten mit einer eigenen Meinung – es ist doch kein Problem, wenn die Leute das auch so wahrnehmen. Es wäre im Gegenteil schädlich, wenn Regierungsräte politische Eunuchen sein müssten. 

Wieso fallen die Reaktionen so heftig aus? Die SVP will Ihnen das Militär entziehen. CVP-Fraktionschef Peter Voser findet Ihr Engagement «unmöglich», FDP-Präsident Mathias Jauslin sagt, Sie würden die Kollegialität beschädigen. 
Ich kann Herrn Jauslin voll und ganz beruhigen: Die Kollegialität im Regierungsrat ist ausgezeichnet, wir können sogar Tränen über uns selber lachen, wie kürzlich geschehen. 

«Meine Kritiker haben das Gefühl, ich sei gegen die Armee. Aber da irren sie sich.» 

Regierungsrätin Susanne Hochuli

Grossratspräsident Thierry Burkart schlägt vor, der Regierungsrat solle künftig entweder gemeinsam auftreten oder schweigen. 
Der Regierungsrat braucht keine Belehrung. Er weiss, was er tut und weshalb. 

Der Grossratspräsident ist immerhin der höchste Aargauer.
Trotzdem besteht kein Handlungsbedarf: So unterschiedlich wir im Regierungsrat denken – wir funktionieren bestens zusammen. Das Problem ist doch ein anderes: Meine Kritiker haben das Gefühl, ich sei gegen die Armee. Aber da irren sie sich. 

Sie waren schon oft gegen Positionen der Armee … 
Wo zum Beispiel? 

Bei der Waffenschutzinitiative. 
Ich habe damit argumentiert, dass es gefährlich sei, die Waffe zu Hause zu haben. Für die Armee spielt es keine Rolle, wo die Waffe aufbewahrt wird. Ich habe mich aber für die Wehrpflicht eingesetzt und für die Armee-Infrastrukturen im Aargau

Trotzdem: Ist es klug, dass Sie sich derzeit als Militärdirektorin bei allen militärischen Stellen unmöglich machen? 
Sie haben ein falsches Bild von dieser Zusammenarbeit. Diese Stellen wussten, dass ich gegen den Gripen bin. Sie kennen mich aber als verlässliche Verhandlungspartnerin, die bei Bedarf auch gegen die eigene Partei für die Armee kämpft. Und auch jetzt: Ich greife doch nicht die Armee an. 

«War das etwa kein Kasperlitheater, was sich alles rund um den Gripen abgespielt hat?» 

Regierungsrätin Susanne Hochuli

In Ihrer Kolumne in der «SonntagsZeitung» schreiben Sie: «Das Gripen-Kasperlitheater hat etwas Lächerliches an sich.» Das ist doch reinste Provokation! 
Warum soll das für die Armee eine Provokation sein? War das etwa kein Kasperlitheater, was sich alles rund um den Gripen abgespielt hat? Die Kompensationsgeschäfte, die eigentlich keine sind. Der ominöse Plan B. Der Streit um den richtigen Flugzeugtyp. Die Hysterie um die angebliche Spionage aus den USA. Die SVP-Politiker, die sich in die Haare geraten. Das alles ist keine Kritik an der Armee. 

Susanne Hochuli, Christine Egerszegi und Pascale Bruderer präsentieren ihre Argumente gegen den Gripen. Bild: KEYSTONE

Sie sagen, Sie seien für die Armee, aber gegen den Gripen. Ueli Maurer sagt: Das ist ein innerer Widerspruch. Wie kommen Sie zum Schluss, dass es den Gripen nicht braucht? 
Indem ich den Sicherheitspolitischen Bericht des Bundesrats lese. Dort steht: «Der Bundesrat betrachtet die Wahrscheinlichkeit eines militärischen Angriffs auf die Schweiz für die absehbare Zukunft als gering.» Deshalb werden im Zusammenhang mit der Weiterentwicklung der Armee Verteidigungskräfte abgebaut. Vor allem bei den Panzern, in der Artillerie und in der Flugabwehr. Mit einer Ausnahme: der Luftwaffe. Wozu aber braucht man neue Flugzeuge, wenn der Bundesrat davon ausgeht, dass die Schweiz nicht angegriffen wird? 

