Coronavirus
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Auch ohne Freunde floss der Alkohol während der Lockdown-Phase. bild: shutterstock

So veränderte die Coronakrise den Alkoholkonsum in der Schweiz

Die Einschränkungen rund um die Coronakrise betrafen vor allem auch das Sozialleben. Wie reagierten die Schweizer auf die neuen Umstände? Der Global Drug Survey liefert Antworten zum Thema Alkohol- und Drogenkonsum.



Der Global Drug Survey (GDS) führte in diesem Sommer eine Spezialumfrage zum Thema Corona durch. 55'811 Personen machten während sieben Wochen im Mai und Juni weltweit mit, aus der Schweiz waren es 3498 Personen. Von den Schweizer Teilnehmern waren 66 Prozent männlich, 33 Prozent weiblich und ein Prozent nichtbinär.

Wir nehmen hier die Resultate aus der Schweiz in den Fokus und schauen, wie sich unser Alkohol- und Drogenkonsum während der Coronakrise verändert hat.

Hier gibt's Hilfe bei Suchtproblemen!
Alkohol und andere Drogen sind nie die Lösung. Bei Suchtproblemen gibt es in der Schweiz diverse Anlaufstellen. Beispielsweise «Sucht Schweiz» oder «Safezone.ch», die Online-Beratung des Bundesamtes für Gesundheit in Zusammenarbeit mit Kantonen und Suchtfachstellen.

>> Coronavirus: Alle News im Liveticker

Umgang mit der Krise

Die Studienleiter wollten zunächst wissen, wie die Teilnehmenden den Umgang mit der Krise in ihren Ländern bewerten und wie sie die Krise bewältigten. 62 Prozent der Teilnehmenden gaben an, dass sie gut mit der Situation umgehen konnten. Auch die Regierung kam grundsätzlich gut weg. Auf einer Skala von 0 bis 10 bewerteten 77 Prozent das Vorgehen mit einer 8 oder höher, deren 18 Prozent verteilten die Höchstnote.

Alkohol: Menge und Häufigkeit

Wie hat sich der Genuss von Alkohol in den letzten 30 Tagen verändert? Hierzu zur Erinnerung: Die Umfrage fand während sieben Wochen im Mai und Juni statt. Während dieser Phase lockerte die Schweiz die Corona-Massnahmen. Am 8. Juni gab es bei uns bekanntlich den letzten grossen Öffnungsschritt.

Rund jeder Dritte gab damals an, Alkohol an 6 bis 10 Tagen in den letzten 30 Tagen konsumiert zu haben.

Tage, an denen in den letzten 30 Tagen Alkohol konsumiert wurde:

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In mehr als der Hälfte der Fälle (51 %) bleibt es dabei bei einem bis zwei Gläsern.

Anzahl Gläser an den Tagen, an welchen getrunken wurde

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Alkohol: Veränderung durch die Coronakrise

Während 43 Prozent aller Teilnehmenden aus der Schweiz angaben, dass die konsumierte Menge an Alkohol während dem Lockdown gleich blieb, sank dieser bei 21 Prozent (weltweit 25 %). Bei rund einem Drittel (36 %) nahm der Alkoholkonsum hingegen zu (weltweit 43 %), in acht Prozent der Fälle sogar stark.

Menge des konsumierten Alkohls:

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Anders sieht es aus bei der Häufigkeit. Knapp über die Hälfte der Teilnehmenden (54 %) trank gleich oft oder weniger. Rund ein Drittel (36 %) trank etwas häufiger, jeder Zehnte trank deutlich häufiger.

Häufigkeit des Alkoholkonsums:

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28 Prozent aller Teilnehmenden gaben zudem an, dass sie während der Coronakrise früher am Tag mit dem Alkoholkonsum anfingen.

Jede/r Vierte (38 %) nahm sich vor, in den nächsten 30 Tagen weniger zu trinken.

Alkohol: Warum mehr getrunken wurde

Der Hauptgrund, warum während dem Lockdown mehr Alkohol getrunken wurde, ist bei 48 Prozent der Teilnehmenden: «Mehr Zeit gehabt zu haben».

Weitere «Gründe sind: Verbrachte mehr Zeit mit dem Partner oder den Mitbewohnern» (41 %) und «Ich war gelangweilt» (32 %).

Gründe, warum MEHR Alkohol getrunken wurde:

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Alkohol: Warum weniger getrunken wurde

Die beiden Hauptgründe, warum weniger Alkohl konsumiert wurde, hängen miteinander zusammen. Zum einen fielen die «normalen» Möglichkeiten weg, wo man sonst Alkohol trank, zum anderen traf man seine «Trinkkollegen» weniger häufig.

