DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Ob sich die dänischen Fans auf die Schweiz als Gruppenkopf freuen? Es ist wahrscheinlich.
Ob sich die dänischen Fans auf die Schweiz als Gruppenkopf freuen? Es ist wahrscheinlich.
Bild: EPA

Ein gutes Los, aber kein Selbstläufer – die Schweizer Gegner in der EM-Quali im Portrait

An der Auslosung der Gruppen für die EM-Qualifikation 2020 hat die Schweiz in Dublin ein gutes Los erwischt. Sie trifft in der Gruppe D auf Dänemark, Irland, Georgien und Gibraltar. Die ersten zwei qualifizieren sich direkt für die Endrunde.
02.12.2018, 15:17

Die Schweiz war nach dem Gruppensieg in der Nations League als Gruppenkopf gesetzt. Dass sie nicht als Aussenseiter in den Kampf um die Ränge 1 und 2 steigen würde, war daher klar. Dennoch wären sportlich, politisch und logistisch unangenehme Konstellationen denkbar gewesen.

Doch die Schweizer blieben davon weitgehend verschont. Ihnen wurde aus Topf 2 nicht Deutschland zugelost, sondern Dänemark. Aus Topf 3 nicht die Türkei oder Serbien, sondern Irland. Aus Topf 4 nicht Rumänien, Griechenland oder Albanien, sondern Georgien. Und aus Topf 5 nicht Mazedonien, Kasachstan oder Kosovo, sondern Gibraltar.

Die EM-Quali-Gruppen
Gruppe A: England, Tschechien, Bulgarien, Montenegro, Kosovo.
Gruppe B: Portugal, Ukraine, Serbien, Litauen, Luxemburg.
Gruppe C: Niederlande, Deutschland, Nordirland, Estland, Weissrussland.
Gruppe D: SCHWEIZ, Dänemark, Irland, Georgien, Gibraltar.
Gruppe E: Kroatien, Wales, Slowakei, Ungarn, Aserbaidschan.
Gruppe F: Spanien, Schweden, Norwegen, Rumänien, Färöer, Malta.
Gruppe G: Polen, Österreich, Israel, Slowenien, Mazedonien, Lettland.
Gruppe H: Frankreich, Island, Türkei, Albanien, Moldawien, Andorra.
Gruppe I: Belgien, Russland, Schottland, Zypern, Kasachstan, San Marino.
Gruppe J: Italien, Bosnien-Herzegowina, Finnland, Griechenland, Armenien, Liechtenstein. (sda)

Dennoch: Auch in dieser Gruppe werden die acht Spiele auf dem Weg an die EM-Endrunde kein Selbstläufer. Dänemark stand wie die Schweiz an der letzten WM in Russland in den Achtelfinals und scheiterte dort erst im Penaltyschiessen am späteren Finalisten Kroatien. Die Dänen schafften in der Nations League den Aufstieg in die höchste Division und sind als Zehnter im FIFA-Ranking nur zwei Ränge hinter der Schweiz klassiert.

Dänemark lag im WM-Achtelfinal gegen den späteren Finalisten Kroatien gar mit 1:0 in Führung.
Dänemark lag im WM-Achtelfinal gegen den späteren Finalisten Kroatien gar mit 1:0 in Führung.
Bild: EPA

Irland hat in den letzten zwei Jahren enttäuscht, die WM in Russland verpasst und in der Nations League in einer Gruppe mit Dänemark und Wales bloss zwei Punkte geholt. Dadurch ist Irland in die Liga C abgestiegen. 2016 allerdings hatte Irland die EM-Endrunde in Frankreich erreicht. Dort hatte es gegen den Gastgeber in den Achtelfinals lange geführt und am Ende nur knapp verloren.

Vom Trio Schweiz, Dänemark und Irland verpasst mindestens einer die direkte Qualifikation. Die Schweiz (wie auch Dänemark) hätte aber dank des Gruppensieges in der Nations League immerhin noch eine zweite Chance in der EM-Barrage vom März 2020. Die eigentliche Qualifikation findet für die Schweiz von März bis November 2019 statt mit je zwei Spielen im März, September, Oktober und November.

Die krassen Aussenseiter in dieser Gruppe D sind Georgien und natürlich Gibraltar. Während die Schweiz gegen die georgische Auswahl vor 16 Jahren schon einmal in einer EM-Qualifikation angetreten ist, kommt es gegen Gibraltar zu einer Premiere. Gegen das Team von der Südspitze Spaniens, dessen Verband erst seit 2013 Mitglied der UEFA ist, hat die Schweiz noch nie gespielt.

Die Europameisterschaft 2020 wird vom 12. Juni bis 12. Juli in zwölf verschiedenen Städten ausgetragen. Die Halbfinals und der Final finden in London statt. 