Mit dieser Argumentation können Sie die ganze Armee infrage stellen. 
Nein, die Armee hat eine wichtige Funktion, aber sie muss sich den tatsächlichen Bedrohungen anpassen. Wann hat denn letztmals ein Luftkrieg stattgefunden? 

«Wenn man ein Land schwächen will, dann macht man das heute über Cyber-Angriffe.»

Regierungsrätin Susanne Hochuli

Maurer sagt auch, dass die Schweiz langfristig ohne Gripen kein WEF und keine Syrien-Konferenz mehr durchführen könnte. 
Das WEF ist möglich – auch wenn man sich fragen kann: Ist uns das WEF das viele Geld wert? Und wie oft haben wir zwei Konferenzen parallel? In solchen Fällen kann man stärker mit Nachbarländern zusammenarbeiten, das ritzt die Neutralität nicht. Wenn Ueli Maurer das nicht will, dann hat das politische Gründe. 

Worauf soll sich die Armee denn stärker vorbereiten? 
Auf reale Bedrohungen. Wenn man ein Land schwächen will, dann macht man das heute über Cyber-Angriffe. Ein Beispiel, das selbst der Armeechef immer wieder aufzeigt: Was passiert, wenn der Strom für längere Zeit ausfällt? Dann fallen Licht und Wasser aus, Tankstellen funktionieren nicht mehr, die Bancomaten geben kein Geld mehr aus, die Industrie wird lahmgelegt, Lebensmittel fehlen. Wie die Schweizer da wohl reagieren würden? Für die Bewältigung solcher Krisen brauchen wir die Armee – aber keine Flugzeuge! 

Bürgerliche Politiker wollen Ihnen jetzt wegen Ihres Anti-Gripen-Engagements das Militär wegnehmen. Käme Ihnen das gerade gelegen? 
Sicher nicht. Ich sehe auch nicht ein, warum. Oder hatten Sie je den Eindruck, ich kümmere mich nicht gern ums Militär? Ich setze mich aus innerer Überzeugung gegen den Gripen ein – weil es mir wichtig ist, dass die gesamte Armee gut funktioniert. 

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33
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33Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • papparazzi 25.04.2014 21:55
    Highlight Also also Hynrek... nach deiner Argumentation sind dann die militärischen Gripen demzufolge zivile Luftfahrzeuge oder was? Natürlich wird der Gripen auch militärisch einsetzbar sein! JA zum Gripen! ut (dp)
    3 0 Melden
    • Hynrek 27.04.2014 23:42
      Highlight Naja... das haben Sie dann wohl falsch interpretiert...
      Nein sind Sie nicht! (Warum die ewigen wiederholungen)
      1. Hat Herr Maurer selbst gesagt, diese Anzahl Flugzeuge reichen NICHT aus um einen militärischen Luftkrieg zu führen.

