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Ein Y macht das X: Yann Sommer im Goalietraining am Samstag.
Ein Y macht das X: Yann Sommer im Goalietraining am Samstag.Bild: keystone

Sommer nach Rückkehr: «Habe eine verbesserte Stimmung vorgefunden»

Endspiel gegen die Türkei: Die Schweiz braucht zum Abschluss der Vorrunde einen Sieg. Die Qualifikation für die Achtelfinals kann sie am Sonntag (18 Uhr) aber auch im Falle eines Erfolges noch nicht feiern.
19.06.2021, 21:4419.06.2021, 23:07
Stefan Wyss, baku / Keystone-SDA

Endstation oder Zwischenstation? Für die Schweizer Nationalmannschaft steht zum Abschluss der Vorrunde gegen die Türkei viel auf dem Spiel. Vielleicht noch mehr als nur die Qualifikation für die Achtelfinals in diesem Turnier. Schafft die SFV-Auswahl den geforderten Sieg nämlich nicht, scheidet sie nicht nur aus, sie täte dies ohne einzigen Sieg. Das ist ihr an einer Endrunde seit der EM 2004 nie mehr passiert.

Es wäre dann mehr als bloss ein verpatztes Turnier. Es wäre für die Generation um Granit Xhaka, Haris Seferovic und Xherdan Shaqiri, die U17-Weltmeister von 2009 und U21-EM-Finalisten von 2011, ein weiteres uneingelöstes Versprechen. Ein Versprechen, das womöglich nie mehr eingelöst werden könnte. Nämlich an einem Turnier so weit zu kommen wie nie mehr eine Schweizer Auswahl seit 1954.

Dass wegen eines einzigen Spiels eine gesamte Generation, ein gesamtes Jahrzehnt, verhandelt werden könnte, wollte Torhüter Yann Sommer so nicht stehen lassen. «Das ist zu weit gedacht. Es geht hier einzig und allein um den Einzug in den Achtelfinal. That's it. Nur darauf konzentrieren wir uns.»

Sommers Blitzbesuch nach der Geburt seiner Tochter

Der 32-jährige Keeper will sich also nur auf dieses Spiel gegen die Türkei konzentrieren. Das war bei ihm in den letzten Tagen gerade nicht so einfach. Nach dem 0:3 gegen Italien war Sommer sofort nach Deutschland geflogen, weil seine Frau am späten Mittwochabend das zweites Mädchen zur Welt gebracht hat. Am frühen Freitagmorgen kehrte er bereits wieder zum Team nach Rom zurück und reiste dann weiter nach Baku. «Es war emotional und streng. Aber ich habe den Tag mit der Familie genossen. Es gibt kaum schönere Momente», so Sommer.

Es ist die Hoffnung der Fussball-Schweiz, dass Sommer mit seinem familiären Glück die deprimierende Gesamtsituation um das Nationalteam etwas aufbauen kann. Sommer bleibt positiv: «Als ich zum Team zurückkam, habe ich eine verbesserte Stimmung vorgefunden. Die Mannschaft freut sich auf dieses entscheidende Spiel gegen die Türkei.»

Petkovic: «Wir werden bereit sein»

Trainer Vladimir Petkovic ist derweil in den letzten drei Tagen die Arbeit nicht ausgegangen. Er musste daran arbeiten, dem Team Leidenschaft zu vermitteln. Es geht um Begriffe wie Solidarität, Identifikation, Freude und Respekt. Sie wurden beim SFV seit dem Spiel gegen Italien wie ein Mantra vorgetragen. Petkovic ist überzeugt, dass die Botschaft angekommen ist: «Wir werden bereit sein.»

Welche elf Spieler er in der Startformation sieht, wollte er nicht verraten. Spielt Fabian Schär erneut? Kommt Steven Zuber für Ricardo Rodriguez rein? Was ist mit Kevin Mbabu? Erhält Haris Seferovic nochmals eine Chance? Muss Xherdan Shaqiri auf die Bank? Schlägt die Stunde von Ruben Vargas oder Mario Gavranovic? Petkovic sagte nur: «Wir haben gut trainiert. Alle Spieler sind bereit.»

Man wolle beeinflussen, was man beeinflussen könne, so Petkovic «Wir wollen drei Punkte holen, damit wir eine realistische Chance haben.» Er weiss: Bei einem Sieg ist Baku zwar nicht die Endstation. Aber der 3. Platz mit vier Punkten und einem wohl negativen Torverhältnis ist auch keine Garantie für die Achtelfinals. Es ginge dann zurück nach Rom – in die Zwischenstation. Um dort abzuwarten, wie sich die Situation zum Abschluss der Vorrunde in den anderen Gruppen präsentiert.

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18 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Liebu
19.06.2021 23:03registriert Oktober 2020
Ja dann bin ich mal gespannt auf die Antwort auf dem Platz.
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mitchfuchs
19.06.2021 23:24registriert Mai 2020
Es ist wie im Eishockey: Die Gruppenphase (Regular Season) musst du einfach irgendwie überstehen und dann fämgt es richtig an mit der K.o.-Phase (Playoffs) und alles was vorher war - egal.
Hopp Schwiiz
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Noplants
19.06.2021 22:26registriert Mai 2021
Die ist auch nötig...
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18
Mit der nötigen Portion Glück schlägt die Schweiz Tschechien und bleibt A-klassig
Die Schweizer Nationalmannschaft spielt auch in der nächsten Nations League in der höchsten Liga. Sie gewinnt in St.Gallen das letzte Spiel gegen Tschechien 2:1 und reist damit im November mit sehr breiter Brust zur WM in Katar.

Im 100. Länderspiel von Ricardo Rodriguez und am 30. Geburtstag von Captain Granit Xhaka benötigte die Schweiz gegen die auf dem Papier aufgrund einer Flut von Ausfällen deutlich unterlegenen Tschechen eine ordentliche Portion Glück und einen abermals glänzend aufgelegten Yann Sommer, um sich durchzusetzen. Gleich dreimal trafen die Gäste gegen die offensiv eingestellten Schweizer die Torumrandung, dazu parierte Sommer seinen fünften Penalty in Folge im Nationaldress aus dem Spiel heraus.

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