Die Schweizer Gegner

Dänemark

FIFA-Ranking (November 2018): 10.
Trainer: Age Hareide (NOR/seit 2016).  
EM-Teilnahmen (8): 1964, 1984, 1988, 1992, 1996, 2000, 2004, 2012. 
Bestes EM-Resultat: 1. Platz (1992). 
Qualifikation zur WM 2018: 2. Platz in der Gruppe E, 0:0 und 5:1 in der Barrage gegen Irland. 
Nations League 2018: 1. Platz in der Gruppe 4 der Liga B (Aufstieg). -
Bekannteste Spieler: Kasper Schmeichel (Leicester City), Christian Eriksen (Tottenham Hotspur), Yussuf Poulsen (RB Leipzig). 
Bilanz gegen die Schweiz: 10 Spiele, 3 Siege, 5 Unentschieden, 2 Niederlagen.

Christian Eriksen ist der Superstar im dänischen Team.
Christian Eriksen ist der Superstar im dänischen Team.
Bild: EPA/RITZAU SCANPIX

Irland

FIFA-Ranking: 33.
Trainer: Mick McCarthy (seit 2018). 
EM-Teilnahmen (3): 1988, 2012, 2016.
Bestes EM-Resultat: Achtelfinal (2016). 
Qualifikation zur WM 2018: 2. Platz in der Gruppe D, 0:0 und 1:5 in der Barrage gegen Dänemark.
Nations League 2018: 3. Platz in der Gruppe 4 der Liga B (Abstieg). 
Bekannteste Spieler: Seamus Coleman (Everton), Stephen Ward (Burnley), Shane Long (Southampton). -
Bilanz gegen die Schweiz: 16 Spiele, 8 Siege, 3 Unentschieden, 5 Niederlagen.

Gegen Irland mit Captain Seamus Coleman wird es nicht einfach.
Gegen Irland mit Captain Seamus Coleman wird es nicht einfach.
Bild: AP/AP

Georgien

FIFA-Ranking: 89.
Trainer: Vladimir Weiss (SVK/seit 2016). 
EM-Teilnahmen: keine.
Qualifikation zur WM 2018: 5. Platz in der Gruppe D. 
Nations League 2018: 1. Platz in der Gruppe 1 der Liga D (Aufstieg). -
Bekannteste Spieler: Jaba Kankawa (Tobol Kostanai/KAZ), Georgi Chakvetadze (Gent/BEL), Valerian Gwilja (Luzern/SUI), Otar Kakabadse (Luzern/SUI). 
Bilanz gegen die Schweiz: 2 Spiele, 0 Siege, 1 Unentschieden, 1 Niederlage.

Giorgi Chakvetadze (19) ist das wohl grösste georgische Talent.
Giorgi Chakvetadze (19) ist das wohl grösste georgische Talent.
Bild: EPA/EPA

Gibraltar

FIFA-Ranking: 194.
Trainer: Julio Ribas (URU/seit 2018). -
EM-Teilnahmen: keine.
Qualifikation zur WM 2018: 6. Platz in der Gruppe H. 
Nations League 2018: 3. Platz in der Gruppe 4 der Liga D.
Bekannteste Spieler: keine.
Bilanz gegen die Schweiz: noch keine Spiele.

Der Star ist die Mannschaft. Oder so.
Der Star ist die Mannschaft. Oder so.
Bild: EPA

(zap/sda)

So würden die Nati-Stars in anderen Ländern heissen

Video: watson/Sandro Zappella, Lya Saxer

Die 13 schönsten WM-Momente der Schweizer Fussball-Nati

1 / 15
Die 13 schönsten WM-Momente der Schweizer Fussball-Nati
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Abschiedstränen, Kunstschüsse und Schmankerl – 9 Aufreger des Fussball-Weekends

Trotz Länderspielpause gab es an diesem Fussball-Wochenende einiges zu sehen – aus den Nationalmannschaften oder Klubs in den tieferen Regionen. Das waren die Aufreger des Wochenendes

Für Fussballzwerge wie Andorra gibt es kaum jemals etwas zu holen, wenn Mannschaften wie Vize-Europameister England zu Besuch kommen. So auch dieses Mal. Mit einem verhältnismässig gnädigen 5:0 setzen sich die «Three Lions» am Samstag in den Pyrenäen durch.

Den Spielern Andorras ist dies natürlich auch bewusst, doch immerhin nehmen sie einzigartige Erfahrungen mit. Und dass sie ab hohen Niederlagen den Humor nicht verlieren, beweist Ildefons Lima Sola. Der 41-Jährige postet nach dem Spiel ein …

Artikel lesen
Link zum Artikel