      2. Ist die einzige Bedrohung die noch behandelt werden kann, ein gekapertes ZIVILFLUGZEUG.
      Jeder Kampfjet reicht also vollkommen aus um gegen so etwas zu intervenieren.
      0 0 Melden
  • LKM 25.04.2014 20:31
    Highlight Ob Christian Dorer bei seinen männlichen Interviewpartnern auch derart aggressiv in Frage stellt, dass diese überhaupt das Recht haben, ihre Meinung öffentlich zu äussern? Eine extrem befremdliche Art, jemanden zu interviewen.
    0 2 Melden
  • Gelöschter Benutzer 25.04.2014 17:15
    Highlight Wenn man ein Land schwächen will gibt man ihm Politiker wie Lutzi Stamm. Frau Hochuli ist schon in Ordnung . . .
    1 2 Melden
  • papparazzi 25.04.2014 16:26
    Highlight Liebe Frau Hochuli, hier noch ein Tipp von einem Major der Schweizer Armee: "Wenn man den Luftraum schützen will, geht das nicht im Cyberspace". JA zum Grippen... JA zu einem Dach über dem Kopf das schützt. ut (dp)
    3 0 Melden
  • flubi 25.04.2014 16:11
    Highlight Ich bin nicht grün eingestellt. Aber ich muss Frau Hochuli recht geben. Dieses Spielzeug brauchen wir nicht.
    1 3 Melden
  • Zeit_Genosse 25.04.2014 14:52
    Highlight Politisches Engagement sollte nicht abgestraft werden. Wir bemühen ja ständig die freie Meinungsäusserung und unsere direkte Demokratie. Regierungsvertreter sollen zu ihren Meinunungen stehen, dann weiss das Volk wen sie warum wählen. Einerseits geht es um einen Rüstungs-Finanzierungsfond, der aber mit dem Typenentscheid (Gripen) verschmolzen wurde. Deshalb sprechen die einen von zu viel Geld und die anderen vom falschen Flieger. Das macht diese Initiative schwierig, wenn man gegen den Gripen (als Flugzeugtyp) ist, ist man autom. gegen den Finanzierungsfond für die Luftwaffe. So könnte eben ein "Nein" schon möglich werden.
    2 2 Melden
  • football 25.04.2014 14:13
    Highlight Da muss ich widersprechen, eine Frau mit einer klaren Meinung !
    4 3 Melden
  • amore 25.04.2014 13:31
    Highlight Kann mir einer oder eine mitteilen, warum wir eigentlich nicht noch ein paar F/A-18 kaufen? Gleiche Ausbildung, gleiche Logistik et.......
    1 1 Melden
    • Alnothur 25.04.2014 14:55
      Highlight Diese werden nicht mehr hergestellt, und keine Luftwaffe will ihre verkaufen.
      2 0 Melden
    • TobiS 25.04.2014 15:03
      Highlight Zitat admin.ch: "Die Produktion der F/A-18C/D, also jener Version, von der die Schweiz 32 Stück betreibt, wurde vor Jahren eingestellt. Da die Beschaffung gebrauchter F/A-18 C/D in vernünftigen Zustand ursprünglich die favorisierte Lösung war, hat sich das VBS bei Staaten, die ebenfalls F/A-18C/D betreiben, umgesehen. In nützlicher Frist sind aber keine gebrauchten F/A-18C/D erhältlich. Gebrauchte F/A-18A/B müssten vollständig überholt und veraltete Systeme ersetzt werden. Das Verhältnis von Preis und Leistung wäre schlechter und die Risiken höher als bei neuen Flugzeugen."
      2 0 Melden
    • papparazzi 25.04.2014 21:50
      Highlight Gerne gebe ich eine Antwort amore... die FA 18 sind nicht mehr wirklich aktuell neu (Sie wurden nicht gerade gestern beschafft) und längerfristig gesehen wird es mit einer noch grösseren FA18 Flotte sehr kostspielig mit dem Unterhalt, als auch mit der Anpassung und Aufrüstung an unseren jetzigen modernen Standard und den Zukünftigen. JA zum Gripen. ut (dp)
      2 0 Melden
  • Adonis 25.04.2014 13:20
    Highlight Ist kein Witz! Die Frauen analysieren oft richtig und gründlicher als Männer. Ich als Mann meine, dass wir Männer zuviel Neandertaler in uns haben...Darum: Ich glaube, Frau Hochuleli sieht das Ganze richtig und schätzt die Lage ebenfalls richtig ein.
    4 3 Melden
    • papparazzi 25.04.2014 21:51
      Highlight Hast du zuviel Neandertaler... iss weniger Emmentaler:-) ut (dp)
      2 0 Melden
  • ctolusso 25.04.2014 11:02
    Highlight Electronische Kriegs-Masnahmen sind nicht ganz neu, die Faehigkeit ueber's Internet ganze Infrastrukturen zu beeintraechtigen hat nur eine neue "Schicht" dazu beigetragen.
    Diese zusaetzliche Schicht schliesst aber alle anderen nicht aus.
    Ich denke die Schweiz sollte nach wie vor die Mittel haben ihre Neutralitaet zu verteidigen und dafuer braucht's nun mal genuegend "konventionelle" militaerische Mittel, auf dem Boden und in der Luft, und neuere wie Cyber-Verteidigungs-Kapazitaeten, die warscheinlich verbessert werden koennen/muessen, ueber die aber aus verstaendlichen Gruenden nur wenig kommuniziert werden kann.
    Der Grippen-Kauf mag sehr wohl unvernuenftig erscheinen, weil in Sachen Luft-Polizei und Boden-Angriff andere Mittel in betracht gezogen werden koennten.
    Darum koennten die SchweizerInnen diesen Kauf sehr wohl mit einem Nein vertagen.
    Unsere ParlamentarierInnen sollten sich dann aber der schweren Aufgabe widmen ein ganzheitliches Sicheheitskonzept fuer die Schweiz zu erarbeiten und unsere nach wie vor Miliz-Armee mit klaren Strategischen-Ziele und effizienten Taktischen-Mittel zu versehen.
    3 0 Melden
    • TobiS 25.04.2014 12:30
      Highlight Was für Mittel sind geeignet zum Sichern des Luftraumes? Überwacht und kontrolliert wird vom Boden, aber eine Sicherung und Verteidigung kann unmöglich mit Bodenraketen oder Hubschraubern vorgenommen werden.
      Man kann schon Nein sagen, aber dann muss man sich nicht einreden, dass die Flieger mit paar Bodenraketen ersetzt werden können.
      3 1 Melden
    • Hynrek 25.04.2014 12:42
      Highlight Hallo TobiS,

