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Frankreich mit ersten Luftangriffen

IS-Miliz: Grossoffensive in Syrien, herbe Verluste durch Luftschläge im Nordirak

19.09.2014, 20:4920.09.2014, 09:18

Die Extremistenorganisation Islamischer Staat (IS) hat ihre Offensive in den syrischen Kurdengebieten fortgesetzt. In den letzten 48 Stunden sollen sie 60 Dörfer erobert haben.

«Allein 40 Dörfer eroberten sie im Lauf des Freitags», sagte der Leiter der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte, Rami Abdel Rahman. Die Orte liegen rund um die Stadt Ain al-Arab (Kurdisch: Kobane). Die kurdischen Kämpfer seien den radikalsunnitischen Milizionären unterlegen und zögen sich zurück, sagte Rahman.

Die französische Luftwaffe veröffentlichte eine Vorher-nachher-Aufnahme, die den Angriff auf ein Munitions- und Treibstoffdepot der IS-Kämpfer zeigen soll.
Die französische Luftwaffe veröffentlichte eine Vorher-nachher-Aufnahme, die den Angriff auf ein Munitions- und Treibstoffdepot der IS-Kämpfer zeigen soll.Bild: AP/ECPAD

Bislang hatten die Dschihadisten in den vergangenen beiden Tagen 24 Orte rund um Ain al-Arab eingenommen. Zahlreiche Menschen seien auf beiden Seiten ums Leben gekommen, erklärten die Menschenrechtler. Die Kämpfe gingen weiter. Nach Angaben der Menschenrechtsbeobachter ist das Schicksal Hunderter kurdischer Zivilisten unbekannt. Es sei unklar, ob sie möglicherweise entführt oder getötet worden seien.

Dutzende tote IS-Kämpfer im Nordirak

Bei US-Luftangriffen auf Extremisten nahe der nordirakischen Stadt Mossul kamen am Freitag laut Augenzeugen mindestens 22 IS-Kämpfer ums Leben. Die 400 Kilometer nördlich von Bagdad gelegene Stadt ist eine Hochburg der Terrormiliz. Auch französische Rafale-Kampfflugzeuge beteiligten sich erstmals an den Luftschlägen. Gemäss Elyséepalast flogen sie insgesamt vier Angriffe im Norden des Landes. Dabei sollen nach irakischen Angaben ebenfalls dutzende Dschihadisten getötet worden sein.

Die USA, Frankreich, Deutschland und weitere Länder unterstützen mit ihrem Einsatz im Nordirak eine Offensive kurdischer Einheiten. Diese konnten zuletzt den strategisch wichtigen Mossul-Staudamm und mehrere Orte zurückerobern. (sda/dpa/afp/tat)

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