Gründe, warum WENIGER Alkohol getrunken wurde:

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Drogenkonsum: Veränderung in der Coronakrise

Beim Blick auf den Konsum anderer Drogen zeigt sich, dass während dem Lockdown etwas häufiger Drogen konsumiert wurden. Augenfällig ist die Zunahme insbesondere bei THC-haltigen Cannabis-Produkten, CBD-Hanfprodukten und Kokainpulver – dies sind auch diejenigen Drogen, welche in der Schweiz grundsätzlich am häufigsten konsumiert werden. Ebenfalls stark zugenommen hat die Einnahme des Schmerzmittels Tramadol. Allerdings ist der Anteil der Konsumenten mit nur gerade rund 1 Prozent verschwindend klein.

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Cannabis: Gründe für Zu- und Abnahme

Cannabis ist in der Schweiz nach dem Alkohol die klar am weitesten verbreitete Droge. Schauen wir deshalb noch kurz, weshalb es zu einer Zu- oder Abnahme beim Konsum während dem Lockdown kam. Die Hauptgründe sind ähnlich verteilt wie beim Alkohol.

Gründe, warum MEHR Cannabis konsumiert wurde:

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Gründe, warum WENIGER Cannabis konsumiert wurde:

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Der Global Drug Survey (GDS) ist die weltweit grösste Umfrage zum Thema Drogen – allerdings ist sie nicht repräsentativ. Anonym kann jeder über seinen Konsum von legalen und illegalen Suchtmitteln Auskunft geben. Der GDS vertritt die Haltung, dass Aufklärung die beste Präventionsstrategie darstellt.

Die GDS wird jährlich publiziert. Aufgrund der Coronakrise wurde eine zusätzliche Umfrage zum Thema «Substanzkonsum, psychische Gesundheit und Beziehungen bevor und während Covid-19» durchgeführt. Wir riefen im Juni auch zum Mitmachen auf. Das sind die wichtigsten Erkenntnisse daraus.

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26Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • wurzeli 15.09.2020 06:53
    Highlight Highlight Krass. Das muss ich erst mal runterspülen. :-)
  • du_bist_du 14.09.2020 23:41
    Highlight Highlight Mist, ich ziehe den Durchschnitt runter.
  • dommen 14.09.2020 23:38
    Highlight Highlight Billanz ich: Nicht so gut
  • Balikc 14.09.2020 22:46
    Highlight Highlight Ich trinke ja nur selten...
    ... aber wenn, dann viel und das oft!
  • Meinung 14.09.2020 22:05
    Highlight Highlight Die Alkohol und Drogen Industrie lässt Danken für den Konsum.
  • Gigi,Gigi 14.09.2020 21:43
    Highlight Highlight Hicks!
  • Nothingtodisplay 14.09.2020 21:36
    Highlight Highlight Prosit! 🍷
    • In vino veritas 15.09.2020 06:24
      Highlight Highlight Genau!
  • sunshineZH 14.09.2020 21:36
    Highlight Highlight Daruf erstmal ein 🍺 😄
  • don1701 14.09.2020 21:12
    Highlight Highlight nicht schlecht der artikel, ist doch tatsächlich so, dass man wenn man so viel zu hause ist eher mal ein bierchen öffnet oder eins raucht... was mich allerdings verwundert, mehr Koks? Keine Parties, warum dann Partydrogen?
    • Coffeetime ☕ 14.09.2020 22:21
      Highlight Highlight Sucht?
    • Papas fritas 14.09.2020 22:45
      Highlight Highlight Lol bruder in welchem dorf lebst du wenn du immernoch denkst koks ist eine partydroge
    • Balikc 14.09.2020 22:49
      Highlight Highlight Ich kenn mich ja nicht aus, aber...
      Play Icon
    Weitere Antworten anzeigen
  • June 14.09.2020 20:45
    Highlight Highlight Kenne so manche, die sich jetzt abends zu Hause selber ein Gläschen gönnen. Jeden Abend und aus einem Gläschen wird dann oft die Flasche. Ist irgendwie Gewohnheit geworden und sie zelebrieren irgendwie immer irgendwas. Mir würde das zum Glück nicht passieren (haha), ich reagiere auf viele Alkohole intolerant. Klingt wie ein Witz, ist aber so.
    • HappyUster 14.09.2020 22:04
      Highlight Highlight Mein Beileid;)

    • PaLve! 14.09.2020 22:25
      Highlight Highlight Wieso sollte aus meinem Abendessen-Wein, dem Erfrischungsbier oder dem Gutenacht-Wiskey (immer entweder oder und nicht alle drei zusammen) plötzlich mehr werden? Für mich ist das ein Genuss, keine Droge. Ich esse ja auch nicht jeden Tag ein Kilo Mehr essen oder immer wie mehr Schockolade (obwohl diese auf mich einen grösseren Suchteffekt hat als Alk.).
    • Knacker 15.09.2020 00:08
      Highlight Highlight Ah, diese Phase... es wird später einfacher wenn man keine Ausreden mehr erfindet weshalb man sich betrinkt und es einfach akzeptiert
    Weitere Antworten anzeigen
  • carlos zapato 14.09.2020 20:40
    Highlight Highlight ok, und jetzt? Fazit?
    • Bartli, grad am moscht holä.. 15.09.2020 00:45
      Highlight Highlight Chönted mer bimnä gläsli diskutiäre 🍷🍻

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