      Ich nochmals :)
      1: Die Gripen werden NICHT für eine Militärische Verteidigung gekauft! Dafür sind Sie nicht gedacht.

      2: Du willst mir wirklich sagen, dass mann keine Flugabwehr vom Boden aus haben kann? Wirklich?
      Für DAS was wir unsere Gurken jetzt brauchen, reichen die Komplett!
      Sonst Boden-Luft Raketen aufstellen, Flab/Flak etc.
      Billigerer Unterhalt hoch 10.
      PLUS funzen die auch in der Nacht!

      Oder sieht das nutzlos aus?

      1 0 Melden
    • TobiS 25.04.2014 13:52
      Highlight Bevor wir uns hier gegenseitig mit Youtube-Videos von lustigen Geschützen bombardieren würde ich vorschlagen, lesen wir doch die Informationen auf der admin.ch Seite über die Gründe wieso wir über Flugzeuge sprechen und nicht über Bodeneinheiten.

      http://www.vbs.admin.ch/internet/vbs/de/home/themen/defence/tte/faq.html#parsys_54593

      Eine Boden-Luft Rakete ist kein Flugzeug und kann auch keines ersetzen.

      Und ja, ich bin tatsächlich froh, brauchen wir die sog. "Gurken" zur Zeit nicht für ernstere Einsätze.
      1 0 Melden
    • Hynrek 25.04.2014 15:11
      Highlight Weisst TobiS,
      Wollte dir nur mal deine Aussage vor Augen führen, dass Luftabwehrraketen nix nutzen NICHT wahr ist.
      Oder warum können die sonst sogar Raketen abwehren?

      Ok, dann gehen wir dem admin.ch auf den Grund.

      -Wofür ist es nötig, Luft-Boden-Fähigkeiten wieder aufzubauen?
      Da sagen Sie ja selbst, dass der Militärische Aspekt keinen Einfluss hat.

      -Wieso genügt es bei einer konkreten Bedrohung nicht, am Boden startklar zu sein?
      Hier nehmen Sie sich den Wind aus den eigenen Segeln.
      Sie selbst sagen ja das in 15min ein Flugzeug quer durch ist.
      Bis die überhaupt aus dem Kaffeeraum sind, sind sie entweder bereits bombardiert worden oder die anderen weg.
      Sprechen die von "Permanenz in der Luft" und haben Bürozeiten... pah.
      Rakete kann man gleich raufjagen sobald der auf dem Schirm ist!
      Und für die Aufklärung haben wir gerade letztens Drohnen gekauft und bilden unsere Leute darauf aus!

      -Was ist die Konsequenz für die Sicherheit der Schweiz, wenn keine neuen Kampfflugzeuge beschafft werden?
      Und wieder haben wir einen wiederspruch in Ihrer argumentation...
      "Wird der Gripen nicht beschafft, ist die Schweiz nicht in der Lage, bei einer anhaltenden Bedrohung ihren Luftraum über mehr als zweieinhalb Wochen hinweg eng zu kontrollieren und zu schützen."
      Oben sagen Sie aber die militärische nutzung hat keinen Einfluss auf die Stückzahl...
      Weshalb meit denn der VBS-Chef, das man dafür 80 anstatt 20 Flugzeuge braucht?

      Und nur so... keine Passagiermaschine "bedroht" den Luftraum 2 Wochen lang....

      Du hast schon recht das ne Rakete ein Flugzeug nicht ersetzt. Aber laut der VBS Argumentation macht es mehr Sinn in die Stationäre Verteidigung zu investieren.
      -Ist viel schneller
      -Funktioniert 24/7
      -Wesentlich geringerer Unterhalt.
      0 1 Melden
  • sewi 25.04.2014 10:45
    Highlight Genau Frau Hochuli.... die Krim wurde ja auch mit dem Laptop besetzt.....
    8 2 Melden
    • Hynrek 25.04.2014 11:30
      Highlight Lustig lustig...
      Nur wurde die Krim:
      a) Nicht besetzt
      b) Hätten Kampfflugzeuge (Die das Ukrainische Militär besitzt)
      auch nicht viel gebracht...
      4 4 Melden
    • TobiS 25.04.2014 12:26
      Highlight Stimmt.

      Aber trotzdem Kreisen an der östlichen Grenze der Ukraine zahlreiche russische Kampfjets.. und obwohl es sicher sehr sinnvoll ist, die Cyber Sicherheit zu erhöhen, kann man einen Luftraum nur mit Flugzeugen sichern.
      Die Gefahr für die Schweiz ist zum Glück momentan nicht gerade hoch, aber das Bestehen von angriffstauglichen Luftwaffen weltweit führt zu einer realen Möglichkeit einer Bedrohung.
      4 1 Melden
    • Hynrek 25.04.2014 12:36
      Highlight Ich verstehe ihr anliegen TobiS,

      Wenn man aber die Aussagen von Herrn Maurer anschaut.
      Beispielweisen dem letzten 20min Interview.
      Sagt er selbst, dass diese Flugzeuge NICHT für einen Luftkampf sind, sondern lediglich zur Kontrolle der zivilen Luftfahrt. Sonst müsste man 80 und nicht 22 Flugzeuge kaufen.

      Des weiteren kann man sich entweder für die konstante Aufrüstung einsetzt ODER dagegen.
      Ich sehe, durch TOP Bildung und TOP Umwelt (was die Schweiz ja bietet), gar keinen Sinn im Krieg.
      Durch Know-How und Wirtschaftliche Stärke profitiert das Volk und die Folgegenerationen mehr!
      2 0 Melden
    • TobiS 25.04.2014 14:02
      Highlight Haha 80 am Besten :)

      Schon dass über "Aufrüstung" gesprochen wird ist eine Übertreibung. Es wird versucht den bisherigen Standard halten zu können und die Aufgaben, die die Luftpolizei und Luftwaffe seit eh und je erhalten, bewältigen zu können.

      Es spricht auch niemand vom Kriegen.. aber leider kann man da nicht immer mit entscheiden.

      Mit Know-How und Wirtschaftlicher Stärke hat das überhaupt nichts zu tun. Das Geld ist übrigens schon im Militärbudget erhalten und würde in 300 Mill. Raten in einen Fond übergehen, der dann die Grippen Anschaffung und Unterhalt zahlen würde.

      Die Vermischung von Themen um aus dem ganzen eine Links-Rechts Diskussion zu gestalten ist eine der Gründe wieso fast niemand mehr sachlich über ein Thema abstimmen kann.

      Zu einer Risikobeurteilung bin ich längst nicht fähig, aber klar ist es, dass es darum geht Schutz und Sicherheit zu erhalten.

      Ausserdem vergibt Schweden Aufträge in der Höhe von über 2 Milliarden an die Schweizer Wirtschaft wenn wir schon mit Wirtschaft und Know How anfangen..
      0 1 Melden
    • Hynrek 25.04.2014 15:25
      Highlight Interessante Ausführung!
      Dass war mir selbst nämlich NICHT bewusst, dass das Geld bereits im Militärbudget ist.
      Jedoch stellt sich mir hier die Frage, weshalb dann darüber abgestimmt werden muss?
      (Entstehen gar keine Mehrkosten?)
      Z.B. Bei der IT, hat das Militär ja auch einfach rumgewurstelt und fast ne Milliarde für nichts verlocht.

      "Die Vermischung von Themen um aus dem ganzen eine Links-Rechts Diskussion zu gestalten ist eine der Gründe wieso fast niemand mehr sachlich über ein Thema abstimmen kann."
      Da gebe ich Ihnen vollkommen Recht!

      Könnten Sie mir bitte noch Infos zu den Gegengeschäften geben? Danke.

      Grüsse

      Hynrek
      0 0 Melden
  • elivi 25.04.2014 09:55
    Highlight Recht so, hab bis jetzt kein plan der armee geshen was sie gegen einen militärischen cyber krieg machen will. Was nützen uns da flugzeuge die eh nur so bürozeiten fliegen?
    Und wt... abbau um flugabwehr aber neue flugzeuge sind notwendig? Macht ja voll sinn ...
    4 7 Melden
    • Hynrek 25.04.2014 11:32
      Highlight Noch nen Tipp zum Cyberkrieg.
      Der ist JEDEN Tag und JEDE Minute voll im Gange!
      z.B. Amerika, die den Deutschen viele Innovationsarbeiten klauen oder die Chinesen die sich fertige Baupläne von Autos besorgen!
      Da ist die Schweiz halt immer noch der löchrige Käse.
      Zwar ist das nicht militärisch, aber dennoch NICHT unwesentlich
      1 2 Melden
    • Nicoscore 25.04.2014 12:36
      Highlight Elivi, ich hab das mit den Bürozeiten schon einmal von Ihnen gelesen, nicht wahr? Bitte sagen sie mir wo sie das gelesen haben. Es kommt nämlich so rüber, als wollten sie sagen, das unsere Luftwaffe eh unnütz ist, da es der Armee egal ist, wann bei einer Bedrohung angegriffen wird. Sie meinen doch nicht, dass die Luftwaffe in einem Krieg nicht nach Bürozeiten fliegen würde.... das scheint mir doch recht unwahrschendlich.
      0 1 Melden
  • Chamudi 25.04.2014 08:39
    Highlight Unglaublich diese Frau Hochuli. Keinen Tag Dienst gemacht aber den wirklichen Experten will sie erkären wie Krieg funktioniert. Ich hoffe-, nein ich bete dafür, dass diese Frau nie wieder gewählt wird.
    15 8 Melden
    • amore 25.04.2014 13:29
      Highlight Genau, unglaublich diese Frau Hochuli. Sie ist nämlich unglaublich gut! Hätten wir noch mehr solche Menschen in Regierungspositionen, es ginge unserem Land viel besser.
      2 3 Melden
    • LKM 25.04.2014 20:37
      Highlight Ja, ich kann nur beipflichten. Wochenlanges Camping im Regen hat mich zu einem international anerkannten Kriegsexperten gemacht. Und weil Frau Hochuli nie mit dem Sturmgewehr geschossen hat, ist sie natürlich nicht in der Lage, die strategische Wichtigkeit eines Flugzeuges korrekt einzuschätzen. Daher wäre es wohl am besten, wenn bei der Gripen-Abstimmung nur Leute ihren Wahlzettel in die Urne legen, die wissen, wie eine Johnnybombe funktioniert.

      Oder vielleicht könnte es auch sein, dass ein Mitmachen bei den grünen Ferien überhaupt keinen Einfluss darauf haben, ob man abschätzen kann, wie wichtig der Gripen für die Schweiz ist?
      0 0 Melden
  • TobiS 25.04.2014 07:40
    Highlight Die Stellung von Frau Hochuli macht für mich keinen Sinn.. auch wenn die Gefahr von Cyber Angriffen immer grösser wird, muss doch die Luftpolizei und die Luftwaffe erhalten bleiben.
    Das Geld ist ja übrigens schon im Militärbudget enthalten. Wenn sie wirklich sparen möchte, müsste sie die Wehrpflichtabschaffung unterstützen und auf Berufsmilitär umstellen.. Dann wäre Schluss mit dem Kasperlitheater von teuren WKs, weniger Unfälle wegen unprofessionellem Umgang mit Material würden geschehen und der Schutz wäre auch wirklich gewährleistet.
    10 5 Melden
    • koala 25.04.2014 10:00
      Highlight Da liegts du genau richtig @TobiS! Dieser Umstieg wird kommen, denn die neuen Wähler-Generationen haben diesen schweizer Stolz der vermeindlichen Verteidigung im 2. Weltkrieg nicht mehr. Berufsmilitär ist wohl die sinnvollste Lösung, obschon die Armee sehr viel kleiner wurde und abgebaut hat.
      2 3 Melden